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Ben Chananja · 1861-03-08 · 10 (8.3.1861) · p. Seite 87

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
10 (8.3.1861)
Date
1861-03-08
Page
Seite 87 (sequence 7)
Language
German
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87 lauest gewünschten?(an cntc0 iu'ucu ('HMicetUHÜ'^ ball;ur?inCMihniH;; bringen in laiKii. (.9111 Hem־!? ^rfmüiuti!? h'iuu'it wir schon teil einem oa!u׳c: 111 n'elibem dnüante l'cniitr; firfi aber unsere Svnagoge? i Svnagoge und schule sint» aber lie '1'flaulüatfcn, eit־ ter io!■;;!'a unten Pflege von Innen nur?Innen betiirfen. üial'biner mii?einer »lüiien denselben den ge ist!- gen Gel'alt verleihen , afleö?lutere haben tie?(orsteher cer Gemeinte 1» nberiielnnen. (S:n1 schönes;]fefinrat kann!eieeh nur bei gleicher Ge- ׳ninnng, vereintem?birken unc nnermnteler Tbäiigkeit er;ielt wertem Mo L. E b r l i ch. Etudes 8111• les Proverhcs franeais. Par P. JI. Gnillnrd. Paris 1800. 8"?l!1ge;etgt von Leopold C 1t 11 ( 5. Wenn wir hier einige Wone über dieses fibebü interessante Werl sagen wollen, so geschieht es blos, um ans einige 1111 ntr-hirtoriube Znsamnieiihange ansinerksani;11 machen. Das Buch selbst stehe! mit der hebe. Literatur in!einer eigentlichen Verbindung. Im Diirchlesen haben wir allerlei Parallelen nolirr. Einige davon;n geben in rer Zweck dieser Zeilen. Sind Parallelen nothwendig '1 Wer kann das behaiivlen. wir am allerwenigsten. Vielleicht nur sie überflüssig. ') DaS Ueberflüssige — sagt B 0 11 a i r e — ist noibwendig. 'Wir hätten mehrere Svrüche anSgel'oben, »nt dieselben aussührlicher betrachtet, wenn wir nicht viele derselben anderseits;11 betrachte» Gelegenheit haben würden. In ״ns. B. Gebirol S.??.'I ist die Sille erwälnit, bei Hech;eilen Wai;en ansznstrenei:. <90 ist daselbst bereits die Zeile aiia Cent <9 i t angeführt:(׳ ״?Lai;en warf man ans den Fenstern." Nichr minder wird dorr ans die jüdische Sitte in Frankreich und Deutschland hingewresen, Wai;en anS;nstrenen und die biblischen?Lorke פ־" והבי dabei;!! sagen.. Wir wollen da;n bemerken, daß diese Sitte bereits im Rokeach 350) erwälnit ist mit teil?Porten יכי ה שזורקין הטין פי כין היא שיהיו פרין והבין כהטין. Daß man Wai;en ansstrenet, ist ein Wunsch smiibolisch ansgekrnckt. sie mögen so srinhlbar wie?Laizen sein/') Im ha-Man big i S.!>1. (9t. Berlinwird eine etwas ähnliche Sitte angeführt vom Stoßen der Gersten in einem Mörser eie. Die donige Stelle scheint etwas korrnmpirt zu sein. >90 scheinen einige?horte s» fehlen.?kü sic und?lehren a110;1t1'treueu, war schon in der thalmndischeu Zeit üblich. DaS הלק קליות wird schon sehr früh erwälnit. Unter gewissen Umständen hat cs auch eine eigene Bedeutung gehab:?) Der allbekannte Gebrauch von בפרות ist 11 i et) t in dem h a - M a n h i g angeführt, obwel dieser Gebrauch sehr alt ist. Gr ist bereits Ult 0<) .8) טוו־ א״הöim Namen der גאיגיש angeführt. Im ביה 8) יובף• (iOö) ist derselbe dennoch als ein närrischer Gebrauch;טגהג שטיה) be;eichnel. Das sra11;ösische Sprichwort (L. dkl)!») ״In dinhle I-art nit co([ 1)1111116“ scheint mit diesem Gebrauche in Beziehung;11 stehen. (9s bedarf dieses übrigens noch einer nähern Betrachtung. lDaS angeführte Sprichwort siittet sich in der Sammlniig von 10 Roux de Lincy). (S'benb. l.S. •40(1) ist eine Erzählung angeführt, die einen Ge- ')?׳gl.?(aralleleu in unserem Salomo ben Ge bi ro l. Z Die hier gegebene Zeile ist ans Heiteres llebenetzniig?kr. lü. ‘) Im;)ioteael; ebendas, ist auch ubon der Gebrauch angeführt daß man bei der Hoch;eit ein Geschirr;erbricht. ׳)?igl. die Stelle im Ialkn,! 1) -8 ר״ה on.> בל טי שנשא איטה שאינה הוגנה מביאן קליות ואגיזין ובו׳ '1 ..Das Per bol von Fleisch und Milch ist ein?bunter.״ d. i. jedes 1,11 sich ist erlaubt,;!naumten aber sind sie nncrlaubi tauten Schillers enthalt (in den Seinen G. G. nberirlmeben(: Jeder allein ist erträglich: >1. s. w. wir erwähnen hier dieses, weil der thalinndische?lnstruck -בשיר בה לב ר,ילוש היא (י deit'elben Gedanken cmhält. Der allgemeine Gedanke dieses khalmndischen Spruchs ist: daß zwei Dinge, wovon jedes für sich keine der Eigenschaften besitzt, die man erwartet bat, dennoch, wenn sie;nsammenfommen, etwas bilden, das Eigenschaften besitzt, die früher gar nicht vorhanden waren. Dies ist auch der Gedanke von Schiller. .,Faire d'un D.able detix״ (Gnilard S.?74(. ,.?lus einem Leusei;wei machen." Dort wird eine Erzählung angeführt;ur Erklärung dieses Sprichworts, welches dem Inhalte nach gleich ist mit dem Gerichte Götbes ,.der Zauberlehrling"... Es ist dieses auch eine jstdische Sage von dem Schüler des בעי. Wir haben kürzlich irgendwo gelesen <wissen aber in diesem?lngenblicke nicht wo), daß Dr. L.?l.?Frankl dieses vcrsisi;irt hat! Die Perwechslnng der כילאביב kömmt schon im מהרש איבה vor. (Ls beißt daselbst, ״man hat den שר של טיב tEngel des?Las- >ers) beschworen, durch ein Mißverständiiiß ist der שר '׳טל אש <Engel des Feuers> gekommen.'? — Diese Proben mögen vorläufig gelingen. Es ist ein Glied in der Kette der Knltnrgeschichte. Mit Erlanbniß der Redaklion') wollen wir auch im Dienste der Knltnrgeschichte später einige Wone über das Buch von Dr. Schindler in diesen Blättern mittbeilen. Wir begnügen uns vorlänsig den Titel dieses Buches lierzusetzen?) Noch ein Wort über die Auswahl dcö Kommentars RaschiS zum!.BuchMoseSvon (5׳. Bondi. V. X. in Frankfurt a.M.*) Das sicherste Kriterinm snr den Werth eines Werkes ist die?(erbreilnng, deren es zu allen Zeilen sich zu ersrenen balle, was mm im höchsten Grade bei R.'s Kommentar der Fall ist. Wir finden es daher auch gan; geeignet, daß Herr Bondi diesen Kommentar auch für den Schnlgebranch eingerichtet nnd alle Stellen fern gehalten hat, die für diesen Zweck nicht geeignet und das Maß einer einfachen Schrifterklärnng überschreiten. Haben wir auch in dem vorliegenden I. B. M. uns eher über;1! viel als;1t wenig zu beklagen, so wäre eS doch gan; und gar unmöglich gewesen, das agadische Element gan; zu entfernen; denn selbst bei der iiüchternen Interpretation ist Raschi dem Midrasch gefolgt, welche Quelle er nur da angiebt, wenn die?lgada dem Schrislworte einen sernliegenden Sinn beilegt, oder gerade;» widerspricht, wie dies;. B.;n I.?!), 3?. der Fall ist. Der Uebersetzer des Kommentars har daher, um reit richtigen Sinn des Raschi - LerteS;11 ermitteln, vor allem den M. Raba zu Nalhe zu ziehen, wenn Irrnngen vermieden werden sollen, welches nun aber H. Bondi unbegreiflicher?Leise für überflüßig hielt, daher sich auch in den wenigen Kapiteln, die er übersetzt hat, Irrthümer finden, die eine Rüge verdienen. Raschi;n 4, 17־ intervretirt יצא בהבנעה בגינב דעת העליונה; diese Erklärung ist offenbar dem Midrasch das. entnommen und findet ihren agadische» Stützpunkt entweder weil die Schrift des Zw. יצא und nicht יק״' gebracht, oder weil man nicht wol sagen könne: man gehe von Gott, der doch allgegenwärtig ist. weg. Diesem entsprechend interpretirr R. ״er ging gedemüligt — scheinbar in sich gekehrt — als wenn er Gott täuschen könnte"; Bondi übersetzt aber: Er ging gedemürhigt fort, 10io es der verdient, der dem?lllwissenden die Wahrheit verhehlen wollte. ") Wir haben in diesem?lngenblicke keinen טרו־יט vor. und tonnen daher tie Worte nicht genau geben. j Je ausführlicher, desto besser. Red. י, Der Aberglaube des Mittelalters. Ein?(eitrag zur Kulturge schichte. Bon Dr. H. B. Schindler. Breßlan 1858. 8". S. oben L. 0».

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