Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 8 (22.2.1861)
- Date
- 1861-02-22
- Page
- Seite 69 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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69 Änmerkunge 11. ') Manches über diesen Gegenstand zn einer andern Zeit. ג) Ts ist dies in einem Gedichte übcrschricben ״Charakter der dcntschcn Dichter" niedcrgclcgt. Dieses Gedicht ist thcilweisc bei Freil,gratis in verschiedene Stücke getrennt abgedrnckt. ') Uebcr Knust Wörter überhaupt haben wir manches im zweiten (noch nngedrucktcn) Heft unseres Ben Gcbirol mitgcthcilt. 4) Tachkemoni. Cap. 18. ') Vgl. darüber weiter nuten. ל Kcrcm Chcmcd IV. S. 83. ל Uber den poetischen Walinnnn, wovon die griechischen Filosofen sprechen, vgl. Müller Geschichte der Kunst S. 42 11. die Noten am Ende des Buches. ל Nachal Kedunim S. 22, Nr. 20. ל Kerem Chcmed IV. S. 85. Im Thalmud ist irgendwo die Fräse אין אלו אלא דברי ״ נביאותcs sind dies Prosezcinngcn." Es wird damit etwas bezeichnet, wofür der Behauptende keinen Grund angibt, sondern wie ein Orakel spricht. Der Leser crrinnert sich an Faiist'S Worte ״als diktirt es euch der heilige Geist" (Wir bedauern, daß wir in diesem Augenblicke nicht angeben können, wo diese thalmndischen Worte sich finden). sS. Ernb. 60, 6. und d. das. angcm. Parallclellen und Tos. das. Red.! ") Dietrici: Sufecdaulla 11. Mutanabbi k. Berlin 1847. S. 76. u) Ozar Ncchmad II. S. 8l. ,ל Uebcr die Fräse ™פדות נסשי נסשי פד haben wir bereitS manches in Frankels Zeitschrift angemerkt. 1859. S. 194. ") Der thalmudischc Ausdruck עשה רושת hat dem Dichter hier vorgcschwcbl. 'ל Essay of criticistn v. 13. 14. ״i) Uebcr שירי יתומה vgl. unsere Notiz in Frankels Zeitschrift 1859. S. 286. Es mag hier noch der Ausdruck מלמולא יתמא (Sanhedrin 24 B.) hinzngesügl werden. Das בילה יתומה> haben wir im Nachal Kcdumim S. 17 abgedrnckt. 'ל Es mag hier auch gelegentlich bemerkt sein, daß uns die Worte bei IManuel (Kap. 19) ושמעת הבתוב בתהבמומ nicht im Tachkemoni begegneten. Es ist ein Ausdruck für irgend ein Sentenzenwerk. Ans solche fingirte Bezeichnungen haben wir bereits im Schirr Schlomo (S. 9 der hebräischen Beilagen) aufmerksam gemacht. 'ל II. S. 130. לי a. a. 0. ¬ל T rench: Select Glossary e. t. c. London 1859. S. Art. U n i o ». Sprüche Salamon's Kapitel 6. Von De. Moritz Rappapvrt. 1. Wenn für den Nächsten Bürgschaft du getragen, Für einen Fremden haftend eingeschlagen. 2. Bist du durch heil'geö Ehrenwort gehalten, Durch des Versprechens zwingende Gewalten. 3. Dir bleibt nur eins mein Sohn? dich zu entringen, Gcrathcn bist du in den Nächsten Schlingen; Eil! stürz' hin! mußt ihn unaufhörlich zwingen. 4. Nicht Schlaf darfst du gewähren deinen Blicken, Nicht Schlummer darf die Lieder dir erquicken. 5. Such' Rettung, wie der Hirsch aus Jägerhand, Und wie der Vogel ans deS Fängers Band. 6. Du Mann der Trägheit! geh' doch zur Ameise, Erforsche ihre Pfad' und werde weise! 7. Kein Vorgesetzter ist ihr strenger Hüter, Sie lenket nicht ein Vogt, nicht ein Gebieter. 8. Und denkt im Sommer schon sich zu ernähre^ Sich Vorrath sammelnd in der Zeit der Aehren. 9. Wie lang v Fauler! willst du träg noch liegen? Wann hörst du auf dich süß im Schlaf zn wiegen? 10. Ein kurzes Schläfchen, nur ein Schlummern leise, Die Hände dann verschränkt in träger Weise. 11. Nasch wie ein Räuber faßt dich Armuth wild, Der Mangel, wie ein Krieger ftahlumhüllt! 12. Der Mann des Unrechts, Tück im Herzensgründe, Wie frech er wandelt mit verzog'nem Munde! 13. Sieh' nur sein Blinzeln, und der Beine Regen, Die Finger, wie sie winkend sich bewegen. 14. Im Herzen Trug, zum Unheil stets bereit, So immerdar ist Hader sein Geleit. 15. Doch auch so rasch wird Unheil ihm zn Theil, Gebrochen liegt er da, und ohne Heil! — 16. Sechs Dinge sind es die die Gottheit haßt, Und sieben ihrem Sinn ein Gräuel fast: 17. Die Augen stolz, der Mund von Trug entflossen, Die Hände, die der Unschuld Blut vergossen. 18. Das Herz, die Schmiede ruchloser Gefühle, Die Füße, die nur Bosheit jagt zum Ziele. 19. Wer Lügen brütet für den falschen Eid, Der Zank und Zwietracht unter Brüder streut. — 20. Gebot des Vaters wahr' mein Sohn! gar treu, Der Mutter Weisung dir stets theuer sei. 21. Daß sie an'ö Herz geknüpft eö stets umwinden, Du sollst sie innig um den Hals dir binden. 22. Sie leiten deinen Schritt; ruhst du — sie wacht, Erwachend fühlst du neu der Weisung Macht. 23. Gebot ist eine Leuchte, Lehre Licht, Des Lebens Weg, der Quell von Zucht und Pflicht. 24. Dich zu bewahren vor dem Weib so schlimm, Und vor der Fremden lockend süßer Stimm. 25. Nach ihrer Schönheit trage nicht Verlangen, Laß dich in ihren Wimpern nicht verfangen. 26. Die Buhlerin bringt Dich um's letzte Brod, Der Ehebruch bringt Deiner Seele Tod. 27. Wer kann in seinem Busen Feuer tragen, Daß nicht die Flammen durch die Kleider schlagen? 28. Kann Jemand über heiße Kohlen rennen, Und dennoch sich die Füsse nicht verbrennen? 29. Und also wer des Nächsten Weib verführt, — Nicht bleibt der ungestraft der eö berührt.