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Ben Chananja · 1861-03-01 · 9 (1.3.1861) · p. Seite 76

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
9 (1.3.1861)
Date
1861-03-01
Page
Seite 76 (sequence 4)
Language
German
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<(5. H. Nama .ל.ל.!.>, n^afncnD anfovöu'0 einige Jcit vor der Training eine feierliche Kopfbedeckung oder Verschleierung der Braut skattsindet (Bajith Ehandaseb E. H. c. 60. Petb Schinuel .ל. .ל,ר), (sine selche zeremonielle Kopfbedeckung ist auch bei deii Persern üblich, ״(sine Verwandte des Bräutigams", heißt es bei Badenstedt (1001 Tag u. f. \0. S. 293), ״n!bet die Braut in die Milte des Zimmers, bedeckt sie mit de» Sebawl, und steckt ihr den Verlobuugsring an den Finger." Nach inebrere stark an die ramisck'e Titte auklingeiide (Gebräuche siudeu siel, in Deutschland. Der Braut geben Fackelträger voran, mit Hiudeuluiig aus die leuchtenden Blitze bei der Offenbarung am Sinai <N0keaeb 8- .'jn.'j). Aueb bei dem romiiebeu Brautzüge dursten kie Tackeln nicht seblen < ׳. (übler sieeailrr. T >. -- Vlm Hanse des Bräntig. augelaugt, kömmt derBräutig. der Brant enigegen sasit ibre, Hand und führt sie an der D bei schwelle seiner Haustbüre l Naieach a. a . O.). Quirlt ramise!׳em Branche bestreicht die Braut die Thürpsosten mit Del, nur der Bräutigam hi'l't , die Brant über die Sebwelle des Hauüs < (übler a. a. O. Haus des Bräutigams führen )011, weil in dieser Stunde die Planet Venns (4<זר walte ts. Scholien i. S. 1461. Auch naeb den orientalischen Astrologen ist Freitag der günstigste Tag sich zu verheiraten (s. Hammer Uebersiebt der Wissenschaften des Orients S. 4791. - In vielen Gegenden wurde es auch festsiebender Brauch nur bei zunebmendem und nicht bei abnebmendenl Monde zu beiraten, ivas in dem allgemeinen Aberglauben seinen 00,,!חי lut, »ach welchem man glaubte oder noch glaubt, da!: alles bei znnebm. Monde besser gedeibe t (V H. (4. 3. Nauia T T. (79. 2.) Braut und Bräutigam sollleit aueb am Hochzeitstage bis zum Abende, oder wenigstens bis naeb der Trauung fasten, und dafür wurden verschiedene Gründe angefübrt. Narb Nokeaeh (a. a. C. >, toeil es bei andern wichtigen religiösen Zeremonien, wie Sebosar, (ulab n. s. u\ ebenfalls ubliii' ist, vor Erfüllung derselben leine (!alvmngs mittel zu!ieh zu uebmen. Andere geben als Motiv an, damit das Brautpaar den Ernst und die bobe Mi einig teil des Tages beim unmästigeu Genüße der Speisen und Getrünke Weiss. .ldostk. S. lOl!>). - Nael> den Tegenssvrüei'en gibt »lau dem Brautpaare Honig und .staie zu essen, was eine Hindeuiung sein soll aus den Vers: ׳־־: דרה '־'2 :־־ יגו ( lchtin. '!. l l. No krach a. a. O.>. Tn Nom asten Brant und Bräutigam einen Speltkuebn! gemeinschafiliel׳, zum Zereben des gemeinsamen (ebens (Meist, Eostk. a. a. Da. — diael׳ der Zeremonie uabmeu Braue und Bräutigam ans einem für sie bestimmten Nubebeue Platz ( Tor (s. H. 02). Das römische Brautpaar fast wahrend der Dauer der seierlieben Handlung aus zwei dicht nebeneinander gestellten, mit einem Teil bedeckten Stüblen lWeist, a a. O.-. — Wenn aber nach unserem bereits mebrsaeb angeführten Autor l siiokeaelל.ל.3 .8 ׳), der Bräutigam beim Herausgeben aus der Svnagoge, am ersten Sabbat naeb der Hochzeit, der Braut Mantel, Gürtel und H»! in den Schoost legre, gleichsam als Unterpsand für die ihr zugesagte Morgengabe, so erinnert das offenbar an die Sitte der alten Germanen, von denen Tacitiis (de denn. IM sagt: ״Riebt das Weib dem Manne, sondern dem Weibe der Mann bringt die Morgengabe." Zugegen sind die Eltern und Verwandte, welche die Geschenke prüfen, Geschenke nickst zu weiblichen Tändeleien erlesen, noch womit die Neuverlobte geschmückt werde-, sondern Rinder, ein gezäumtes Rost und einen Scbild nebst Spiest und Sebwerdt. Gegen diese Geschenke empfängt er die Frau." Als Hochzeitsrag wurde jetzt, ganz abweichend von der thalmudischen Sitte, fast allgemein der Freitag (dies Venen*') gewählt (s. Tor C. H. 64 Darke Mosebe daselbst Rokeach a. a. O.). Letzterer unterlästl nicht zu bemerken, daß man die Braut gleich in der ersten Morgenstunde in das Zuckst vergehe. Noch Andere meinen, das: der Hoelizeitsiag für Braut und Bräutigam ein Versöbnuugstag sei an dem!!!men Gott ihre künden vergebe, und darum müsse dieser ZLag, >vie der wirkliebe Veriölmuugstag von ibneu mit Tasten begangen )verden < ist H. 6 l. l. Bet!׳ Selmiuel >. D lese letzte Ansicht oerulu, wte es stsiemi aus einem Mistoersr. z denn allerdings sag! eie Gemara l.!1׳I1-.׳i,mli! 1,.!. 7Z׳״x xwdw;7קי aber die,es;נזהפקקי bedeutet naeb Nasch! und Arueb, verstopft oder verlegt werden «v. stst-4, d. b. der Mann, weteber verbeiratet ist wird nicht leicht in Perm - chnng kommen zu sündigen, es ist ibm der Weg zur Aussebweisnug verlegt; von einer Versolstiung oder Vergebung ist jedoch keine Nede. Trotzdem hat der Usus es nicht beim Faston bewenden lassen, sondern auch das Lüudenbekeniio »ist (לידוי) berbeigezogen und bat damit der Litte einer andern Religion sieb genähert, welche aus ganz andern (Gründen ein SündenbekeniNnist vor der Trauung vorschreibt. —• -- Von Frankl, welcher in Jerusalem einer Hochzeit beiwohnte, erfahren wir in dieser Beziehung nickst viel Neues, auster etwa, das! Braut und Bräutigem über eine Schüssel aus der zwei mit Schaumgold und Schaumsilber überzogene lebende Fische lagen, schreiten mnstten, während die Anwesenden ihnen den biblischen Wunsch ״ פרז ורביSeid fruchtbar und mehre! euch" brachten t Frankl nach Jerusalem 2. S. 126). — Der Trauhimmel bleibt dort, im Hause der Braut sieben Tage ausgestellt, und die Neuvermählten empfangen unter demselben sitzend, die Glückwünsche der Freunde (Schwarz d. h. (and S. 341.) — Von Marokko erfahren wir, daß dori am Tage vor der Hochzeit mit großer Feierlichkeit das Rind für den Hochzeitsschmaus geschlachtet werde, wobei die anwesenden Gäste mit Rüsten, Mandeln mit frischem

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