Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 7 (15.2.1861)
- Date
- 1861-02-15
- Page
- Seite 59 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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59 Glaubensgenossen nicht vergessen, sondern dieselben geistig und materiell ÜU heben suchen, durch Wort und That in Nah und Fern Gutes spendend! Indessen wollen wir hier keine Lobrede dieser hochherzigen Dame halten, sondern uns bloß aus unser Ziel, das Buch dem jüd. Publikum vorznführen, beschränken. Das »ns vorliegende Buch enthält eine Sammlung von 27 kleinen Reden, die sich durch Einfachheit und Gcmüthlichfeit auozcichnen. Die 1. Rede mit dem Psalinvcrse 145, 18 beginnend, bildet den Eingang und handelt von Gott, dem Urheber und Schöpfer des ungeheueren Weltalls. Wir dürfen daher in allen unsere Hoffnung setzen. Die Reden von 2—8 ergehen sich in Betrachtungen über den Sabbath und die jüdischen Festtage. Die Reden von 8—25 sind moralische Betrachtungen, die. theils an biblischen Bcrsen, theils an fonstigcn moralischen Sprüchen anknüpscnd, überall tiefe Neligiösität ath. men. Die 25. nnd 26. haben die Kindhcitj und das Alter zn ihrem Thema, und die letzte die Kürze des menschlichen Lebens. Die Sprache ist überall bilderreich und schwungvoll, und wir können nichts so sehr wünschen, als die möglichst weite Verbreitung dieses Buchesdenn obwohl die homiletische Literatur in neuerer Zeit Vieles nnd AuögczeichneteS geleistet hat, so ist doch niemals darin die noch unreife Zugend berücksichtigt worden, sondern Inhalt nnd Form sind weit über dem Horizonte der jugendlichen Auffassung. Dieses Buch soll daher in keinem wahrhaft jüdischen Hause fehlen, nnd Lehrer nnd Hausväter würden sich um unsere weibliche Jugend wohl verdient machen, wenn sie dasselbe als ein Familienbuch znr Erbauung an Sabbath- und Festtagen cinsührrn ließen. Obwohl diese Reden bloß für die weibliche Jugend geschrieben find, so ist doch deren Inhalt mit Ausnahme vielleicht einiger so bcschaffen, daß auch die männliche Jugend sich daran erbauen kann; und besonders wäre die weite Verbreitung dieser Reden in Galizien in einem rein biblischen Hebräisch — da diese Sprache den Juden daselbst geläufiger als die deutsche ist -- zu wünschen. Der sehr gewandte hebräische Schriftsteller, H. Salomo Rubin, unterzog sich daher dieser Arbeit. Nch. Landes. Literärische Äiyeigeu. Catalogus Cod. liebr. Bibi. acad. Lagduno-Batavae Auetore M. Steinschneider. Leyden 1858. 8. Beschr. v Leop. D n ck e S. Die Leidncr Bibliothek hat keine sehr große, aber eine sehr gewählte Saninilnng von hebräischen Handschriften. Dieselbe ist bcsondcrs für karaitische Literatur sehr wichtig; sie besitzt aber auch sonst einige Werke von großer Seltenheit z. B. das חותנם תכנות von Abraham Bcderschi (בדרשי) , welches jetzt von Gabriel Pollak in Amsterdam gedruckt wird und a. m. Dieser Katalog, über welchen wir jetzt einige Noten hichcr fetzen wollen, — eine eigentliche Rezension zu schreiben liegt jetzt nicht in nnserm Bereiche, — liefert viele lehrreiche literärische Notizen. Es ist unser Zweck, die Anfmerksamkeit darauf zu lenken. Das Eine nnd das Andere wird bei Gelegenheit bcigebracht werden. Der Katalogist hat auch manche interessante Stellen ans den Handschriften mitgetheilt, welche literaturgcschichtlichcn Werth haben. Manche derselben scheinen dem Verfasser nicht klar gewesen zn sein, wie sich zeigen wird. Manches Wort und manche halbe Zeile, die angeführt sind, bättcn entweder erspart werden können. oder vollständig angeführt werden sollen. Dahin gehören S. 17!) allerlei Wörter die dunkel sind durch Form und seltsame Zusammensetzung. Ebenso S. 11)6 die theils hebräisch theils arabisch sein können. Die Karäcr haben seltene Wortformen gemacht. die wenn auch hebräisch, doch so fremd wie arabisch erscheinen. Viele sind wirklich ächtes biblisches Hebräisches z. B. ]IXDp 1 wir wissen nicht warum *5 daselbst angeführt ist. Ts hätte eine ganze Fräse folgen sollen, damit man wisse, was man damit machen soll. S. 212 sind ebenfals allerlei Kunstwörter aus der Logik des ר' שמריח angeführt, die an sich sehr unverständlich sind, die aber noch erschwert werden durch die abgebrochenen Citate. ר׳ שמריח stehet in der Bildung von hebräischen Kunstwörtern den Tibonidcn sehr nahe. Manche seiner Kunstwörter sind gar zu sklavisch nachgcbildct nach dem Lateinischen. So z. B. 8 u 1) 8 t a n 3 ist übersetzt: שסלה עמד Es ist das lat. לשון גרמטקו ins hebr. übersetzt. (Ueber diesen Ansdruck vergl. uns. Notiz in Frankels Zeitschrift 1859 und Sachs Beiträge I. S. 161.) Der Vers, hat außer den zerstreuten Stellen in dem Kataloge selbst, zu Ende desselben auch einige Auszüge gegeben, die für die Litnrgeschichte interessant sind: unter Anderem das Vorwort des מהכימת סתי so wie ein Stück aus der Logik des R. Schemarja und ein Stück des הנהגת חמלבות• In allen diesen Proben ist das ״sie" reichlich vorhanden, lieber die Auszüge selbst und ihren inner» literäri scheu Gehalt ist hier nicht der Ort zn reden, bei einer und der andern Gelegenheit werden wir manche derselben betrachten. W r lassen hier einige hebr. Worte des Hanh. ha-Malhnth solgen: נוסה הכתב ששלה מהבר הספר אל מלך פראנסיא הון פיליפו אשר לבקשתו הובר זה הספר וחברו ממאמרי .הפילוסופי׳ ובפרט ממאמרי אריסטז In den Zeilen כי נראה שהאלוה שהוא יכול על כל אשר במלבושו יש זה הנוסחא כתוב אדון הארוניס fehle« zwischen v. W. עלכל tt.אשר במלבושו augenscheinlich einige Worte. Das •במדבושו אשר selbst erinnert an die Muss. ha. Filos. Hanptstück I. Absch. 5, worin mehrere Sprüche von Philosofen ansbewahrt sind, welche dieselben in ihren Gürteln getragen haben sollen. Einige zerstreute Bemerkungen möge»-hier• noch folgen. S. 189 ist das :ספר אבי טוב genannt. Es ist wohl אהיטוב dessen ס׳ הטנא sich hier befindet; es ist nnr etwa ein Blatt stark. Wir haben noch nicht Gelegenheit gehabt nachznsehen, ob sich die angeführten Worte darin finden. S. 376 finden wir die Worte השביע אסף את תלמידיו• Wir haben in Frankels Zeitschrift 1859 (S. 202) die Schwurformet desselben gegeben. S. 387 finde! sich der Name אליא היתוט Wir haben über diesen Gegenstand mehrercs in der genannten Zeitschrift 1859 (S. Bl. Note 7) mitgetheilt. Ueber das Unpaffende, das lateinische Wörtchen ״sie“ j״ |je(,r Stellen zn setzen, haben wir bereits früber (o/nr nuoimmncl II. S. 169) aufmerksam gemacht. Es ist uns auch dieses unglückliche Wort in diesem Buche oft begegnet. Mit diesem ״sic“ wechselt auch zuweilen ein Ausrufuugszeichen ab. Genau betrachtet geben dieselben einen Beweis, daß der Katalogist in der Schnelligkeit die kopirtcn Stellen nicht immer verstanden hat. Wir wollen ans einige derselben hier ausmerksam mache». Es sind zuweilen Bibelstellen, oder Anspieluiigen darauf, welche der Katalogist verkannt hat. So z. B. S. 187 ויד ברא das. welches Ezech. (21, 24.) sich befindet. S. 355 ושעורה נסמן (Jcs. 28. 25.) S. 128 die Worte בני גיליס של מתן תורה ist das בן ג׳לו ein thalmndischer Ausdruck S. 179 לראות פניהט ומתקזששים ist nach התקוששו zusammen gemacht. Die Worte שקר יכזב אל (אין) לו ראש ולא erinnern a» das שקר אין לו רגליט רגל (vrgl. rabb. Sprachsünde S. 55 Nr. 168. Manche Autoren haben allerdings nicht) das eleganteste Hebräisch gehandhabt-, cs ist aber doch Hebräisch, ob auch inanche schlechte Konstrnklion oder manche uiigramatische gebildete Wörter des Lesen crschwereu. So z. B. die Worte (S. 584) אשר טרה עצמו בו לקמט נפשו: das) קמט ist biblisch und thalmiidisch zugleich. Ebeud. פי על ראופנו הושמו!) nach Sehr. 25, 11. gebraucht. Solche Stellen, dif