Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 3 (18.1.1861)
- Date
- 1861-01-18
- Page
- Seite 24 (sequence 8)
- Language
- German
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24! Zu נזיב (©ein. 31. 5.) tagt Hieronymus: Es ist nicht ein Ortsname, sondern ein Abstraktum ״stetit partus ejus.“ Beide Erklärangen bat der Midrasch פסקה ,שם מקום. und irriger Weise hält der Kommentar des Midrasch's das Paska sür einen Ortsnamen. Wir glauben aber nicht, dass auch der Targnin Jonathan in diesen Jrrthnm gerathcn sei, und ist nur והיה פסקת für בפסקת zu korrigiren, was anch mit der Lescart. die Arnch (N. Prak) hatte, dem Sinne nach übereinstimmt. — Diese mit Fleiß und kritischem Sinn ansgcstellteu Parallclen, haben anch noch einen besonder» Werth für das Berständniß des HicronyinilS selbst, der oft ans Nukenntniß der jüdische» Quellen von seinen Erklärer» mißverstanden worden ist. Wir wolle» dies mit einem Beispiel ans nencrcr Zeit belege». HieronymnS erklärt den über das Vav von ובקובה bei Lot befindlichen Punkt »ach der bekannten agadischen Dcutnng. Molitor in seiner Filos. der Geschichte (I. S. 620, 2. AuSg.) sagt nun: ״Indessen erhellt doch ans Genesis I!>, 33. wenigstenS die Erijlenz gewisser nnterscheidender Zeichen für Eholem und Schnrack; da nämlich Hieronymus über das בקומה, welches über dem Vav eine» sogenannten außerordentlichen Punkt hat, sich folgcndcrmaffcn ansdrückt: ״Appingunt desupor quasi incredibile quid, et quod rerum, natura non cnpiat coire queinquam nescientem.“ Wie sollte aber HieronymnS diesen Punkt etwas Unglaubliches nennen können, wäre zu seiner Zeit die Pnnktation des Eholem und Schurak gerade so wie wir sie jetzt haben nicht bekannt, und namentlich das Vav in diesem Worte wirklich mit einem Schmuck bezeichnet gewesen." Das Irrige bedarf hier wol keiner weitern AuSeiiiandcrsetznng. Im Anhänge zeigt der Vers, den Unwerth der Vulgata für die Kritik des alten Testaments, und gibt als Kriterium zur Aenrtheilnng der sür echt hieronymianisch zu haltenden Uebersetzung. wenn solche eine agadische oder halachifche Färbung tragen, wozu er höchst interessante Beispiele zusammcnstcllt. 2. Das für die indische Geschichte so wichtige Schreiben von dem Gaon Scherira lag uns bis jetzt noch in keinem fehlerfreien Abdruck vor. Die zwei Editionen im Jnchasin und die von Goldberg überbicte» sich an Unkorrekthcit, wodurch das Verständnis! sehr wichtiger Stellen erschwert wurde. Wir wollen beispielsweise nur an den Widerspruch erinnern, der in den Worten Scherira'S zu der Frage, ob die Mischna von Nabbi niedergefchricbcn worden sei, liegt (S. 113, b. Ed. Kr.) Hr. Wallerstcin hat nun mit Beihilfe der Pariser Handschrift dieses Schreiben von allen Fehlern möglichst gesichert, von den verschiedenen Leseartcn die beste angenoinmen und der lateinischen Uebersetzung die znm Verständnis! nothwendigen?toten beigesügt. Diese Arbeit gereicht dem Seminar und der jüdischen Literatur zur Ehre. x. Biber Psalmorum hebraicus. Textum masorethicum accuratius quam adliuc factum 68t expressit etc. etc. uotas criticas adjecit 8. Baer, praefaetus est Ü. Delitzsch. (Lipsiae, 1801.) Pr. Delitzsch hat zu seinem großen Kommentar über den Psalter einen nach der Massora und der Akzentlehre fehlerfreien Tert drucken lassen, und diese Arbeit dein Vers, des Torath Emeth übertragen, der derselben die Muicstunden eines ganzen Jahres gewidmet. Außer dem massoretischen Apparat standen Hrn. Baer Handschriften und die seltensten Editionen zu Gebote, die er mit dem größten Fleiße nnd unt Sachkenntniß zur Ermittelung der richtigen Lesearten bcnntzte, so daß wir nun sagen können, ein fehlerfreies Tilim zu besitzen. Es wäre sehr verdienstlich, wen» die Bibel-Anstalten — rechts nnd links — das Beispiel eines christlichen Professors nachahmen, und zur Ansstcllnng eines fehlerfreien TcrteS der ganzen Schrift die vorhandenen Kräfte verwenden würden. x. Miszellen. l. In der zweite» Vorrede zu dem von Ihnen besprochenen Hegion Ha-Nesesch p. IL. wird zwar mit Scharfsinn, aber mit wenig Gefühl sür das Wahre der Versuch gemacht, das Epitheton הנקרא בשם איש 1׳אלקים ובהיר das Abraham bar Ehija in seinem Zurat Ha-Arez gebraucht, nicht ans einen Mann, Namens Moses, sondern auf einen Abraham zu beziehen. Allein Abraham bar Ehija hebt selbst in seinen handschriftlichen Sod Ha-Giiula hervor, daß nur Moses so genannt wurde. Die betreffende Stelle lautet: ונמצא משח רבינו משולש בתורה משולש במשרה משולש באורה . . . ומשולש במשרה שהוא לווי(כלי׳ מחובר) אל שס המקום בני שמות שהוא נקרא עבד ה׳ ונקרא איש אלהים ובחירי. Bei dieser Gelegenheit will ich ans demselben Manuskripte einen geschichtlichen Passus über die Inden in Jernsalem aus der Zeit des ersten Krenzznges mittheilen: היוונים המחריבים את הבית בימי טיטוס הרשע ואע״ס שהיו מהללים את קדושתו לא היו טוענים על הבית הטהור שיש להם בו נהלה ושהוא ראוי להם לבית תפלה אלא מכשנשתמד קזסטרין (צ״ל קונסטנטין) הרשע באו לטעון כטוענות האלה ובתהלה שהחריבו יוונים לא היו מונעים את ישראל מלבוא אליו ולהחפלל בתוכו וכמו כן היו מלכי ישמעאל נוהגים עמם מנהג טוב והרשו,לישרא? לבוא אל הבית ולבנות בי בית תפלה ומדרש יהיו כל גליות ישראל הקרובים אל הבית עולים אליו ברגלים ובמועדי□ ומתפללין בתוכו• ומעמידין תפלתם כנגד תמידין ומוספין ועל המנהג נהגו כל ימי ישמעאל עד שפשטה אצל הבית בעת הזאת מלכות אדום והסירה את מלכות ישמעאל מעליו ומן העת ההיא הללו המעוז שקראו אותו בית תפלה להם והעמית פסילי טעותם בתוכה והסירו התמיד שמנעו את ישראל מהתפלל בבית ולקיים בו מצות תפלה אשר הוא כנגד התמידין כי מיום שגברו אלו הרשעים על הבית לא הניחו ישראל ילבוא בתוכי אר איש אהד אינו נמצא בירושלים בימ.ים האלה, D1-. Iellinek. Inserat. 2 Konkurs. (1) An der Veßpri,rn׳r israel. Hauplfchule ist mit 1. April l. I. eine Klassenlehrer-Stelle, mit dem JahreSgehalte von -tOO fl. österr. W. zu besetzen. Bewerber nm diese Stelle, welche der ungarischen und hebräischeu Sprache vollkvinmen mächtig sein müssen, wollen ihre Befähignngö- und VcrwendnugS-Zengniiic, längstens bis 15. Februar 1861 portofrei, an den gefertigten Vorstand einsende״. Der Vorstand der Veßprimcr israel. Kultns-Gemeinde. Leipzig, tioiiiiiusjnnis-Vcrlag von fnnij W >rg 1, r r. Lzegedin, Vrrlug nun Zigunind Lurgrr. Druck von Sigmund Burger in Szegedm.