Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 4 (25.1.1861)
- Date
- 1861-01-25
- Page
- Seite 31 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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fccr Theologie. liefet auf diesen Gegenstand einzngehen, ist stier der Ort nicht. Hr. 1)1׳. Iellinek. der sich schon durch seine früher» Schrifteil bedeutende Verdienste n», die Geschichte der mittelalterlichen Filofeste erworben stak, stat auch mit der Herausgabe der vorliegenden stebr. Blätter, und »>it seinem kurzen, aber sehr interessanten Vorworte den Freunden der mittelalterlichen hebräischen Literatur ein sehr angenehmes Geschenk gemacht. Uachbkmerkniig der Ncdalrtion. Die verschiedenen Erklärungen des Wortes הגוון in der Thal- ,m,dstelle Ber. 28, h. beweisen. daß keine derselbe befriedigte (S. Betst Nathan St.). Wäre eilte derselben richtig, so würde eS unbegreiflich sein, daß das Wort in der ganzen thalinndtschen und midraschischen Literatur nur an dieser einzigen Stelle vorkomnit. Ich glaube, das Wort habe ursprünglich הגליןן gelautet. und es sei wie Sabb. MO, a. nach der Tosista das. LIbsch». M. ״Evangelium" darunter zn verstehen. Wenn man bedenkt, daß die in Rede stehende Warnung R. Eliezer b. Hnrkanoö ihren Ursprung verdankt, und in Erwägung zieht, was Tostüha Eh tili n Ab'chn. 2. und Ab. Zara!0, I>. und 17. .1. über das Verhältnis! R. Gliezer'S zn den Indenchrist en erzählt wird, und womit Tosista Ioma Abschn. 3. und 00. I,. das. ganz gewiß zusammenhängt, wird man die vorgeschlagene Konjektur tvo! annehmbar sinden. Die angesührten Tosista's liegen uns nur verstümmelt vor; vielleicht gelingt es einem unserer gelehrten Freunde, die ursprüngliche Leseart zn erniren. Sisra mit einem Kommentar ha-Thora we-ha-Mizna von Vien- Leffnsch Mal bim, Rabbiner in Bukarest. 1830, 4. 233 Bl., 14 Bl. Einleitung nnd 3 nnpaginirte Seiten Vorrede. Besprochen v. De. I e 11 i 1t e I. Die schritistellerischen Arbeiten des h. Rabbiners Malbim, der, ein Russe von Geburt, früher ctu Rabbinat in preußisch Polen bekleidel Hai, verdienen die Aufmerksamkeit nnd die Theilnahme der gelehrten Welt. Ein hartnäckiger Anhänger des geschichtlich Gewordenen nnd ein eifriger Gegner derjenigen. welche den Entwicklnngssormeli der Bergangenheit Gercchtigkeil wiedersahre» lassen, ihnen aber nicht blindlings lind mit Berzichtleistung des selbsteignen Denkens anhängen, niikerscheidet er sich doch von seinen Gesinnniigogenossen durch nichts mehr nnd durch nichts weniger als durch einer seilten er egetiscsten Takt, durch gründliche Kelinlniß des hebräischen SprachsatzeS wie durch eine imposante thalmndische Gele!׳rsamkeit! Sein Kommentar zum Proseten Iesaia (Krotoschin lcvig, 8.) ist nicht nur in einem sehr schonen hebräischen Liyle abgesaßt, sondern auch reich an trefflichen, sprachlichen und asthetischeit Erörterungen, nnd legt Zeugnis! ab, daß sich der Vers, den Linn nir die Erhabenheit prosetischer Rede nngetrnbt nnd frei von den Willkürlichkeiten des Drusch zn wahren verstanden hat. Auch der vorliegende Koillilientar zn Thorat Kohanim ist nicht etwa eine Bereichernng der Ptlpnl-Literatnr, sondern unter deiit ivissenschastlichen Einflüße unserer Zeit gearbeitet, so sehr sich auch der Verfasser gegen diese Anerkenllnng der modernen jüdischen hystorisch-tritischen Richtung ttränben tt!r!te. Bereits Hartwig Wesseln hat in seinem B i n r znm dritten Buche Moses die granimatisch-fftologische Methode zur Ilntrr- Niitznng der stalachischen Eregese des Sisra angewandt. Der Rabbiner Metienbnrg in Königsberg stat in seinem Penlatcnch Eommentar הכתב והקמייה lLeipzig, I8.V» ohne Tctt nnd Königsberg IHIT liiit rem iette und den!scher Uebersetznng) sich die Ausgabe gestellt, die thalmndische Sch, isierklärnng grammaiisch und sprachlich zn begründen. H. Rabbiner Malbim, den Weg ׳'einer Vorgänger betretend, hat ititn in seincin anSführlichen Eommentar zn T.horat Kostamin mit emmincntem Scharssinn nnd mit Hervorhebung der setiisten smitaktischen und sprachlichen Nnancirnngcn des SchristterteS der stalachischen Eregese des Sisra eine stlologosche Basis zn geben sucht. Schritt für Schritt folgt er den halachisthen Erörterungen nnd Dediikkionen des Thorat Kohaniin »nd bemüht sich dieselben als den alleinigen ursprünglichen Sinn des SchristterteS, mit Hilfe der hebräischen Formlehre, Snntar nnd Lyno- »imik nachznweisen. Bei einer so mnsangreichen Arbeit ttnd bet den Voransfet),ingeii des Verfassers kanii es natürlich nicht fehle», baß H. Rabbiner Malbim oft traditioneller als die Tradition selbst ist, indem er einsachen איםפ״פיזות den Eharakter des Wort-n. Satzsinnes vindicirt und daß seine Erklärnngen hie und da gt zwnngen erscheinen. So beruht, z. B. die Deduktion des Rabbi Ielmda zu ונתחי נגע צרעח (Lew. 14. 34.) nicht wie H. Malbim meint ans der vor ihm strikten Bedentitng der Radir נתן, wenn sie von Gott gebraucht wird , sondern daraus, daß Rabbi Iehnda ונתתי ננע צרעת als einen Nachsatz anffafit. Die Resultate feint 1־ Forschnngen resnniirt der Eommentator in einer אילתהשהר genannten nnd ans 0(3 Paragrafen bestehenden Einleitung die dem Werke voranSgeschickt ist, nnd in welcher die Grundsätze nnd Regeln des Sisra im Betreff der Snntar ilitd der Snnonhmen ansgestellt werden. Diese Einleitung ist der erste Versuch. 1»1S in einem größern Znsainmenhange nachznweisen, mit welchen sprachlichen Anschaniliige» die Taiinaim an die Erklärnng der Schrift gingen. Wir vermissen aber in jener Einleitung die Erörterung, daß manchinal eine MeinnngSverschiedeitheit unter den Mischnalehrern herrschte. ob das Fntnrniil eine jiissive oder faenltative Bedeiitiing hat. Vergleiche Sota 3 fi, die Differenz zwischen Rabbi Israel nnd Rabbi Akiba über drei Fiitiira. Wir beben diesen Punkt besonders hervor, weil das Futurum in dem Sklavengesetze תעבהו .׳ CH2 לעולם i» diese Kategorie gehört, nnd es für den Geist des Inden thnmS nicht gl eichgilt ig ist, ob תעבהו saenltativ, wie Rabbi Israel will, oder jnssiv ist, wie Rabbi Akiba behailptet *). Die Ansstactnng des Werkes ist gat, nur sind einzelne Blichstaben, welche znm Gebrauche snr das Indischspanische der Sesardim *) MaimonideS (von den Sklaven 0, 0.), der die Dentnng des R. Akiba adoptirt, bringt durch das Wörtchen ירן das Verbot, einen heidnischen Sklaven frei zn lassen, in einen logischen Rapport mit dem vorangelieuden «besetze, daß eine Frau keine Sklaven sausen dürfe, sowie mit dem daranssolgenden. daß der Besitzer einer unsittlichen Sklavin die-! selbe entlassen soll, wozu R. Joses Earo bemerkt: ותיבת שלדעתה וכן שכתב איני נוה לי שנראה שאין יו קשר עם ני ה!. Gm י hier lebender an.-gezeichneter Tlialmndist, Hr. Toneles, der tstalmud. Vorlesungen vor RabbinatS-Kandidaten hält, theilte mir mit, daß nach Maimonides' Ansicht die Freilassung eines heidnischen Sklaven im Akkgemeinen deswegen verboteil sei, weil dadurch der (Insittlichkeit Vorschub geleistet werde, indem der Sklave von den von seinem Herrn ihm zngetsteilten Weibe sich trennt, und daher der logische Eonner mit den ändert! zwei Vorschristen zur Wahrung der Sittlichkeit in Israel. Es wäre dies ein neuer Beleg, das! MaimonideS' thalinndifche Ge>etze iit seiner Weise zn motiviren gepflegt hat. - Vielleicht aber hängt R. Akiba'S Anssassnng des לעולם בהם תעבוהו mit beut anoge sprecheneu nationalen Eharakter desselben znsantmen. Es sollte nämlich nach der Intecvretation des fl!. Akiba die Anhänslliig fremder!'׳'len,eilte im jüdischen Staat verhindert werden. Vielleicht auch, das! durch die Hero hier die Antipathie gegen einen jüdisch heidnischen Zuwachs bei viele» Fromnten verstärkt wurde. Vgl. die Aussprüche קשים גרים לישראל ״״ כספהתd הגרים מעבבין את המשיח. Je!!. ׳L. auei, Mi sch na r!׳ora. Malwe we-Lowe 5, I. Red.)