Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 3 (18.1.1861)
- Date
- 1861-01-18
- Page
- Seite 23 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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23 fllauh’ ich auf der aiiccrit Seite an den örfafirun^öfa^: ״Los cxtremos so tnuchont“ erinnern zu dürfen. Der deutschen Sprache solchergestalt den Krieg erklirren, heißt mit ,den Bedürfnissen des praktischen Lebend in Kousnlt gerathen. Ed kann Niemanden einsallen, daß >vir ze der deutschen Sprache werden entrathcn kennen, und der verständige Ungar wird nach wie vor der deutschen Bildung nicht abhold sein. Da ich auch Schul» o t izen anknndigte, so liegt cd in der Nalnr ut Sacke, daß ich in einem und demselben Briefe Dinge von ganz Nelerogeiier Art in den Kreis meiner Betrachtung ziehe. — An vielen One» huldigt man der Ansicht, daß der zweijährige Kursus, trotz der vielen Nachthcile, die ihn verwerflich machen, unvermeidlich sei. Daß die drei Sprachen der jndisch-nngarischcu Schule hiezu Anlaß geben, ist bekannt. Wir würden freilich dem jüdischen Kinde zu viel zuiiinltzen, wenn wir erwarteten, daß ca neben dem für Schulen anderer Konscssionen bestimmten Lehrziele, bei gleichem Zeitansmaße, noch 2 Sprachen konsnmire. Da wir aber nicht vier, sondern täglich sechs Unterrichtsstunden haben, im Hebräischen aber keine Sprachgewandtheit, sondern nur die Kenntniß eines bestimmten Theiles der Bibel im llrtcrtc und der wichtigsten Sprachregeln erzielen wollen, so bedarf cs keines bcsonder« Kraslanswandes, um billigen Ansprüchen gerecht zu werden. Daß der einjährige Kurs wirklich keine Ungeheuerlichkeit ist. beweisen die Musterhauptschulen. Endlich stünde es ja frei, außer den Schulstunden, wie bereits in manchen Schulen geschieht, einen erweiterten jüd. Unterricht erthcilcn zu lassen. Es würde sodann den Eltern ermöglicht, ihre Kinder zu cils Jahren in die Mittelschulen zu schicken, was auch solchen Kindern zum Borthcile gereichen wird, die später den! gcwcrbclreibcnden Stande angehören sollen. Letztere könnten auch allenfalls die vierte Klaffe repeliren. — Böte sich bei alldem gegen den einjährigen Kursus etwas ciiiznwenden dar, so darf man doch wol das kleinere Nebel dem ungleich größeren verziehen: denn die Zahl der Gründe, welche gegen den zweijährigen Kurs sprechen, ist Legion. Seit cuiigen Jahren wird das Gesetz, betreffend die Ernennung dirigircndcr Lehrer, trotz aller Proteste mancher Gemeinde, mit Bcharrlichkeit dnrchgcfübrl. Wenn es wahr ist, daß in der Schule von Zeit zu Zeit Fälle eintreten. wo sich als nothwendig hcrausftcllt, daß innerhalb der Schulränme ein Zndividnnm sich befinde. welches die Anstalt nach Außen vertritt: wenn cs ferner nicht zu billigen ist, wenn Lehrer ans zu großer Empfindlichkeit sich gegen die Suprematie eines Amtsgenossen sträuben׳, so sehr also diese Institution, so lange das Direktorat in der Hand eines Lehrers ist, der sich eben so sehr durch seine Bildüng als durch einen biedern Eharakter anszcichnct, wünschenswerth erscheint׳, so in ans der andern Seite der verderbliche Einstnß auf die Schule und das moralische Unglück der Lehrer nicht hoch genug anznschlagen, welches aus der Besetzung dieses Ehrenamtes dilrch ein unwürdigcS Subjekt erwächst. M. Klein. Cr) Ägrcnn, im Jänner. Wie ich aus zuverlässiger Quelle vernehme, wurde im Eilsmäunel-Ansschnffc der Banat-Konseren; ans Antrag des edlen Grasen Julius Zankowitsch der Beschuß gefaßt, in der Folge auch den Protest. Geistlichen und den Rabbincn - die diplomirt sind — bei den Komitatskougregationcn gleiche Stimmen und gleiches Recht mit den katholischen und griechischen Pfarrern einzuränme». Gott segne den edlen Grasen! Wie der Name Barkoey wird auch der Name Zankowitsch von Hnuderttausendcn mit dankbarer Verebrnng genannt werde». oiteriirische Ä,irrigen.!■ Diri) e h r a i, ch e ״ Ir n D i t io 1u 11 111 0 ru ׳öi-vtni Am’mmu 11$. l.?1,eil. ״Quaostioncs in Cenosi 11,“ von I)1\ ffüilsinr> 2. Scherirac quac dicitnr cspistola, interpretationc Iatina, adnotationibns ct criticis et excgcticis instmcta. Auetore Josua Wallerstein. Die geistigen Früchte des theolog. Seminars in Breslau kommen nklmälig zur Reife, und vorgenannte Dissertationen legen ein nngcwohnliches Zcngniß ab, daß die nach vollendeten Studien entlassenen Jünger in den weirschichtigen Gängen des Thalinnd so beiiiiisch sind, um in ihrer einstige» rabbin. Wirksamkeit mit Sicherheit diese Quellen zum Leitfaden und Führer nehmen zu können. Einer bekannten Koterie jedoch, die jedem wissenschaftlichen Fortschritt im Indenthnme abhold ist, und in eigenen Organen und höhnischen Flugschriften der Wirksamkeit des Seminars cntgegenkritt. werden allerdings diese Arbeiten nicht als Zengniß rabbinischer Reise gelten: denn dieser ist einzig und allein eine oberflächliche Bekanntschaft des Schulchan-Arnch das höchste Ziel rabbin. Würdigkeit, und wie man einst nnwissenden Hohenpriestern nur dcu äußern Tempeldiciist zunftmäßig gelehrt hatte, so müßte man den Züngern hauptsächlich die schnlchan-arnchiiiäßigc Beantwortung kasnistischer Anfragen lehren. Man sollte daher unsere künftige Rabbiner statt nach Breslau nur auf die besuchten Bichmärkte nach Frankfurt, Mainz und Würzburg führen בדי שיהיו רגילים בעבודה, was allerdings das beste Mittel wäre, die alte Morezcdekkaste mit ihrem ganzen Gefolge mittelalterlicher Unwissenheit und Berfolgungssucht wieder in's Leben zu rufen. Sowie aber N. Negara, ein alter Rabbiner in Konstautinopcl, Salomon Duran für würdig erklärte den Rabbinatsfitz seines gelehrten BatcrS einzunchmeii, nicht etwa weil er eine kasuistische Anfrage über cuicn zerbrochenen Gänsefuß richtig beantwortet, sondern weil er durch eine poetische Anwcndnng ungewöhnlicher thalinnd. Sprachunr Redeweise» seine Belesenheit im Thalinnd gezeigt hatte, so beurkunden auch die Seminaristen durch diese und ähnliche Arbeiten weit besser ihre Befähig»,ig ״nd Würdigung zu Rabbinen, als etwa durch ein Gutachten über den Faltenwurf des Talith nnd über die Wiederholung des Lccha Dodi. Wir hielten cS zweckmäßig, dem nachfolgenden Referat diese Worte voranszuschicken, um der maßlosen Keckheit einiger Dunkelmänncr, welche die Leistnngen des Seminars »Nd die Rcchtgläubigkcit seincs ehrwürdigen Leiters zu verkleinern nnd zu verdächtigen suchen, insoweit dies ans die geistigen Resultate des Seminars Bezug hat, mit schlichten Worten entgegen zu treten. Eine näher eingehende Entgegnnng wird von einer literarischen Autorität schon vorbereitet. l. Aus die Wichtigkeit der patristischen Literatur für die jüdische Sagenklindc hat bereits Grätz in Frankel'S Monatschrift hingcwiesen, da, wie bekannt, die Kirchenväter selbst ans die jüdischen Quellen, ans der sic ihre Traditionen schöpften, hie und da hingcdcutet haben. Dr. Rahmer hat nun die agadischeu Elemente aus den zerstreuten Schriften des Hieronymus znsammcngestcllt, und sie mit den Parallelen in den jüdischen Schriften verglichen. Einen speziellen Werth für die jüdische Literatur haben diese kritischen Bergleichnngen dadurch, daß sie zur Rest! - lnirnilg mancher verdorbenen Leseart beitragen, und ,0 manches Wort in den Targmim n. Midraschim, das den Sprachforschern viel zu schaffcn machte, richtig erklären. Wir wollen von den 47 Stellen, die der Vers, in dlcsem ersten Theil zusailimenstellt, nur einige hervorheben. Gen. 2ä. fl. אשורים לטושים ולאמי ם wird in den Targumim nnd im Midrasch mit Ta^i'in, ampiu in und luprin übersetzt: letzteres , bis jetzt misiverstaudcneS. Wort, findet seine Erklärung durch Hirrouymus. der übersetzt: ״Ass!u׳hu in negociatmvs trunslorri putnnk, Latnssiin iioi'is fen'ique motull» otulentos, I,;1;unin1 vor,» ׳1/׳ i. 0. pi'iiu'ipos lllllltnrnin irilnuun nkqno ixijnilamm.‘־ Lnprin hielt nnil der Bers. für פולרין sior mo(:1tlu!sh1 ׳פולו״בין die richtige Letean im Mitrastl, wäre demnach (א"|!ג — הגרי[ אמפורי[ ד0יהי"י בילהין '.ראשי• שמוה הן.