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Ben Chananja · 1861-04-27 · 17 (27.4.1861) · p. Seite 154

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
17 (27.4.1861)
Date
1861-04-27
Page
Seite 154 (sequence 8)
Language
German
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154 Xoftfia und in Mid. ChafiS (S. 18) nicht als eine sin. Trad. bezeich- «et. Auch Maimuni (H. Melachim Ende) saßt sie nur aggadisch und vicht als eine s. T. aus. S. 15 verwechselt der Vers, die sogenannten s. Tr., welche kei- «eu Stützpunkt in der Schrift haben, wie ססול מקוה und die unter באמת אמרו aufgebrachten, welche allein F. und auch Krochmal mit dem Hinweis ans Rasch als כעין תל מ״ bezeichncten, mit der tradition. Schristcrklärung, wie die 18 Trefath und die 39 Arbeiten. S. 17. Frankel nennt ganz übereinstimmend mit der M. Jebam. (S. 20) die zweiten verbo enen Verwandschaftsgrade so frei sch der Verfasser will aber gesagt haben: Salomo habe sie ausgestellt, weil der Thalmud (a. a. D.) ein R e m e S hierzu in אזן (!"!קת sinket. Abgesehen, daß der T. Ernbin 21 nur das Handwaschen und Ernbin aus Salomo zurück datirt — was Tos. schon bemerkt — so gäbe eö keine größere Verspottung und Satyre ans die trad. Lehre, wenn man in einem wissenschaftlichen Werke sagen würde, daß Salomo«. der ein wolversehencS Harem und eine heidnische Frau hatte, die biblischen Verwandschaftsgrade noch weiter ausgedehnt hätte. Ebenso würde F. den Thalmud dem Spotte prcisgegebcu haben, wenn er als kritisch erwiesen angenommen hätte, der Verfasser von Kohelct, der älteste Skeptiker, der die Unsterblichkeit der Seele im Zweifel zog, habe die Erubingesetze eingesührt und der Verfasser der Liebe und gennßathwenden Schäfcrlieder sich mit der Lehre vom Händewaschen beschäftigt. — F. habe vergessen, sagt der Verfasser weiter, daß sehr viele Einrichtungen und Gcseroth im Thalmud den Profeten zngcschrieben wer- Len, die nun der Verfasser hier und S. 43 um seine Belesenheit zu zeigen — aufführt. Wenn eS nun F. nur um seine Belesenheit zu zeigen und nicht um wissenschaftlichen Ernst zu thun wäre, so hätte er «ur diese von ChajeS in seiner Einleitung zum Thalmud zusammengestellten Stellen abzuschrciben gehabt. Mit Recht unterdrückte aber F. Liese Zurückführungen ans die Profcten, die nur einen agadischen Werth haben und weiter nichts sagen wollen, als daß diese Einrichtungen, deren Ursprung man nicht weiß,alt sind. S. 19. Wittert der Verfasser wieder Häresie, weil F. sagt: ״das Schmalesen war allgemein in Israel in Gebrauch", was man nur von einem thalmudischen Gebrauch, aber nicht von einem biblischen Gebot, wie es nach der Halacha das Schmalesen ist, und das sich von Sinai her datirt, sagen könne. F. spricht aber hier von der Redaktionöform der abstrakten Halachoth, bei denen keine anlchnende Schriststellen vorauögcschickt wurden und sagt nun ״so verfuhren sie auch bei Geboten die nicht deutlich in der Schrift enthalten sind, wie z. B. מאימתי קורין את שמע denn des Schmalesen steht nicht deutlich in der Schrift, wie auch der Thalmud Ber. 21 die Worte ודברת בם auf die Thora im Allgemeinen bezieht, aber das Gebot war allgemein eingesührt, denn dieser Abschnitt enthält die Grnndzüge der Religion." Ist nun auch die thalmudische Ansicht לן״ש דרבנן nicht zum Psak halacha erhoben wurden, so ist doch damit die thalm. Ansicht תהוא בר״ת כ׳ nicht wegzuläugncn. S. >9 F. erwähnt einige Halachoth in der Mischna. wie Sab. t. 1; Kelim l, 2; B. Kam. a. 1, die durch ihre Archäismen und konzise Sprachform ihr hohes Alter beurkunden, der Verfasser will aber, daß F. hätte sagen sollen: diese Halachoth sind sinaitischen Ursprungs was der größte Unsinn wäre, denn gerade das schlechte Hebräisch derselben, zeigt daß sie nicht einmal ans der ersten Tcmpelpcriode datiren Laß aber diese und ähnliche Halachoth sich so erhalten haben, wie sie tradirt worden sind, ist dadurch erwiesen, weil zuweilen das Verständnis derselben den Tredenten selbst sehr getrübt war (vergl. Krcchmal a. a. D. 178). Von dem Verbot des Genusses des heidnischen OelS sagt F. wenn auch dieses Verbot nicht allgemein angenommen wurde (Ab. Sara 36), so ist eS doch sehr alt und wir können daraus auf das Alter anderer Verbote schließen, die allgemein angenommen wurden" der Vers, fragt nun: warum erwähnt F. nicht, daß der Thalmud Daniel dieses Verbot zuschrcibt? Der Verfasser hat aber hier eine Zeile übersprungen denn F. sagt vorher: ״Es sind noch andere Speiscvcrbote beizufügen, die nicht mosaisch sind, auf die aber eine Stelle in Daniel hingedeutet wird." Da übrigens zwischen Nab und Samuel eine Kontroverse stattfindet, ob dieses Verbot sich von Daniel datire, so ist nur soviel sicher, daß das Verbot alt ist. S. 32. Von Chanuka sagt F., daß dieses Fest nur vorübcrgehend in der M. Megillach 3,4, 6 erwähnt werde-, daß man aber Channkalichter an zünden müsse, davon fände sich in der M. keine Spur. Das ist nicht wahr, sagt nun der Verfasser. denn in der M. B. K. S. 62 lesen wir בנ״ה סטור. Der Verfasser hat aber verschwiegen, daß Frankel selbst beifügt S. B. K. 6, 1 , die aber nicht beweißt. S. 39 und 49 Frankel und alle Historiker nehmen ans Grund der hist. Zeitfolge an, daß cs in Sota 47 statt Josna b. Perachja, Ich. b. Tabai heißen müsse, wir es auch in der Parallelstelle in Jer. Chagiga heißt. Es ist ferner historisch unbestreitbar, daß )יותנן בת״ Hhrkan I. ist und sein Abfall vom Farisäerthnm erzählt JosefuS übereinstimmcnd mit Kidduschin 66. Unter ihm waren höchst wahrscheinlich Schulhäupter I. b. Perachja und Nitai. Der Abfall von Aler. Jannai fand nach das. statt in Folge einer Wasserlibation (vergl. Succa 48), was die Verfolgung der Farisäer veranlaßte von denen Zeh. b. Tabai nach Alcrandricn entfloh und Simon b. Satach versteckt. Vor der Zerstörung hat cs keinen König Jannai gegeben, derJasun b. Gamla zum Hohepriester einsetzre, und es war dies Agrippa II. Diese Thatsachen sind so sicher festgcstcllt, dagegen die historischen Namen im Thalmud so unsicher und ungenau, daß mar. diesen, wenn sie mit der Geschichte in Widerspruch stehen, kein Gewicht beilegen kann. Dem Verfasser aber ist nicht nur jede Halacha finaitisch, sondern auch jeder Name im Thalmnd traditionell begründet, er konnte daher die daraus entstandene Verwickelung nicht anders lösen, als mit der Annahme, daß eö drei Jannui gegeben habe. Und ans diese Annahme hin will er Frankel's historische Bemerkungen als irrthümlich darstellcn! S. 41. Frankel thcilt die Weisen der Mischna ein in Anvrdner מתקני תקמת und Halachisten. Der Verfasser will auch Moses. Josua und andere Proseten, denen in! Thalmnd alle Anordinnigen crtheilt werden dazu gerechnet haben!! Wir wollen uns mit diesen Bemerkungen begnügen und über die weitern Angriffe auf F.. weil er die JnterpretationSregeln nicht für göttlichen Ursprungs hielt, die Mischna abweichend vom Thalmud sich zu erklären erlaubt, so wie über sonstige boshafte Verdrehungen und Unterschiebungen kein Wort mehr verliere-, nur noch eine Gemeinheit wollen wir hcrvorheben, daß der Verfasser F.'ö Angaben zu verdächtigen wagt, wenn F. aus der Ed. pr. der Mischna-AuSgabe abweichende Lesearte» mitkhcilt. — Das Gebahrcn der neuen Chaffidäer mit ihren Verdächtigungen und mit ihrem Anhängsel von bekannten Lügnern לש□ שמים hat einen solchen Grad von Gemeinheit erreicht, daß jede weitere litcrärische Berührung mit ihnen unmöglich ist und man sie in ihrem eigenen Schlamme versinken lassen muß. Szegediu, , Leipzig, flfrltig von Aigninnd ßiirgcr. j Loinnilssions-Verlag von Fra»! Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedui.

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