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Ben Chananja · 1861-05-03 · 18 (3.5.1861) · p. Seite 165

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Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
18 (3.5.1861)
Date
1861-05-03
Page
Seite 165 (sequence 7)
Language
German
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165 3. Häster'S Scfir-' und Vcn'l'Ui'b etor t. ftiuii. und jtitl. Lln'chninngsnnterricht fiir d׳e ,Mitrolfl lי.'1' .־!f■.יי 'Von 1? 11. ■hocht. (Sffcu , &. Bädeker 1H׳33 .\ .8 .1«־). Preis IO Sgr. 3 härter'«* l'i'Or־ uiid üciVOitrfj 0. t. 'Vaterlands- und 'Weliknude f. t. Ol'ct'fi. t. 3?olf3־|fI;1tlc. '31. (im. Hccht. (iijcu, G. D. Bädeker 183«. 8. «13. Preis 30 Sgr. Häster'S Schulbücher bube» sich einen wohlverdienien gute» Nus erwerbe», und Hecht ist aus dein Gebiete der didaftischeu Literatur binlänglich bewährt. Die vorl. Fibel enthält im I. Abschnitte (3—38) die kleinen und grcßeu Schreibnur Druckbuchstaben. Silben, Wörter und Sätze: d. II. Abschn. (38—33) bringt: Die Schärsuug und Dehnung d. Selbstlautes: d. III. Abschn. (34—37): Die AnderSschreibuug oder die Verschiedenheit der Aussprache und Schreibnug einiger Laute. S. 34.: Die lat. Druekschr. IV. Abschn. (30 —631: kleine Aeschreibnngcil als Gruudl. des Anschauungsunterrichtes und zur Uebuug der Lcscfertigkeit. Eine treffliche Auswahl, nur haben wir den Na in e nStagen dcö Vaters und der Mutter S. «3 nicht gerne begegnet. Die bibl- Geschichte für Ansänger («3—84) einpsehlen wir besonders denjeiiigen Lehrern, welche die bibl. Geschichte in der I. Klasse nicht weiter als bis Abraham erzählen. Zn der vorläufigen Geschichte hätte das apokryfische Buch Tobias unberücksichtigt bleiben. dafür aber Anderes etwas anSsührlicher erzählt »׳erden sollen. S. 78 iss statt Absolon Absalom zn lesen. Der bcbr. Theil ist ebensalls sehr zweckmäßig eingeeich tet: der Korrektur ist aber noch immer viel zn wenig Ansmerksaillkeit geschenkt. Namentlich ist ,ד und ה au zahlreichen Orten mit einander verwechselt. Bei einer nochmaligen Anstage wird dies sorgfältig zu beachten, und das Bokabularium S. 30 ff. allS den in den ersten Kap. der Genesis und den wesentlichsten Gebetstücken vorkvinmeilden Wörtern zttsaniinenzustcllen sein. Das Hebräische wird ja nicht als Sprache des Umganges, sondern als Sprache der Bibel nnd der Liturgie gelehrt; dies ist schon beim Beginne des Unterrichtes in'S Auge zn fassen, und danach sind die Elementarbücher einznrichteu. Unbedingter noch als der Fibel können wir den Lese- und Lehrbüchern nnsern Beifall zollen. Die Schulen, für welche diese Bücher geschrieben sind, und in denen sic benützt werden, müssen in der That sehr ..gehoben" sein. Das Lese- und Lehrbuch für die Mittelklassen wäre unseren Schulen sehr angelegentlich zu empfehlen. Das für die Oberklaffen bestimmte müßte in Rücksicht ans den geografischen und historischcn Theil bedciltend modisizirt werden. Schulbibliotheken sollten jedenfalls die HästerS-Hecht'schcn Schulbücher in mehreren Eremplaren besitzen *). קיקיון יונה, Programm einer hebräische» Zeitschrift. Bon Senior Sachs. Paris 5660. 8. 72. S. Sachs, rühmlich bekannt als gründlicher Forscher auf dem Gebiete der jüv. Filosofcn und Kabbalisten des Mittelalters, kündigt eine in Paris zn erscheinende hebr. Mouatschrist an. Das vorliegende im elegantesten Hebräisch geschriebene, prächtig auögestattete Programm ist dem Vers, unter der Feder zn einer Brochürc von größerem Umfange herangewachsen. Da dieselbe den wenigsten unserer Leser zn Gesichte kommen wird, — die Bezugsquelle ist nicht angegeben, — so heben wir tiinigeö heraus, was uns allgemeineres Interesse zu haben scheint. *) Wir machen nnsern vielverdicntcn Freund, Hrn. Eh׳. Hccht, daraus aufmerksam, daß der 10. Glaubensartikel, nicht wie er (3, 338) anderen Kompcudicu nachgeschrieben, von Gottes Allwissenheit, sondern von Gottes Borsehung bandelt. Gin Blick ui die Quelle (Main!. Mischna-Kommenkar) wird ihn davon überzeugen. S. 11. Anin. bespricht Hr. S. die geschichtliche Wahrnehmung, daß weder die späteren Amoräcr noch die Seboräer über den Sinn unv die Bedeutung dessen, was die Thannailen gelehrt haben, eine Tradition besaßen, nnd daß sie in dieser Rücksicht nur ihre subjektive Mei iiiing vorgetragen. Einen tiefen Quellenkcnner verrät(׳ auch S. 12 die Beuierknng. daß R. Simon b. Lakisch in der Benrtheilung von Schriftwerten kritischer zu Werke ging , als N. Zochanan b. Nascha. Während nämlich letzterer das (nach der Meinung d. Vers, zn jener Zeit noch vorhandene) Buch Adam'S für echt hielt (Nabba zn Koh. 1, «), erklärt ersterer dasselbe für psendopigraf (Ab. Zara 5, a), wie er denn auch dem Prolog und Epilog des Buches Hiob die Geschichtlichkeit abspricht (B. B. 15, a. vergl. mit jer. Sota 5, 6 und Ber. r. 57). Damit dürfte zusainmenhängen, daß R. S. b. L. auch für die Würdigung seiner Zeit einen klarcrn ruhigcrn Blick hat. als sein Gegner. ״Besser ist der?läget der früheren, als der Bauch der Späteren," sagt R. Zochanan: nein, wendet R. Simon ein, die Späteren sind höher zn achten, da sie sich trotz des bürgerlichen Druckes mit der Thora beschäftigen (Zoma 0, b). Dieser Streit wiederholt sich übrigens in unseren Tagen nicht selten: Acllcrc Personen rühmen sich, wie R. Zochanan, die guten alten Zeiten: jüngere geben, wie der jüngere R. Simon, ihrer Gegenwart den Vorzug. Die Polemik des Verfass, gegen Luzzatto scheint uns einen viel zn großen Raum cinznilchincii: auch hätte S. I!) ff. berücksichtigt werden sollen, was B. Chan. 2, 489—503 über den bezüglichen Gegenstand ausführlich gesagt ist, nnd wodurch Luzzato'S Grilndanschauuug. ohne ansdrückliche Polemik gegen denselben, aus den Quellen widerlegt ist. S. 20. Anmerk. schlägt Hr- S, in Spr. 28, 23 eine Emendation vor: nach dem 3. Worte soll nämlich wegen des darauffolgenden nnd ähnlich lautenden רזן d. Wörtchen כן ausgefallen sein. Sinn: ״Wer den Menschen zurechlwcist, findet später mehr Gunst als der (lobcndc) Heuchler." Das Heft schließt ein Rcschut vor?kischmat (für den Vcrsöhnnilgstag) v. Salomo b. Gebirol. Wir wünschen dem fit. Unternehmen des Herrn Sachs, welches von Hrn Jos. Günzbnrg mit vieler Mnnifizen; unterstützt wird, das beste Gedeihen nnd die regste Thcilnahmc *). Die Juden in Ungarn, Kroatien n. Slavonien. Ein Beitrag zur Judensragc im I. 1848 und in der Gegenwart. Von Lcop. Hartmann, Bürger und Buchhändler in Agram. Verl, von Hartmann in Agram. 1861. 8, XI. 48. Daö vorliegende Büchlein bestehet aus drei Bcstaudtheilen. Der mittlere, bei weitem größer» Theil ist eine Uebersetzung einer vom Verfasscr 1848 in ung. Sprache hcrauögegcbencil Brochürc. Borangeht ein ״offenes Sendschreiben" an einen anonymen Judenfeind in Kroatien, welcher, wie vor 100 Jahren Michaelis, noch von einer ״körperlichen Schwäche" der Zudcn fantasirt, und sonst noch allerlei altes Eisen zu Markte zn bringen scheint. Der .,?lachtrag" polemisirt gegen einen obskuren Kalender, der jildcnfeindkiche Elemente enthält. Der gute Wille des Hrn H. ist wirklich sehr zn loben. Aber wenn Hr. H. als Schriftstcller die einschlägige Literatur nicht kennet, sollte er dieselbe doch als Buchhändler kennen und beachten. Wer Hrn H.'S Brochürc durchblätiert, muß erstaunt sein, wahrzunchmen, daß er sich für den einzigen Wortführer seiner ungarischen Brüder hält! — Hr. H. wiederholt daö oft Gesagte *) Mit dem besprochenen Programm erhielten wir noch ein in d. Arch. Zsr. abgcdruckteS kunstvolles hebr. Sonette nnd ein GelegenheitSgedichl v. dems. Verfasser. Bei der ausgezeichneten Geivandheit, mit welcher Hr. S. die hebr. Sprache in gebundener und ungcbnndeuer;)kede handhabt, wundert es uns, daß er sich nicht des bei Sefarbim nnd Italienern üblichen Metrmu'S bedient.

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