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Ben Chananja · 1861-03-01 · 9 (1.3.1861) · p. Seite 77

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
9 (1.3.1861)
Date
1861-03-01
Page
Seite 77 (sequence 5)
Language
German
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il’afta■ bewirk Hel werte» Das eigentliche Hoelkzeitofeft nivi? »mt dort am ,Freitage gefriert (')u'iuandli Masra de Llrnd L. 27.) »Iitiikimniizrii im Aekiicii׳ jiillilchn Uor^ril. Per. l)r. Curling».') Ä>ic ouccii in ׳Dole» unter t e » letzten 1( c 111.!. 11, Das vorm,11i,;e Polen .;>111 in miberen Zetten tnr tu Haurt;lifuubtft.ilte rer guten in (Mirov.i, »nt es ist rort keine grestece oder kleinere Stadt, kein Der׳, '»i ei er her et er Winhsmins, rie nicht eine oerhältnistmästige Anzal'l guten;1! Bewohnern hatte; in ier ih.1t wur te nach ter .;eioebitlichcn 'Bcrrrhnnii.; augenemmen, d>1 s! »her;»׳ei Millionen guten in Polen wohnen. Mit Grausen erinnere ich mich noch ans ,!,einer ,»iudheii rer Nutertcucknngen inte ter (.'1'rnitiamteiten, welche een (yin;elnen an ten guten in tiefem .Neui.;reiche verübt lonr-- teil , utt ס teet Blutvergiesseus , wemit man auf Anlast ter Priester »m tat, e!1 er B r feit n l ס i .ן;« ,! ן r n willen gegen sie wüihete : die lmuptsachlichste und abgefchmackieste war die. das; rie guten Morlthaten he- ,;ingen, um steh Ghristenblnt zu verschaffen, last sie in ihre Ostecluchen timii leimen. Dies war eine altgememe Mciiutug mtl eine besi-,111e in all.u latlieli'chcu Vai.ictu verbiv.Uie Vehu , lie ihren Uru׳nr..r tu glatten. S rat.ieu unc Perm.;.!! l>.n!e, vor rer 'Be! bann»».; rer guten .;nenefeit .Koni .;reichen; nur n• ei ehe ne eh neu man eh er. Meiuchen aus 1 er glaste 1e■ Pöbels tnr wahr 110״.;c.;che:i wirr. Dies wa; lie einige Anklage, lie man mit!׳,!!:crlistiger Grausamkeit gegen str vorbraclue, ni'.t rie an eh miuelst ter kycpressnn.; der Ai i v eh c nur ihrer, Obe! ans- ן eitern;11 grostem Bortl'eil .;er eichte; aber der letzte ,»euig een Pete» hat mit feinen Ministern mit einem Gioschwur hei de»! Heilig!)״!!׳! des;breites jene s.>lnll,1.;ci1 für f.ilfeh erklärt. nur feinen Willen taltiu >1>1s.;eiprochen, rast alle felelte mtd ähnliche Anklagen eerwerfen und die Urheber bestraft werten feilten. tute in allen polnischen Ländern wurde allgemeine Freiheit und Dnldnng bewilligt. gn Bezug ans Zivilisation und Berhallen der guten in Polen ist zu bemcrlen, das! sie steh .hauptsächlich durch ihre Kleidung auezeichnen, und durch reu gleist, den sie ans die hebräiieh-tlteelegifehen Studien verwenden, als ans das Stndinm des rhalmul. ter Nitualmir׳ stl echt ege setze t sie sind and, Leute een Scharfsinn, haben viele stleignn.;;11 stke fest sehen und wiffenfehaftlichen Studien, ebgkeieh das Land für selche erhabene Kenntnisse liech nicht den gehörigen kg rat der Bildung hat; sie kiefern geschickte Aerzte, Wundärzte, Oihrtoritcr n. s. w.;Sie ltahei, auch das Gute, rast jene Neptilien, die man unter dem Barnen;)iabbiiiett kennt, die in geistiger Hinsicht nicht höher stehen als die Mouche der römisch-katholischett .»irche, in diesen Laurent, gar keute Nelle spielen). Was ihre hänskichen Befehästignngen betrifft, fe treiben die Neichen einen anSgebreiteten Gros,- und Kleinhandel; manche haben '■Brät,erriet n!td Breitnereieii von allen Arten: manche find Zöllner und Gastwirthe; die ärmere Klasse treibt alle Arten mechanischer Gewerbe vom Hnsschmied bis;um gnwelier, kur; sie;eigen sich in allen ihren Befchäftigungen lhätig, sind züchtig, bescheiden und mastig in ihrem *) Der Grzähler des felgenden ist der Künstler Sam. Bettet siehe Nr. I. häuslichen heben lobgleich etwas nnreinlifh mir ohne den rechten A» stand tu ihren Wehunnge»), pünktlich in 'Neligienssaeheii, gesellig, gastfreundlich nur artig, betontere gegen greinte jedes Glaubens. 33. K a t h arin a II. und di e g tt d e 11 v 0 n P e l e n. Als im gahre 177 5 die erste;heilnng Polens stattsand, kam ein grester!!׳eil tiefes Landes unter russische Herrschaft. unter den Scevter der mächtigen nur weise» Kaiserin Katharina II. Dieses nett erbeutete (»ebiet lwelches mein Baterlant ist) wurde in zwei Departemente getheilt, nämlicl׳ Peletzl mit M'ehilesf. Die längst anfästigett guten tu dielen zwei Departemeitten wurden nach der BevölkernngSliste der Negierung auf -40,11110 stetterestichtige Familien berechnet, allste,׳ ter (»eistlichlcit nur den armen Familien, welche een Stenern l׳cfreut sind. Nachlem die Besttzergreifnug stattgefundeu liatte, wurte den llutertl'auett jedes (sי(a 111’011 et0׳f0uttn11ffc-A eine allgemeine und gleich,״.! stige greiheit bewilligt. 'Aber im?!,ihre Uni» wurden in diesem Lande Minen gelegt unter das Haus Iakeb'S; die alte geiurseligkeit der Katholiken gegen die gncen war noch nicht vergessen; Berschwörnngen wurden ,111,;einenneu;wischen len polnischen Aleligen und Bernehmen, dem rnsfischeu General, de» Geueernenreii nur 'Dberiutendanteu, um die guten ihrer greiheiien zu berauben, unter dem Borwande der .;rosten 'Berrheilc, welclie dadurch teilt Ate", den Boruelunen »nt sogar der ,»'rette telbft;nwa.I'se» würden. Bei dem ersten Angriff wurden sie ihrer Bränereiett Brennereien, Zoll׳ uttc Gasthäuser n. s. 10. beraubt, was einen grosten;!׳eil ihrer <»e sch äste ansm.ichie:!ich selbst war unter geueu, welche lurch liefe Nenernngen litten);.infende een gamilien wurden in Armnil׳ gestürzt, weil man ihnen ihr gewöhnliches Geschäft .;citoiiititott hatte; allster!cm sauren noch andere 'Nenernngen statt in Bezug ans Hanlel, Hautwecle n. f. 10. Aber der Sturm, den mau auf ihre;lwologie, ihre Sitten nur ihr gutes Gewissen unternahm, war ihnen Schrecklicher als Cer frühere Angriff; es tourte beschlossen, fortan 10erer ras Zengni,! eines gnren an;nneh!»e1t, noch einen solchen;111״ Gide bei irgend einem Gerichtshöfe;»;nlaffen. Was war da noch zu erwarten, als eine allgemeine Bernichtnng. Die Folge war, das! eine Provinzialverfammlung dergnden beider Deparlemeute gehalten, eine Subskription eröffnet und eine Verhältnis; ״lässige Beisteuer zur Unterstütz!!».; des Planes auserlegt wnrre; vier Deputirte nur zwei Sekretäre erwählten sie ans ihrer Mitte, um sie zur Berte eh Hing ihrer Sache an re» Obergerichtshof und das ,»'abinet;» Petersburg;n senden. Die Depntirten .machten dem Hose Borsielinngen und bewiesen, das; der grostte Dhetl der Steuern, die (Siltfi'uifte von den Zollhäusern beider Departemente hauptsächlich von dem ausgebreiteten Hantel rer gnden 0״ In- und Anslanre herrührten, das! das Ginlomme» der Stätte auch von den Bränereiett n. s. w. käme, die in den Händen der Bürger. und;war gröstkentheilS der Inden sich befanden: dies; würde aber durch die Netternng vernichtet und somit der öffentliche Schatz verringert werden. Kur; die Gewandtheit der Dei'ntirtett wustle die geneigte Aufmerksamkeit der Minister dieses Hofes zu gewinnen, und die Sache ward in Grwägnng gezogen. Unmittelbar daraus erging ein Befehl an den General-Gottveritettr (damals Peter Bogdanowitfch Paffikoff) und au mehrere Oberintendanten, vor dem Hefe zu Petersburg zu erscheinen, um über jene Neuerungen vollständige Geläutert״,.; zu geben, die dagegen gentachteu Ginwürse zu beantworten und die Gründe der Herabsetzung des moralifchen und bürgerlichen Gharalters der Juden anzugeben. Da die Antworten trocken itiib ntager ausfielen, und zu den anfgeworseueit Fragen nicht paßten, so that die gnädige Kaiserin dem Geueral-Gonvernenr ihre WilleuSmeiuuug in folgenden Worten kund:

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