Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 21 (24.5.1861)
- Date
- 1861-05-24
- Page
- Seite 186 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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186 Gelegenheit, um vom Räucherwerk spreche« zu können מסחמיט ספינא גו קטרי Er warf unnützes Zeug ins Feuer מקטרת in der Doppelbedeutung von Räuchern und verbinden. — 195. a. Ein Reisevortrag über Koheleth 1, der wahrscheinlich unvollständig geblieben ist. — 199. a. R. Jose erhält bei seinen nächtlichen Studien einen unbekannten Gefährten, mit welchem zusammen er verschiedene Verse der heiligen Schrift erläutert, daS Hanptthema bildet die Traumlehre — והאלהים עשה שיראו זה הלום רע ist regelmäßig zitirt. 204. Ir. Am Ende der Sidrah, eine Art Nachahmung der haggadischen Erzählung des במההשדחני von R. Meir. — 205. b. Eine wie eS scheint abgebrochene Lukubration, in welcher die drei Stufen resp. die drei Namen der Seele behandelt werden. Zu merken ist 206 a. die Erkl. v. כל אשר נשמת רוח חיים באפו — כבר מתו. Jbid. b. werden R. I. und R. Jos. in der Herberge zu Refarcharan von einem Unbekannten durch kabbalistische Erklärung ihres Themas, die שתין נשימ Davids, überrascht, im ganzen Stücke herrscht die Tendenz, Haggadot zu erklären, vor, so ibid. b. die sehr kühne Erklärung des קשין מזונתיו durch eine andere Haggadah; der Schluß 208 wird gewaltsam der Sidrah angepaßt. 229 b. Drei Reisende fordern einander auf כל הר והר 230 •לימא מילר דאורי׳. Zu einem hohen Berge angelangt sind sie genöthigt dem furchtsamen R. Jose Muth einznsprechen, wobei das 'אל יצא יהירי erklärt wird. Die Nacht in einer Höhle zubringend setzen sie daselbst ihre Vorträge fort, unter welchen der Vortrag R. Chiökijaö über הללויה und 232 יהי b. zu merken. Erst in der darauf folgenden Nacht beschließen sie ihre Unterhaltungen in einem Dorfe. 244 b. eine Unter- Haltung vor den Thoren Lyds bei 235 כתרגומו a. abgebrochen. 235 b. Eine Reise zu R. S. direkt um sich einen Schriftvers von ihm erklären zu lassen. DaS Reisegespräch 237 a. ist mit I. 53 b. zu vergleichen 238 b. Auf der Reise mit ר״ת sich unterhaltend ,א״ת שנים אלא שנים מלה ופריעה ציצית ותפילין treffen sie ein Jennka, der ihnen mit großen Beifalle vorträgt: אהל מוער daö Zelt der Feuertage. Als er sich ihnen als der Enkel R. Hamaunaö vorstellt und sie auf ihn den Verb. מעז יצא מתוק anwe״den erklärt er auch diesen. 243. b. Auf einer Besuchsreise zu R. S. nach Kapadozien unterhalten sie sich von der magischen Kraft des Gebetes und des Opfers und nachdem sie ein Abenteuer mit einer Schlange überstanden hatten, auch über יהי דן נהש• (Fortsetzung folgt.) Jlod) ein Watt iiöet die Sdjficßuiig der jiid. Ehe*). Von Oberrabb. I. Kah n. Herr Rabb. Wiesner meint, daß die Sitte, daß Braut und Bräutigam am Hochzeitstage fasten und zwar aus dem Grunde, weil dieser denselben ein Versöhnungstag sei, an dem Gott ihnen ihre Sünden verzeiht, auf ein Mißverstehen der Stelle (Jebam. 63 b.) .כיון שנשא אשר עוונתיו מתפקקין• beruhe. ״Von einer Versöhnung oder Vergebung (der Sünden) ist jedoch keine Rede." Sogleich beim Lesen dieser Stelle hatte ich die feste Ueberzeugung, daß irgendwo im Thalmud sich eine Stelle findet, die ausdrücklich diese Vergebung der Sünden ansspricht. Ich konnte diese, trotz vielem Nachsnchen, dennoch nicht finden. Mein geehrter und gelehrter Freund, Rabbi Moses Löwy in Uberzig theilte mir aber dieselbe, auf meine Anfrage mit, sie lautet: ר׳ זירא . . תניי תני הכם החן בשיא גדולה מכפרת ונום׳ תחן וילך עשו אל ישמעאל ויקה את מהלת בת ישמעאל וכי מכלח שמה והלא בשמת שמה אלו שנמהלו לו כל עוונותיו. Daß das S ü ndenbekenntniß von Seiten des Brautpaares verrichtet wird, ist sonach dieser Vorstellung ganz gemäß und ächt jüdisch und durchaus nicht eine Nachahmung der Sitte einer andern Religion, wie Hr. Rabb. Wiesner meint, diese Vorstellung daß der Hochzeitstag für das Brautpaar ein Versöhuungstag sei, ist auch ganz dem so wichtigen Momente angemessen, so wie auch dem so innigen Familienleben der Israeliten und wirkt sie auch in unserer Zeit noch sehr wohlthätig. Bei dieser Veranlassung will ich noch folgenden Gegenstand dem Gutachten des Herrn Kollegen vorlegen. ES ist, so viel mir bekannt ist, noch allenthalben eingeführt und üblich daß der Trauende dem Bräutigam die gewöhnliche Trauformel הרי את מקודשת לי in hebräischer Sprache vorsagt. Nun verstehen aber besonders in unserer Zeit viele Bräutigame und gewiß die Bräute nicht so viel hebräisch. Nach E. H. Kap. 27, 1 (siehe den Beth Schual) muß aber die Braut die Trauerformel verstehen und ist solche in jeder Sprache bindend. — In meiner Praris übersetze ich zwar bevor ich die übliche Formel vorsage dieselbe. Ich weiß nicht, ob solches auch von anderen Rabbinen geschiehet? Ich sehe daher nicht ein, warum wir nicht diese Formel b l o s in der Landessprache, die vorzüglich die Braut versteht, vorsagen sollen um jedem Mißverstehen vorzubeugen? Meine Uebersetzung lautet gewöhnlich: ״Du sollst mir durch diesen Ring an ge traut werden." Wenn auch das Wort מקודשת hierdurch nicht ganz wiedergegeben wird, so wie solches überhaupt nicht gut übertragen werden möchte, so thut dies nichts, da ja nach der angeführten Stelle eS nicht genau mit der Formel zu nehmen ist und הרי את מאורסת הרי את לי לאשה und jeder andere Ausdruck hinreicht. Nun wäre es wünschenSwerth, daß in jeder Sprache eine und dieselbe Formel für Alle, die in dieser Sprache getraut werden, festgestellt werde. Korrespondenz. v Wien, 17. Mai. Als ein treuer Anhänger alles Alten, mit Ausnehme von Kleivern, wenn sie ihre Jugend verloren haben, rezitire ich privatim die Pijutim ast jedem Festtage, und wer diesen Hochgenuß ans Erfahrung kennt, wird eS begreifen, warum hier einige Inden eine Pijutim-Synagoge bauen, und Jemanden anstelle« wollen, der, wie in unserem Abgeordnetenhanse, wo die Adreffe'S im Pijut- Styl gchaljen war, das Amt eines DollmetfcherS versehe. Als ich nun am zweiten Tage des Wochenfestes den Sillük des R. Simon ha- Gadol für mich sagte, da begann ich zu zittern im ganzen Körper. '1 S. ob. S. 73, 121.