Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 11 (15.3.1861)
- Date
- 1861-03-15
- Page
- Seite 102 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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102 Cinijp &r1)än}tM0m ju item Jlufffljir 3cf|11il« Äkcharili.') Von V c 0 י1 ט I t Duke s. 0. 46. Der Streit, ob das Ei oder die Henne früber war, ist in Nr1 erobius״) betrachtet. S. 48. Die Stelle von Lessing findet sich in seinem Aiitigotz, ׳') und hat ohngefahr den Sinn, daß er es nicht unter seiner Würde halt, ein Bischen aufzuräumen in der Theologie. Die Worte des Enripides ל laiuen nach H a rt ung's Uebersktzung: Komm der du dienendes Reis u. s. w. Mit dir kehr ich den Estrich rein «. s. w. Lessing hat dieses ״rein kehren" vor dem Tempel metaphorisch genommen. Man konnte als Seitenstück dazu im Hebräischen die geistreiche Anwendung der thalmndischen Worte: ״ גברי שחרליק אח:־־־ *ש־אל מ ־!המשSBcm! ein Nichtjude das Licht angezündet hat, darf ein Jude Gebrauch davon machen.ל׳" S. 48 Note 19. Die Redensart im Spanischen ״dar Culebra“ (Schlange geben) d. h. beschwerlich fallen, Hindernisse in den Weg legen, darf als seitenstuck angeführt werden. Jedenfalls ist Sage — welche, wäre sie wirklich wahr, sehr traurige Schlüsse auf den Zustand der Moral ziehen ließe, — als grundlos zu betrachten. Da übrigens sie Niemand sonst erwähnt, so beweist dieses auch, daß es erst eine spätere Sage ist. S. 48 Note 23. Die Worte l'opo's lauten so: The last <111(1 greatest nrt to blot ״die letzte und größte Kunst zu streichen." (Imitation^ 01' IJorace Ep. 1. Buch 11. BerS 413.) Eo ist oben S. 48 ein Druckfehler statt ״zu schreiben" l. ״zu streichen." mag, war diese allein schon hinreichend, die Uttterlchrer zu einer Deputation zu bewegen und zur Dankergreßung hinzurciße». Der Unterlehrcr Stand muß also bisher einen schweren Stand gehabt haben. Bei dem Umschwünge der Zeit, wo die patriarchalischen Vcrhälmissc vor tO Jahren dem französisch lururiöscn Bcrschwendcrlebcn Platz gemacht, wo das soziale Leben ein anderes geworden, ist die Stellung des Lehrers unberücksichtigt und dessen Gehalt ״ehrwürdig unangefochten" derselbe geblieben. ES gebührt daher der Komninnc Wiens der Dank aller Menschcnfrcnnde, weil sie Augen hatte für den trocknenden Leib des Darbendcn und Ohren hatte für den Schrei des Mangels. Ja die Zeit ist wie Morgcnrvth hcrangcbrochcn über den ׳Horizont der Lebrerwelt. Allüberall, in Frankreich, Deutschland, hanptsächlieh in Ungarn hat man erkannt, daß die bildende Hand des Lehrers den Meißel führt an der Form des zukünftigen geisiige» Menschen und daß dessen bescheidene, Stellung gesichert sein muß , soll er nur halbe Emile ins Leben liefern können. llnd so muß auch zu dir. arnieö Lchrcrvolk in Galizien, die Sonne der Aufbcssernngcn ersreuend koinincn, da sie einmal schon andern Ländern zu lenchten angesangcn. Was soll ich aber von Dir hoffen. Galiziens Jndenthuin, jü disehcs Galizien? Du hältst jedes Morgcnroth für eine Feucrobrnnst und möchtest gerne lösche». Wie in ('andidons Eldorado die Knaben mit den Edelsteinen hernmirarsen und mir den Diamanten und Karsiinkein Ball spielten, so werfen hier die Finsterlinge herum mit dem Wort Gottes und inisibranche» es zu Kameos und Wunderkuren. Warum über Galizien jetzt in keinem Blatte geschrieben wird? ״Es gibt Völker ohne Gcsichtsbildnng. die keine Maler. Staaten, die keine Geschichtschreiber nöthig haben." Wol gab es Zeiten, wo Galizien in manchen Theilen ans der Lethargie gerüttelt wurde. Diese sind in den kulturhistorischen Annalen dieses Landes rolh gezeichnet. So die Gründnng von Schulen in Leu,- bcrg, Brody und Ezernowitz. Aber kaum hat es einen Tag de», ״Zeitgcislc" gewidmet, w legt es sich ermüdet nieder und bei geschlossenem Auge nnd Ohre sieht cs nicht und hört cs nicht das Hämmern des Geistes an dem großen Gebäude der Welt-Aufklärung. Kann nach diesem Bilde dem Lehrer ein glänzendes ' Los zu Theil werden? Wir wollen ansrnsen ובא ציון גואל L. D e in a n t. Korrespondenz Briese ans Galizien. I. Die ״Ostdeutsche-Post" vom 20. v. M. gibt Bericht von einer Deputation der Unterlehrcr Wiens an den Hr». Bürgermeister, die ihm Tür die ihnen zu Theil gewordene Gehalts- Ausbesserung in überströmender Wortfülle Dank brachte. Wie dürftig der Gehall »och nach der Anibessernng auch sein ') S oben 40 ff. ־) ©animal. B. VII. Kap. 16. ') 2Bc1u1 wir nicht irren-, uns. Notiz darüber ist uns in diesen Augenblick zur Hand. ') Jon v. 112 ff. ') Wir glaube» dies im K. Eben«, gegeben zu haben (Eine passcndrrn Parallele für die in Rede stehende Mclaser ist vielleicht: מעולם ,1א נחעצל בחן מלהוציא אה חרש!am 2, 2. Ned.י Neuestes.! ס Wien, 14. März. Die jüngste Morgenpost bringt einen! Brief jüdischer Wähler ans Mähren, welche es als wünschenSwerth bezeichnen, daß die ׳)Bahlen für den nächsten Landtag um zwei Tage verichoben werden, indem cs für die jüd. Wähler nnzukömmlich wäre,! sich am 26. d. M. dem ersten Paßachtagc an den Wahlen zu betheiligcn. Der hier verstorbene f. k. Nolär, Dr. S ch n r g a . hat in seinem j!estamente drei Juden bedacht: Albis Pollak, seiner Sollizitator, ״in! Anerkenunng der eifrigen. strenggerechtlichen und treuen Dienste der- - selben" mit 71)00 st. Sigmund Pollak, seinen Kanzellisten mit 2000 fl.! und dessen Bruder Heinrich Pollak mit 1000 st. Unser Jelliuek sagte! IN seiner letzten Predigt :באחר בניסן ראש השנה למלביש Nicht j nach dem Monate ihres Negiernngsantritles, sondern iiach dem Mo- - nate, in welchem Israel frei wurde, zählten die jüdischen Könige die Jahre ihres Herrschcrthums, um sich stets bewußt zu bleiben, daß sie! nicht nberneinc geknechtete, sondern über eine freie Nation herrschen sollen. Druck von Siguiund Burger in Lzegcdin.