Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 11 (15.3.1861)
- Date
- 1861-03-15
- Page
- Seite 101 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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101 ״')(ab batte Schüler n. s. w kommen int B. nicht vor. Daß ' . bei Cie Vorträge in Cett Schulen ttitC spater in Dt’tt Kalla- Monaten auch ron ״Mannern," wie t׳S dort heißt, desticht wurden, die nicht ausschließlich dem Gelehrtenberufe angehörten, geht aus den späteren Anklagen gegen Raba beim Könige I'ervor. <B. Mezial) 'S‘■*, a.) Daß ')1ab srüher als Marktrichter ')teilen unternommen, schließt spätere Reisen nicht aus. Jost (das £. 1 :־is.) läßt Rab auch als Schnlrektor ״viel reisen, und die Wahrnehmungen. Cie R. bei seinen srühern Reisen bezüglich Cer religiösen Unwissenbeit im Polle gemacht, lassen voraussetzen , daß er auch später um die religiösen Zustände CeS Polles sich persönlich werde beküinmert habett. Das. Bezüglich der Wirksamkeit Rabs ans dem (%biete der jüdischen Liturgie gibt Tr. Fürst in s. eben genannten Werte <S. 03—60) ein mehr als sechs Seiten umfassendes Perzeichniß von Gebeten an, welche, nach thatnindtichen Cuelleti Rab zu ihrem Persasser!,alten. S. 280. lieber den Aufenthalt von Erilarchen zur Zeit R. Ascbis sagt Jost!in der ost anges. ״Gefch." S. 1!)*.): Durch ibn -- Afcbi — ward Snra auch nun Sitze der Erilarchen u. f. >v. - Das Gleiche behauptet auch Fürst in ob. W. S. 200, und sprechen dasür die vielen halachijcbcn Besprechungen der zeitgenössischen Erilarchen mit R. Abina und R. Aschi. (S. das.) S. 104 שמח; und ־ליג־> tverden unter A. von Zost (das. S. 263, den Ganoint zugeschrieben. Der Persasser des קונטרס im Sidnr חגיו; רב (Königsberg 1S45) schreibt das Geb. עריגי zu Mnssaph. von Rosch-Haschanah R a b zu; hält aber die Einsührnng dieses Geb. zum Schlüsse der alltäglichen wic der Festgebete für eine späte de Gin Achtung. — S. 200. Tr. Grätz's Kombination über R. Ratban ba-Babli als vierten Reisenden ist durch Dr. Geiger < Zeitschrift חמוריח Rr. 13) um nicht entscheidend zu lagen: widerlegt, doch mindestens )ehr erschüttert. G. bezeichnet das. zwar die ganze Konjektur: daß die vier Reifenden ans B a b v I o n i e n gekommen wären, als ״leere Einsälle", jedoch ohne triftige Gründe hingegen vorzubringen; während Gr. Gründe dasür derart ansprechend sind, daß die Ausnahme derselben in ein Vetnbmb für die Jugend geeignet erschien. Was den Schlußsatz des ganzen Buches betrifft, den der Herr Rezensent mit sonst ungewohnter Herbe ״einen weitschweifigen und weitfalligeu Satz" nennt; so hoffen wir mit Zuversicht, daß die Worte: ״Glattbenstreue jedoch ohne Vergötterung all des Schuttes und Rostes, den die vergaugenetl Jahrhunderte des Druckes und des Mißgeschickes um das Heiligtbum angehänft und ange setzt haben — keinem Unbefangenen als verfättglich und dem Jrrthume Gefahr drohend erscheinen werden. Auch dürste kein Lehrer - wenn er and' diesen Satz zu in Gegenstände eines Vortrages machen wollte, wozu er eigentlich gar nicht bestimmt ist - in Verlegenheit gerathen, wie er anfangen oder enden sollte, diesen Satz dentlieher zu machen. Er findet, ohne das Jndenthnm zu berühren des Schuttes und Rostes, in Svnagoge und Hans, im Sprechen und Gebahren deö Einzelnen genug, waö AlleS von Vielen, als zum Jndenthume gehörig, gleich den Spinngeweben und dem Staube in der Alt-Reitschule zu Prag und dem Elsässer Jargon im Tempel zu Paris, für nnantastbar gehalten wird. - Wir können auch nicht umhin, bei dieser Veranlassung — wenn auch mit geringem Bezug darauf - den Wunsch ansznsprechen : daß Diejenigen unter uns, denen das entscheidende Wort znfteht, um der Erhaltung des Judenthnins willen, die schädliche Furcht endlich einmal aufgeben mögen, daß die Beseitigung des unbrauchbar gewordenen Stückchens Maueranwuchses oder Steinchens am alten, ehrwürdigen Bau sogleich dessen Einsturz drohe, oder daß jeder Kehrbesen, bestimmt, den Staub von dem alten Gemäuer zu entfernen, fogleich zum מטאטא ר,שניר־, zum Besen der Zerstörnna und Vernichtung werde! - Wer da steht, mit welchem Ekel unsere bessere, gebildete Jugend sich von den Katzbalgereien um des Kaisers Bart, die inmitten der großartigsten, welterschütternden GeifteSkämpfe, heutzutage noch in jüdischen Zeitschriften anstauchen abwendet; wer da sieht, wie die wärmsten Sympathien für den erhabenen Geist unserer Religivn durch die ganz natürlichen Antipathien gegen die gespenstischen Erscheinungen auS einer längst begraben geglaubten, dunklen und getrübten Vergangenheit in den Herzen unserer Jugend abgeschwächt, wo nicht ganz verdrängt werden; wer da weiß, wie all diese Sünden der erklnsiv treu sich nennenden Kinder in der Regel der alten, ehrwürdigen Mutter zugeschoben und aufgebürdet werden: der wird niccht länger in Zweifel bleiben, wem der Hauptantheil am Verfalle des Judenthnmö heutzutage zuzuschreiben sei, der muß aber auch zur Ueberzeugung kommen, daß es ohne die oben genannte Aengstlichkeit, von der auch die Bessern und Befielt unter uns nicht frei sind, ganz anders um das Indenthum in dem Bewußtsein seiner Bekenner stünde! Mag der verehrte Herr Rezensent, dessen letzte Bemerkung Veranlassung zu dieser Erpektorativn gegeben, derselben keine persönliche Deutung beilegen. Ihm erkläre ich mich vielmehr zu Dank für seine vielen Bemerkungen verpflichtet, die mich herausforderten, manches in meinem Bnche unbegründet gebliebene ob befriedigend oder nicht, mögen Andere entscheiden — näher zn begründen und zu erläutern, zngleicch aber mir auch Andentmtgen zu mancherlei Verbesserungen boten, wenn der freundliche Wunsch des geehrten Freundes am Schluffe seiner Besprechung in Erfüllung gehen sollte. Wien, im Feber 1861.