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Ben Chananja · 1861-01-25 · 4 (25.1.1861) · p. Seite 32

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Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
4 (25.1.1861)
Date
1861-01-25
Page
Seite 32 (sequence 8)
Language
German
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32 1uit [יcסןutau Zeichen ocrfchcu nur. l׳io und tu störend. Wic wir vornehmen soll in Wien der Sisra mit tcm bunt!christlichen Kommentar des ראב״ד lictrmft Worte». Vir wünschen , tust tio Ausgabe knntigen Haut0» anvertraut werte, »nt tajs man für teil tort!owobl tio Hantschrist 01111 ■׳(» ter (ücfi^ai f. f. Hotbibliothek wie ton לקה םיב des Nab bi lobia bell Glieser au!? Main;, ter 11'erat Kohani»! durch gängig in feinem ('ommnuar aiifülut, benutzen möchte. fl »ob dürste ter Giutbeilnng des Sisra in CHCC (auch כ'בי״תא unt (כעילהא פרשיות »nt פרקים »>ol,r kritifche ^onyalt gewidmet leert ei! alt co in alter bisherigen Gtikioueu geschehen ist. Geschichte der Juden in Spanien und Portugal. Von Or. M. Kavserliug. Erster Theil. Berlin. Verlag von Julius Springer. J8H.L 8. XII. 224. Der vorliegende Theil liat auch ton befouteru Titel: ״Die Inden in Navarra, ton Baskenläntern und auf teil Balearen." Die erste Abtheilnng ta? Werke!? ist bou Juten tu Navarra (3 — 110), tio zweite denen in tat Baokeiilauteru (IIU—153), tio trifte teuen auf ton Bakeareii (153—224) gewidmet. 41 r. K. bat scholl durch feine früheren Schrtsten voligiltige Beweife seines gründlichen Stttdintns ter spanisch-jütischen Geschichte geliefert, lind ter vorliegende erste Theil einer ausführlichen Spezialgeschichte der Juden auf der pnrcnäischen Halbinsel eiilfvrichl ganz den Erwartiingen, welche mau von den Arbeiten eines für feinen Gegenstand mit so vieler Liebe erfüllten Forschers zn hegen berechtiget i>t. Die altere politische Geschichte der Navarreser Inden (3—47) zeigt, wie deren gleichzeitige Geschichte in anderen Ländern, den liebergang ans einem mehr oder minder freien Instante in einen mehr oder minder traurigen Zustand der Befchränknng, Ausschließung und Unterdrücknng- Die von flloufo el Batalladvr (erste Hälfte des 12 Jahr- Hunderts) gebebenen Gesetze benrlnndcn einen Geist der Dnldsamkeit, welche ״lanni in einem anderen Lande Gnropa's nicht allein in jener, sondern auch in späterer Zeit herrschte. Der Jude war ebenso wie der Maure, dem freien christlichen Bürger gleichgestellt, und der Bekenner des jüdischen Glaubens genoß Jnsanzonenrccht in der ganzen Bedeutung des Wortes (S. 13)." Die Kirche und der kirchliche Geist lonnten aber so duldsame Gesetze nicht dulden! Schon im 13. Jahrhunderte erhob die jndenscindliche Neaklion ihr Haupt, sie ging von Gregor IX. ans, welcher allch die Negierungen in Deutschland und Ugarn ermahnt hatte, die Inden mehr einznschränken, lind von dem die Prälaten in Frankreich und Spanien ersucht worden waren, den Inden den Thalmnd zn nehmen. Gregor suchte nun auch bei Theobald 1. von Navarra mit seinen jndenseindlichen Bullen durchzndringen (S. 22). Die bittern Bersolgnngen, die die Navarreser In- Inden von 1321 bis 134!) erlitten, stnd anssnhrlich geschildert (36— 44). Hieraus folgt: der Inden Navarra'S Hantel und Berkehr (47— 72); innere Ginrichtnugen und Literatur (72—00) und die letzten hnndert Jahre (00—110). In dem vorletzten Kapitel sind mit vielem Fleißc und mit sorgfältiger Benützung der neuesten Forschungen die navarresisch-jüdischen Schriftsteller namentlich angeführt, und deren Werke angegeben. Den Neigen eröffnen Benjamin von Tllteta, der Ncisende, und Abraham b. Samuel Ablilasia, der Mystiker, welcher erst durch die Forschungen Landaner's und Jelliuet'S an's Tageslicht gezogen wurde. Auch eineil resormistiich gesinntell Nabbincn haben die Navarrcsen ansznweisen: (> hajji m G alip a p a in Pamplona (1350), L;cgediu, Vrrln!) von Tlgmnild Unrgrr. welcher keinen Anstand nahm, das Kämmen des Haares am Sabbat zu erlauben, und den Genus! des Nintkäfes bei Nichtjnten frei zn geben. Jsak b. Scbeschet ui Saragossa machte ilnn wegen dieser Jntnlgenz bitterc Borwürse. ״Du behauptest", sagt er unter Anterem, ״daß man beutzutage das, was an sich erlaubt ist, auch öffentlich als solches bezeichneu dürfe, intem bei ter allgemein verbreiteten Kenntnis! des Neligionsgefctzes tie srüber obwaltende Nüeksicht ans nnknntige Idioten nicht mehr vorwalte. Allein ich betbettere bei meinem Leben, das; in meiner in Israel so sebr hervorragenden Gemeinde das Gebot ter Lanbbütteil so sebr vernachlässiget wird, das! sich Biele damit begnügen, aut erstell Festabend das Kitt, in ter Latlbhütte zu hören, und solches geschieht ailch in den übrigen Gemeinten Arragoniens!״ Doch gibt :)f. Jsak zn. daß tie Abstellung des Kol Nitre sehr wünschenswertb sei, mit daß dasselbe in ganz Katalonien nicht rezitirt werte (N. G. A. 314). In wissenschastlicher und sozialer Beziehung ragte besonders Joses Orabnena bervor: er war Oberlantesrabbincr von Navarra. Leibarzt bei ton! Könige Karl 111. und Lebrer des Prinzen Leonel de Navarra. Die Inten in den Bastenläntcrn haben ter indischen NeiigionS- und Literaturgeschichte keinen Stoff geliefert. Doch gab eS auch unter ibnen berühmte Aerzte. In Bitoria war ein Abralia», StadtsisiknS (2. Hälfte des 15. Jahrb.); Glias Montalto, Bors, niebrerer inedizintscher Werke, war Leibarzt bei Maria von Medizis-, er starb 1615 als königl. Nath. Die baSkisch-jütische Geschichte schließt der Bersasser mit den Worten: ״Die polttiscben Verhältnisse ter Inten nt den stattzö st schon Baskenläntern befferten sich von Jabrzebent zn Jahrzehend, bis zu Anfang unseres Jahrhunderts mit dem Auftreten des korsischen Kriegsnieisters tie Morgenröthe jener herrlichen Zeit ter Freiheit und der völligen Gleichheit für sie ansging, der Frei!,eit und Gleichheit, ans welche tie Inden des freien Deiltschlands schon so lange, und wer weiß wie lange noch vergebens hoffen." Die dritte Abtheilnng beginnt mit einer fast voetischen Schilderillig der Balearen, ter goldenen Inseln der Alten, ans welchen sich schon im zweiten Jahrhundert sollen Inden niedergelassen haben. Ans die Schilternng ihrer guten und bösen Tage folgt die ihrer Literatttr und ihrer inneren Zustände (166—177). Die Darstellnng des Geschickes der Ncnchristen bildet den Schluß, lieber tie innern Zustände der Majorkaner hätte aits den Sainmlnngeii der rabb. Nechtögntachten noch manche Notiz herbeigezogen werden können, wir beschränken ttttö ans Sal. b. Addreth Nr. 1205. der Wiener Ausgabe hinzuweisen. Wir wünschen, daß die vorliegende, dem hochverdienten Albert Golm in Paris gewidmete Geschichte, die als eine wahre Bereicherung der jüd. Spezialgeschichte zn begrüßen ist, die weiteste Berbreilnng finde und dem Hrn. Vers, tie ansntnnternde Theilnahme werde, welche er verdient. Die Ausstattung ist sehr schön. I « s c r <1 t. 2 0111111 r 0. (2) An der Beßprimer israel. Hauptschule ist mit 1. April l. I. eine Klassenlehrer-Stelle, mit dem Jabresgehalte von 400 st. osterr. W. zn besetzen. Bewerber um diese Stelle, welche ta ungarischen und hebräischeu Sprache vollkommen mächtig sein müssen, wollen ihre BesähtgnngS- und Verwendungs-Zeugnisse, längstens bis 15. Februar 1661 portofrei, an den gefertigten Vorstand einsente». D e r B 0 r st a n d der Beßprimer israel. Knllns-Geineiude. Leipzig, ltc»1lmijs1o11-.!-Vrrlm.1 mm l'rn») Ulugncr. Druck von Sigmund Burger in Lzegectn, Hiezu eine Beilage.

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