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Ben Chananja · 1861-01-25 · 4 (25.1.1861) · p. Seite 28

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Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
4 (25.1.1861)
Date
1861-01-25
Page
Seite 28 (sequence 4)
Language
German
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28 Bürger anerkennt, teste mehr uni? sie auch stets bemüht gewesen, dem nationalen Interesse derjenigen Elation, unter der sie leben, Reebnnng;u tragen. To kam es denn auch, daß durch sas vorwiegende Interesse, das man jetzt vor allen anderen Discipliiien der ungarischen Sprache zuweiwet, die jüdische Schule in Ungarn in neuerer Zeit ein ganz anderes Gepräge bekommen hat. Wenn mit einer derartigen Veränderung nichts anderes als ein Fortschritt ans nationalem Gebiete getvonnen wäre, so müssen wir nnS schon darüber recht herzlich srenen. Wahr aber ist's, das? es in diesem Augenblicke mehr als sonst zu erwägen ist, tvie ohne Naeluheil t'ür den einen oder den andern Gegenstand die hebräische, ungarische und deutsche Sprache in der Schule sürder gellandhabt werbe» sollen. (5s kommt heute keinem Lehrer in Ungarn mehr in den Sinn, der einen oder der andern der genanuten Sprachen die ihr gebührende Aufmerksamkeit zu entziehen. Die erste hat ihre religiöse, die zweite ihre nationale, die dritte in materieller Beziehung ihre Bedeutung — also eine jede von ihnen ihre Berechtigung und einen gerechten Anspruch ans die sorgsamste Pflege durch die für die Zukunft ihrer Zöglinge ernstlich besorgte Schule. Wie es nun anznfangen sei, um diesen jedenfalls bedeutenden Ansordernngen gerecht zu werden, ist jetzt eine brennende Frage. Ich habe es deshalb unternommen, die Saebe nicht nur öffentlich anznregen, sondern auch meine »»maßgebliche Ansicht hierüber in dieser geschätzten Zeitschrift anoznspreeiuii. Zunächst wird es sich natürlich um eine Stnndeneintheilnng handeln, um die man an vorzüglichen Schulen gegenwärtig in Verlegenheit zu sein scheint. Von den dreißig wöchentlichen Unterrichtsstunden kommen schwer mehr als 7 Ttnnden ans den Bibelnnterricht, nachdem noch überdies zwei für die biblische Geschichte Wegfällen. Die Bibel mit ungarischer Uebersetznng zu lehren ist dringetldes Bedürsnis;. Ist die Muttersprache der Kinder die ungarische, so wird in der 2. Klasse — in der nimmt ja an den meisten Sehnlen der Bibel-Unterricht seinen Anfang, — bei einer deutschen Bibelübersetzung eine fremde Sprache in eine ebenfalls fremde übertragen. Außerdem eignet sich die ungarische Sprache durch ihre Verwandschaft in der Konstruktion mit der hebräischen ganz vorzüglich zur Ueberlragnng der letzter», während hierdurch zugleich der Gelernnng der ungarischen Sprache merklich Vorschub geleistet wird. Zielen dann noch drei sür's Schönschreiben und das Zeichnen, fünf Stunden süe den Necheuumerricht weg, so blieben, nachdem zehn Stunden dem deutschen und bilinguistischc'tt Sprachunterrichte zugewendel würden, noch drei Stunden für die ungarische Sprachlehre. Das nng. Lesebnch müßte stets mit dem deutschen gleichzeitig behandelt werden, hierdurch würde übrigens das Verstäudniß des Hefestückes merklich erleichtert. Ans solche Weise wäre man überhoben, Dinge in die Schule als selbstständige Disziplinen hineinzuziehen, die ebenso sehr zeitraubend als von wenig ersprießlichen Folgen begleitet sind. Bei Gelegenheit erzählt wirken Geschichten ans der Geschichte des Vaterlandes viel nachhaltiger, als wenn diese koutinnirlich vorgetragener Lebrgege»sta»d in der Volks schule wird. Vergessen wir, jüdische Lehrer, überhaupt keinen An: genblick daran , daß wir ein dreifach vorgestecktes Ziel haben, fromme Israeliten, brauchbare Staatsbürger und warme Patrioten zu erziehen.' t! o r r k sp o II d k II 5. Ausland. London, Anfangs Zänncr. (icMnf;') Suchen und Ziiftcn tsi Cer Cwiltalt h''i vebens. Mau nutet nicht immer, was man sucht. Man Nicht zuweilen eine literarische Abliantlnng, und findet einen literarischen Ttzaschzettel. Man sucht;»weilen einen Professor, nur findet eine» Zgnoranten. vtzenn wir das ptzer! Zgnorant hier brauchen, so ge schiel!, dies, weil K nigac in seinem ״llmgange init Menfthen" be>en־ derS daraus rri»;». gegen alle Menfthen bestich zu sein. Man finde, zuweilen etwas, was inan nicht sucht, einen .;»teil Gedanken in einem Bitcbe, welches in der Welt leinen Namen t׳at. einen verständigen Nezenienten ». s. w. Wir haben ein hie.׳engl. Journal gefunden, welches wir nicht gesucht haben, und welches veb verdient. Für das Ausland enthalten diese Zeilen den G e b ״ r 1S s ch e i n des Blattes und die Tod es an zeige zugleich. Man tonnte den tbalmntische» Ausdruck נחפש בעין ו"'!“ in» Vaufe gel'emint durch die 'Beinachläsfigniig des Zeitalters) daraus anwenden. -Pr. M. -v. Breülan ans Ha in bürg, der aber beinahe den größten T-Heil seines Bebens in England ist, und srnber U!etal!enr des Zewish tftuonicle war, Halle voriges Jahr eine Zeitschrift heraus, gegeben, unter den! Titel, —!ביאי“; der englische Titel war ״Hebrew!)teuften׳." Der Zweck dieser Zeitschrift war, Ber mittler zwischen den deutsche,: Zorschnngen und den tZ'ngländern zu sein, tvs sollten llebersctznngen aus deutschen gelehrten Werle» gegeben werden. Zn der rl׳at wurden betenrente Stücke von Znnz's gouesdiensillcheil Vectra: gen, von Sachs religiöser Poesie geliefert Zvon M. H. Breßlan übersetzt); ein gutes Stück von Zassel's יבשפש (von B. H. Ascher, einem Deutschen von Geburt übertragene und Heinere Anssätze. iZs haben sich später allerlei leichter geschriebene Anssätze (von Ausländern eben falls) dazu gesellt, von T. Tbeodores sin Manchester) allerlei Rezensionen von Leop. Dntes, allerlei von!>,. Bille ans Neu׳:;Dorf**״), allerlei gelegentliche Aussätze, die vom Augenblicke dit tict waren, als Briese,!),'epliten!!. s. w. fttur ein einziger is,! g.!ander l׳a, einige populäre Anssätze für das Blatt geschrieben, d,e ד S. Nr. S.?>. "> Der Verfasser des ^א'" עיני'.: üig! witz:g von einem Buche נד פ ב בעין הדיר tgcdrnckr durch die Sunde des Zeitalters). Bon manchen Büchern der heutigen Zeit tan» man dasselbe sagen. ***) Derselbe Hai einen kleinen Anssatz eingerückt mit der lieber schrist: ״Kapital und Zinsen", welcher manche Wahrheiten enthielt, die nicht mundeten. ״Das Gefährlichste", sagt der mibefaiime Zilosos. ״find pngen, mit Ausnahme der Wahrheit, welche noch gefährlicher ist." Zn einen, kleinen Kreise bat dieser Aussatz etwas Anssehen gemacht. Gs war nicht das Gewicht der Worte, welcher ihnen Klang verlieh, sondern die leeren Schädel, ans die sie fielen.

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