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Ben Chananja · 1861-05-17 · 20 (17.5.1861) · p. Seite 182

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
20 (17.5.1861)
Date
1861-05-17
Page
Seite 182 (sequence 8)
Language
German
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182 1>rr Vers, desselben sei, kann man nicht, wegen einiger französischer Wörtern, deren sich der Vers, bedient, behaupten, da ebenso viele deutsche Vorkommen, zuweilen wird auch ein Wort in beiden Sprachen erklärt und können solche Wörter Ergänzungen der Abschreiber sein. Was nun Zunz hierüber sagt, hat noch nichts von seinem Werth verloren. Zu S. 231 möchten wir beifügen, daß R- Zsaak Halevi. der Vater des Scrachja Halevi höchst wahrscheinlich der Uebersctzer von Gannachs Wnrzclbnch (Munk Notice 1c. S. 2l2) und Verfasser des von 2. Zbn Tibbon in der Vorrede zum Rikma erwähnten S. Hamakor sei. Unangenehm hat cs uns berührt, daß der Vers. (S. 2i3) von N. Tam sagte ״nur ein Makel haftete an seinem von Religion und Sittlichkeit durchdrungenen Charakter, daß er Wucherziusen von Christen nahm." Zn einer Zeit, in der die Gcsetzlehrer und Rabbinen keine Gehalte bezogen, die sic gegen alle Nahrungssorgen sicher stellten und die Erwerbsquellen der Znden überhaupt nur auf Geldgeschäfte beschränkt waren, da mußten allerdings auch unsere hervorragendsten Rabbiner, wenn sie nicht Aerztc waren, diesen Erwerb ergreifen. Daß übrigens R. Tam hierin nicht allein stand, geht aus Nachfolge,,dein Rechtsbescheid (Or Zadikim Nr. 248.) hervor. R. Jonathan b. Jakob fragte R. Meir b. Todros Halevy, ob die Gelehrten, welche in ihren Häusern auf Zinsen leihen, sonst aber den ganzen Tag dem Studium der Thora obliegen, von den Gemeindelastcn befreit wären. R. Meir bejahte dies und sagte unter anderm ״bat denn etwa der Thalmnd, indem er die Rabbanan von den Gemeindelastcn befreit, nur solche gemeint, welche königliche Schätze besitzen, oder betteln, oder gar nur die, welche wie die Engel keine körp. Bedürfnisse haben?" ״Was deine Anfrage betrifft", sagte er weiter, ״ob bu mit deinem Lchrhauie dich hier niederlaffen und dabei Geld ans Zinsen verleiben könntest, so muß ich dir hiervon abrathen, dem! dies ist hier mir durch einen jüdischen Zwischenhändler möglich, was gesetzliches Bedenken hat n,1d Hauptfachlich befürchte ich, daß cS die ergehn könnte, wie einem, der vor einem Löwen flieht und einem Bären begegnet. Mehr darf ich nicht sagen." Jbn Esra und die Reihenfolge seiner Schriften (Note 8) ist eine ausgezeichnete Arbeit, nur finden wir einen Anstand, daß ״die griechische Heuschrecke" in der Salpre von 2- E. nicht R. Isaak sein kann, weil I. E. ans den Namen Simeon anspielt in der Strofe כמו שמעי כשמו. Dtc Jiidcnverfolgttngc» in den Krenzzügen sind hier znm erstenmal nach christlichen nnd neuen jüdischen Quellen gründlich bearbeitet nnd die korrupten Ortsnamen und Daten berichtigt nnd erklärt, so daß wvl schwerlich eine Nachlese übrig bleibt. Auch eine neue Geschichtöquelle, eine Chronik Südfrankreichs, dcm Schebet Jehuda als Anhang beigefügt, die bis jetzt unbrauchbar war, hat der Vers, durch seine geschichtlichen Ermittelungen nutzbar gemacht. — Da dieses Werk, wie es auch verdient, in den Händen von Tausenden ist, so haben wir in diesem Referat nur auf einige besondere Lichtpunkte aufmerksam gemacht; die literärischen Fleckchen, welche von denen aufgesncht werden, deren Aufgabe es zu sein scheint, jedes Verdienst herabzuwürdigerr. jedes Streben zn verdächtigen un, als Alleinherrscher in der Literatur mit schnellen gehässigen Augen anfalle Andern herabzusehen, werden so wenig der Anerkennung und Verbreitung dieses Geschichtswerks ein Hinderniß sein, wie auch trotz aller frühern Verdächtigungen, schon jetzt eine neue Auflage des 3. ThcileS nothwendig wurde. Frankfurt am Mai». £ Miszellen. VI. D e r E n g e l n a n, e סנדלפק. Ich habe früher die Namen נדלפק□ für eine Zusammensetzung von övvotdtXyov Mitbrnder erklärt, weil cs in Masechet Azilut heißt: מטטרון וסנדלסון המה איש באחיו ידבקו (vcrgl. meine Auswähl kabbalistischer Mystik, S. 5 hebr.) Ich glaube aber, daß die ältesten Engclnamen, entsprechend der parsistischen Lichtrcgion auf Glanz zurückzuführcn sind. Nun heißt 2^דל2ק wirklich ein glänzender Edelstein. Wir lesen nämlich in Abot de Rabbi Natan Kap. l (vergl. auch Spttbedrin, 59. b.), wäre die Schlange nicht verflucht worden. so würde Jeglicher zwei Schlangen gehabt haben, die ihm סנדלבוגים טוביט gebracht hätten. Die Lesearten schwanken zwischen סנדילכין und סנדלבוגיט , in Abot de Rabbi Rata» mit dem Ko UImentar Binjan Jvhoschua (Dhrhenfnrt 1788, Fol.) aber wird die Variante סנדלסוניט angegeben, wofür das erweichte טמ״לבומט in Shnhedrin a. a. O. spricht. Dr. I e l 1 i n e k. Offene Korresponden;. Die Abnehmer nnd Freunde dieses Blattes in Paris erhalten die nächsten Nummern, trotz der dreifachen Frankatur-Z,vaiigs-Tare. direkte eingesandl. bis der Gegenstand mit der General-Post-Direktion geordnet oder eine billigere, wenigstens cvnlantc Vcrmittlniigsstation dort gefunden 1,nd die r e g e l m ä ß i g c Zusendung gesichert und fcstgestcllt ist. — Zugleich bitten wir die geehrten Empfänger des ״Ben Chan." die bis mit Nr. 18 an Hrn. Fr. Kl., l l rno clo Lille, bereits abgcsandtcn Stücke dort gefälligst abholcn lassen zn wollen, da dieser Herr schreibt: ״d a ß die Bestellung z n viel U m stä n d e mache"; mit andern Worten: daß er sich der Ziiscndnng nicht unterziehe. — Sohin ist erklärlich, daß ״Ben Chan." erst bis Nr. lO in Ihren Besitz gekoiiime!!. — Für Herrn Alb. Cohn wird bemerkt, daß Nr. ll. der darin enthaltenen Benachrichtigung wegen, am 2!>. Mär; c. mit 30 Nkr. Nachfrankirung w iede r l; o l t direkte per Post erpedin worden ist. Die löbl. Redaktion der ״-V1׳e11ivo8 laraelites“ ist höflich gebeten,!die diesjährigen Hefte vom Marz angefangen Herrn Lcop? Löw, Rcdakl. des ״B. Chan. ', umgehend ehemöglichst einscndcn zu wollen. Die Erpeditio» des ״B. Chan." JC MM. 8 b ■״ SM M » Bei Eßmann & C. in Bad Ocyn h a u s c n ist erschienen nnd in allen Buchhandlungen, in Szrgediu der Sigm. Burger zu haben: M. Llkan, Leitfaden lirim lliltereicht Geschichte der Israeliten. von den frühesten Zeiten bis aus unsere Tage, nebst Abriß der Geograsie Palästina's. 5. verbesserte und mit einer Zeittafel verm. Aufl. Preis 10 Sgr. > Li o ll k ll r s. An der hiesigen isr. vierklassigen Priinar-Hanptschnle >vird mit Heutigen der Konkurs für 5 Lehrer-Ltellen mit dem jährlichen Gehalte von 500 fl. ö. W.; sowie der einer Lehrerin mit eine», Firum von 100 fl. für den mit!.Oktober l. I. beginnenden Winke,-kl,irS eröffnet. Bewerber ״״, diese Stellen, die der ungarischen, demschen nnd hebräischen Sprache mächtig sein müssen, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche mit Befähignngsnnd Moraliläts-Zengnisseii bis Ende Juli l. I. an den Kultus-Vorstand portofrei cinsendcn. Baja. am 7. Mai 1801. Der isr. Knltns-Geineinde-Vorstand. Szegedin, Verlag von Aigniiind Lurger. Leipzig, | Üoiiiiiiisjions-Vcrlm) von Fr״»; Wag ״er. Druck von Sigmund Burger in Szeged,». Hiez» ei» viertel Bogen Beilage.

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