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Ben Chananja · 1861-03-22 · 12 (22.3.1861) · p. Seite 108

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
12 (22.3.1861)
Date
1861-03-22
Page
Seite 108 (sequence 6)
Language
German
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108 teil trt!5 Gegcnthei! und fii! riuf.irficr Blick in das Buch beweist, das! es 0111ט Verfasser das V e sch o 11 9 e 11111 fc i in ist I" gleich diesem ist das Schekel-ba-Kadefch ans Verlangen seines Schülers, הריזל״^רייד ׳.' , החישובersaßt: 2" »Itter den angeführten Versen befinde» sich welche von allen drei Dichtern seiner Familie: David Abc» Jachja, Jclmda Aben Fach ja und Joses Abc» Jachja, die wenig verbreitet waren und nur durch das berühmtere Fainilicnglied bekannt sein mochten: 30 werden in dem Epilog der ersten Ausgabe beide Werke als von dciiiselben Verfasser herrührcnd angekstndigt. Doch wozu diese langweilige Litanei der Fchlernachweisuug? — Man ist cs ja gewohnt, daß Sic in jedem Ihrer neuen Produkte Ihre früheren Sünden eingcstehen nnv dies Geständnis! ist vollkommen hinreichend. ihre Arbeiten zu beiirtlicilcn. Freilich gehen Sic, indem Sic sich ,elbst tadeln, mit viel zu großer Schonung;1! Werke. Was Sie bei dem einen als ״erfunden", bei dem Andern als ״erdichtet" brandmarken, ist bei Ihnen blos ein ״Drnckselilcr" (Nr. 1484, 177(i, 2014־); waö Sic bei Anderen als ״Liederlichkeit" geißeln, beißt bei Ihne» ״eine kleine llngcnauigkcit, die sich durch eine!!!!vollständige Nachricht cingcschlichen hat." (9h215 .׳ l.) Fm Orforder Katal. S. 173(1 und Fc wisch Liter, ts. 27, S. 240, geben Sie ein falsches Datum-, Sie sehen Fbren Fehler ein, (Nr. 5H, 1201.) sagen aber nicht, das! Sic darum ein Fälscher, ein literarischer Charlatan feien. Ferner in! Artikel Jud. Tvpograsie, S. 74: haben 1 Sie fälschlich ״Lenden" für ״Lyon"; ebenso im Katal. Nro 00, 00, 07: . L. B. das ist Lugd. Bat.: anderwärts (Katal. S. 7!»7.) ״Wittenberg" statt ״Tübingen." Auch hier sehen Sic Fbre Sünde ein, (Nr. 218.) sagen aber wiederum nicht, das! Sie darum ein leichtsinniger Epilomatvr seien. Glücklicher Bibliothekvcrfasser, der Sie sind! Sie komme» nie . in Verlcgenl'cit! Nr. 1353 bemerken Sie, das! Sic im Katalog von Orford, S. 1833, die wunderbare Eittdecknug gemacht, das! der > Vater des Mose bei! Jakob Kohen, Jakob bei! Mose hieß! ״Drum singe j oh Muse! ertöne oh Leier!" Nr. 070 gestehen Sie selbst in demselben , Katal. S. 883, unter Nr. 48, ein drittes Räthsel von Aben Esra, das - nie eristirte, erfunden zn haben. ״Singe Muse! ertöne ob Leier!" Fm Artikel A. H. Strodtttiann erzählen Sic, daß er sich auf; dein Titelblattc seines Buches Ah st-liniim nennt, und daß ein j Bibliotbekfchreiber unter Weglassung der Striche den Namen Astd-! in an 11 sabrizirt habe. Sie verschweige», gegen Ihre Gewohnheit, wer dieser drodigc Bibliorlickschrcibcr fei. Ich will es Ihnen ins Ohr sagen,; Sie »mßen mich aber nicht schelten noch schimpfen: <io ist FH re Hoheit,! lebendiger Katalog, und die literariselie Fatalität steht in Ihrem so genanen Handbuch, S. 3, Nr. 23“: ״Ahstinann: Prüfung der Frage ele." Man hört cö oft eine Härte der Natur nennen, daß in niedern l Ständen die Leute in der Regel die iiicisten Kinder haben. Uns scheint j diese Aenßerung ungerecht, weil es doch nichts Schöneres ans der | Welt gibt, als viele Kinder zn besitze». Frage» Sie einmal ein gn- ׳ teS Ehepaar, eS wird Ihnen sagen, je »ichr je lieber. Fa cs gibt j Väter, Die nicht zufrieden mit denen, die Ihnen der Himmel bescheerte, j und noch »ach Fremden gelüsten. Um hier nur von den GeisleSkindern! zu sprechen, wie viele Autoren giebts nicht, die sich die Produkte An-! derer zneignen und sie als ihre eigenen Erzeugnisse in die Welt schicken?! Oh lieber M! Sie sind ein lebendiger Beweis von dem was wir hier! bemerken. Wie oft haben Sie sich nicht mit andern Federn geschmückt? Wie oft haben Sie nicht die Gcistesprodukte Anderer als die Ihrigen auSgegebe»? selbst die Fbrer besten Freunde. Sv haben Sie z. B. die Entdeckung Ihres Bnsenfreuudes Herrn Dr. Earmol», daß das משכי'ת כסף, welches Mardechai Tama in Amsterdam 1705 als Anonyme! herauSgab, nichts anders als der dritte Theil des nnedirlen und sehr! seltene» מהי 3(^ש!< sei. Diese Jneignung macht Jbnen um so mehr j Ebrc, weil cS einer gewissen Mnth erforderte, sie gegen einen öffentli: chcn Ankündigung eines Dukes (in! Litcratnrblatte des Orients vom Fahr l848 S. 244.) zu behaupten. Inden Ai'chi ves Lsi10.1; ׳ i 10.s vom Fabr 1854, fanden Sic in der Abhandlung : ״D 0 » F 0 ie s 9k a ss», d n c de 9k a r 0 S, v. Dr. Earmoly eine Liste der Werke, die Donna Rcina 9!assy, die Gattin dcö Herzogs, unter der Direktion des Joses b. Isaak Askaloni, hatte drucken lassen. 9kach diesem Bücherverzeichnisse gelüstete Ihnen umsomehr, als cs sehr korrekt war und unter ander»! den 9kamcn des Direktors richtig Aökaloni, nicht Askenasi, wie Sic früher (Artilel Jüdische Typografie, S. -1») glaubten und schrieben. Sie bemächtigten sieb biewr Lifte mit desto mehr Zuversicht, weil gedachte Abhandlung sich in einer franzöfisehen Zeitschrift fand, die wenig in Deutschland bekannt 1s,. Unglücklicherwcise hatte der Redakteur einen besonder» Abdruck gemacht, der in die Hände »ichrcrer deutschen Gelehrten kam und mehr bekannt ward, als Sie vcrmitthen konnten. Ihre Liebe zn Ihrem Freund Earmoly ist so groß, daß alles von ihm, selbst nur ein Gedanke, ein Wort einen besondern Reiz für sic hat. So erhielt ich gestern z. B. den ״Ehalnz", Vierter Jahrgang. Das Erste, was mir in Ihrem Aufsatz daselbst anssticß, war jenes witzige Wort, das Ihr Freund!11 der Vorrede seines ,.Dibre Ha-Jamim libne Jachja" über die Katalogistcn ausgesprochen, die statt der Bücher die Kataloge zu Rathe ziehen. ״Ileiueux tavoi'i de Minei ve, Jiiblicus, 011 le sait, est!111 liommo d'esprit, Mais, s'il n’en met 1(11e da»s re tj 11'i 1 eci'it, II eil!! beaucoiip en rosorve.“ lForts. folgt.) Mcditations bibliqncs sur le Pcntatcuqnc, par 8. ß 10 c 11. Paris, 1800. Angez. von X. in Frankfurt am Main. Während im Mittelalter die (Riarlime /.artatb eine solche bedeutende Stellung in der jüdischen Literatur einnahmen, daß noch heute ihre halachischen Produkte »laßgebcnd sind, standen die französischen Gelehrten der Gegenwart bis jetzt, ungeachtet des regen jüdischen Geistesleben ganz!m Hintergründe. Nur M n n k allein ist es, der wie eine leuchtende und erwärmende Sonne seine GcisteSstrahlen weithin ansscnder. Selbst die Eahnsche Bibelübersetzung erhielt hauptsächlich durch d. beigefügten Arb. v. Munk!!. Dukes ihre wohlverdiente Verbrcitung auch außerhalb ihrer GcbnrtSstätte. Wir begrüßen daher mit Freude die in der iienestcn Zeit durch die errichtete Societe israel. des livres 1-eli^ieiix et nioraux wiebererwekte Regsamkeit für jüdische Wissenschaft und wenn sich dieser Verein vorläufig auch nur ans Volksschriften beschränkt, so wird er hoffentlich seine materiellen Kräfte später auch ans höhere Gebiete ausdehnen. Durch die Nnterslützung des Vereins erschien bereits la ibi d’Isiael von 'Bloch, ein Werk, das viele derartigen Schriften der Deutschen übertrisst. Ganz ans orthodorem Standpunkt stehend hat dennoch der Vers, alle nenromantischen birschisc!׳.׳ Floskeln und Synibolislrnngeil vermieten, die den Geist der Gesetze w ״erstlichtigen und siiblemalisiren, daß nur ein nnbranchbarerykiederschlag zurückbleibt. Wenn z. B. Moses nnier dem Verbot des Gesäuerten an Pesach die Unterdrücknng der bösen Begierde, mit dem Sehosarlo» am 9kenjahr nur die Erschütterung des Sünders gemeint luitu־, so würden diese Gesetze mit ihre»! großen kasuistischen Apparat nicht mehr Werth als das ״Hamanklopsei!" haben. — Mit derselben Geistes frische und ächl jüdischer Denknugsweise ist auch obiges Werk, das nach den übliche» Wochenabschnitten eingelheilt ist. abgesaßc. Wir sinden hier keinen Schwulst iliisrer ttiddenifcheii Prediger, die!»weilen einen kleinen Gedanken zu tausend Fäden ansspinneu, wildern den einsachen gemüthliclien Bibeltert mit »alnrtrener 9kntzan1vendn11g: nur;»weilen schien uns solche allzudeutlieh auf lokale Gebrechen anzuspielen. Die agadischen Mythe» sind nur als solche niitgelheilt und inidraschische Deutung sehr geistreich hie und da cingeftochten. Im Allgemeinen hat der Vers.

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