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Ben Chananja · 1860-12-15 · 12 (15.12.1860) 2. Hälfte · p. Seite 669

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
12 (15.12.1860) 2. Hälfte
Date
1860-12-15
Page
Seite 669 (sequence 13)
Language
German
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— 669 — verbreitet haben, als ob einige Mitglieder derselben sich unter jene Ungeheuer gemischt hätten, die Feindschaft und Unruhe gegen die christliche Gemeinde aufgehetzt haben und die die barbarischen Gräuel verübt haben, die Gott aus unserem Gedächtnisse tilgen möge. Um von der Gemeinde der Stadt Damaskus umständlich reden zu können, kann ich kein genaues Zeugniß geben, da ich in dem Momente dieser Unruhe außerordentlich beschäftigt war, zu retten und zu beschützen, was ich konnte, leider nur sehr wenig; aber das kann ich sagen, ich habe weder etwas gehört, noch gesehen, was gegen die Juden wäre. Daß Gott Dich beschütze unter seinem Flügel! Der, so arm er auch ist, hofft auf den allmächtigen Gott Den 6. Tag (Donnerstag), 2. Rebek-el-Bami 1177 (18. Oktober 1860.) Abd-el-Kad er, Sohn des Mahi-Eiddin. Damaskus, 17. Oktober 1860. Mein Herr! In Beantwortung Ihres Briefes von heute, worin Sie über die Aufsührung der jüdischen Gemeinde, während der Katastrofe des christlichen Viertels und über die Beschuldigungen und Anklagen gegen eine nicht geringe Zahl von Juden meine Meinung zu wissen wünschen, habe ich die Ehre Ihnen solgende Nachrichterr zu liefern: ׳ Alle Welt weiß, daß das jüdische Viertel ebenso bedroht wurde, wie das christliche, und Niemand hatte die Ueberzeugung, daß die drnsische und muselmännische Garde, derunser Viertel anvertraut war, in der Thal die Kraft und den guten Willen hätte es zu beschützen; folglich flüchtete sich die große Majorität der Juden in die muselmännischen Viertel, und die übrigen wagten sich nicht außer ihren Häusern zu zeigen. Die Behauptung, daß die Juden von Damaskus sich an der Plünderung des christlichen Viertels betheiligt hätten, ist daher eben so lächerlich wie verleumderisch. Glücklicher Weise ist die Masse der christlichen Bevölkerung über Beschuldigungen, denen Ihre Glaubensgenossen bis jetzt ausgesetzt waren, indignirt, und es ist unbekannt, daß ein Christ, Katholik, Protestant, Armenier, Maronite oder Syrer in dem fraglichen Sinne gegen einen Juden eine Klage gerichtet hätte; alle Ankläger der Juden sind Griechen, und da die Personen, durch deren Einfluß diese Klagen geführt wurden, bekannt genug sind, wird es nicht schwer sein, eine Handlung zu paralistren, deren Motiv nichts ist, als Erpressung und Fanatismus. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung vr. Wetzstein. Paris, Anfangs Dezember. Die in Folge der Wirren in Marokko veranstaltete Geldsammlung betrug 74,693 Fr. 25 C. Die Gaben, welche Hr. Alber t Cohn auf seiner Reise an Arme und an Wohlthätige vertheitte, find.

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