Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 18 (3.5.1861)
- Date
- 1861-05-03
- Page
- Seite 166 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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166 mit größerem oder geringerem Nachdrucke. Doch bat er auch machsue Originelle. So S. 19.: ״Das Sanhedrin (höchstes National-Gcricht und kirchliches VcrwaltuugS-Forum der Israeliten) erklärt.״ Der kuttdigc Leser crrälh leicht, daß hier vom Pariser Sauhedrin die Rede ist: dieses war aber weder ein Nationalgericht noch ein VcrwaltnngSfornm! Eigcnthümlich klingt auch 'olgendcr Satz: ״und dazu (zur Erfüllung der Menschen- und Bürgervflichtcn) haben Jude und Judenthiil» die gleiche menschliche Qualifikation mit alle» anderen Menschen und Glaubensgenossen: Exceptis excipiendis." Welche wären nun aber die Ausnahmen, die jene Qualifikation nicht besäßen? — Wir glauben, Hrn. H. empfehlen zu müssen, daß er den Vornrtheilen der Juden in seinem Kreise durch die Verbreitung schon vorhandener, mit Kcnntniß und Umsicht geschriebener Schrifleu entgegen trete. Eine kroatische Bearbeitung der Pariser Simedrialbcschlüsse (etwa nach unserer ungarischen Bcarb ) dürste in diesem Augenblicke ein zeitgemäßes Unternehmen sein. Alexandri Magni iter ad pardisum. Ex codd. mss. latinis primis edidit Julius Zacher. Königsberg, 1859. 8., S. 32. Nach zwei ans dem dreizehnten Jahrhundert stammenden Handschristcn lesen wir hier in lateinischer Sprache einen Beitrag zu dem großen Sagenkreise, dessen Mittelpunkt der maccdonische Held ist. Alexander, wird mit dramatischer Breite erzählt, gelangt zum Ganges der nach dem lateinischen Berichte auch Pi80r1 genannt wird. und der im Paradiese (paradisus voluptatis, was eine Uebersetznng von גן עדן ist) entspringt. Nach großen Mühseligkeiten erblickt er eine Stadt, sendct einen Thcil seiner Mannschaft hin, die im Namen Alexander um Einlaß bittet, anstatt derselben aber erhält sie einen wunderbare» Edel, stein, der das Ansehen eines menschlichen Auges hat (cpiao quantitate et forma oculi speeiem imitabatur), und der dem ErobcrungSgclüstc ein Ende machen soll. Keiner weiß die Bedeutung des Steines zu erklären, bis endlich ein alter Jude in Sifra Namens PapaS cs thnt, indem er, eine in der thalmndischcn Erzählung Tamid 320, eine Wage nimmt und Stand ans den Edelstein legt. dabei aber cindnngliche Worte an den Welterobcrcr richtet. Unstreitig ist die Snbstitnirnng des Edelsteines in Form eines AngeS für den Todtenkopf schöner und sinnreicher, und die Frage ist, ans welcher Weise diele lateinische Relation c ntstanden ist. Der HeranSgeber meint, ein Jude oder ein Ehrist hätte sic im I I. Jahrhnndcrt im südlichen Frankreich versaßt, ich glaube aber, daß die Gründe für den jüdischen Ursprung überwiegend sein dürften, da bei einem christlichen Verfasser an eine solche Verherrlichung des jüdischen Wesens nicht zn denken ist. Aber selbst wenn der ,Verfasser dieser Alexanderreise ein Ehrist ist, hat er die Sage ans dem Munde eines Inden. Vielleicht ist ans der Verwechslung von לגל) Augapfel mit גלגל Kops wozu das thalmndische כלאו ר־־.אי? *תכזרי גולגלהא דעינא דבישרא ודבלא leicht verleitet*), der Edelsten! im Gestalte ein e S Auges entstanden. Dr. Iellinc k. ד Auch das שקיי קלילי עפרא יכסיוה spricht für die Bedentung ״Auge," da zur Bedeutung eines Schädels viel Staub erfordert wird. Ferner bleibt cS anssallend , warum Alexander das גולגלתא sofort wiegen läßt. wenn es ein Kopf nnd nicht ein Edelstein war. Man prüft wohl das Gemichi eines Edelsteines: wem aber fällt eö ein, einen Schädel wiegen zn lassen? JL ml » ־mt sm, ־t; «B• Bei Sigm. B u rger u! Szcgcdin ist zn haben: זמירות י ש ר א ל Chants rcligieas des Israeli (es. Conteuant la Liturgie complete de la Synagogue des-temps le plus recules jus qu ii 110s jours, publies par S. N a u 111 b o u 1־g, I ministre olficiant du temple consistoriid de Paris. — Düdies au I consistoire israelite de la Circonscription de Paris et approuves par le consistoire central des Israelites de la Prarice.! I. Partie: (Jliants liturgiques du sabbat. Paris 1857. Musik-fol. (X. und 112 >>ag. et table des matieres avec portrait et facsimile de l'autenr,) broch. 13 fl. 50 fr. Der I. Theil dieses in seiner Art n n ü b e r' r o f fe n klassischen Werkes ist zum angegebenen bi'lig bezogenem Preise gleich vorräthig: es werden aber auch Bestellungen ans Len II. nnd III. Theil, womit das Ganze komplet, zum Pariser Original-Preise ä 25 Francs de France (jetzt 10 fl. ö. W.) angenommen und schnellstens ansgeführt. (Bestellungen nnd Gelder erbitte ich aber Franko.) Soeben ist erschienen und bei I. Kauffmann in Franks, a. ,M. zn haben: Belenchlnng des Werkes D a v t c H a m t f d) n a von Dr. B. H. Auerbach. ותצפה על דרכי ותכלשיה חברם החכם פראנקל כלאת הרב י מוהר צבי בגי כין אויערבך Preis 30 fr. Rheinisch. Bestellungen übernimmt S. Burger in Szeged in.; Szpgodiu, lU’tlaij von .Siijmiuiö Ounjci' Im Verlage von Sigmund B n r g e r in Szegedin ist vor Kurzem erschienen nnd kann direkte nnd von allen Buchst. bezogen werden: Löw lipöt, szegedi fürabbi, TOrteneti es vnllnstiulouiniiyi ertekezesek. 8. IV. 11. 110 S.) in Umschlag broch. 80 kr. mit franko Postznsendung!>0 kr. ö. W. Diese interessante Schrift behandelt die bnrgerl. Gleichstellung der Israeliten in Ungarn und hat im Lande so lebhaften A»klang geden, daß schon bald ein »cncr Abdruck derselben nöthig werden wird! — Auf geschichtlichen Forschungen nnd Grundlagen fußend ist dies Schriftchen bestimmt, dem Staatsmann, wie dem Laien mit historischen Daten an die Hand zu gehen, wenn auf dem nächsten Landtage dieser hochwichtige Gegenstand zur Sprache kömmt. Seit dem 1. April erscheint in d o p p c l t c m Format (1 ganzer Bogen schmal.Fol.) ohne Preiserhöhung der vierte Jahrgang des 99JH politisch-literarische Wochenschrift in hebr. Sprache. Für portofrei cingesandte 2 fl. ö. W. pro Quartal erhält jeder Besteller das Blatt w ö cy e!1 t > i ch pr. Post frei zngesantt. Frühere Jahrgänge, lrocb., werten für -1 fl. ö. W. pr. Jahrg. abgegeben. Fn adrcssiren an die stiedaklion dev ״Hamagid" in Lvct (\יv. Königsberg) in Preußen. - Fste Ungar» .׳c. vermittelt Herr Sigm. Burger in Ltegedin n. s. iv. gesl. Ansträge. Leipzig, i; 0 m in t (ü 011 ־ גי P c v I a q mm i 11! 10 :11 י! ׳ g »er. Sigmnnt Bin ge c in -n ged in.