Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 12 (1.12.1860) 1.Hälfte
- Date
- 1860-12-01
- Page
- Seite 651 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 651 thätigkeit zu widmen: dann glauben wir aus ein billiges Urtheil zu seinen Gunsten rechnen zu dürfen." 21. November. Der hier anwesende jerusalemitanische Abgesandte für den Synagogenbau erfreut sich einer diesem heiligen Zwecke günstigen Theilnähme, und sind bis jetzt, theils von hier, theils von der Provinz circa 2000 fl. ö. W. (worunter die hiesige Gemeinde mit 200 fl.) eingegangen. Das zu diesem Besuche aus den Herren Rabbinen: L. HoroWitz, A. Bing und H. Berger zusammengesetzte Komit6, läßt demselben ebenso wie der Prediger vr. Jellinek, seine wärmste und erfolgreiche Fürsprache und Thätigkeit angedeihen, und aus eigener Anschauung kann ich Ihnen die bestimmte Verficherung geben, daß die Dokumente des besagten Abgeordneten in bester Ordnung und in optima forma ausgestellt find, und alle über den Zweck und die Absichten der Vollmachtgeber ausgestreuten Anschuldigungen und Insinuationen jeder Grundlage baar, vielmehr Jedermanns Empfehlung sich würdig erweisen. Die deutsch-israelitische Gemeinde (Aschkenasim Peruschim) in Jerusalem will jene der Holländer und Deutschen (א״ו״ח) nicht ausschließen, im Gegentheil hat sich diese kaum 50 Seelen zählende Versammlung von der erstgenannten 1500 Seelen zählende Versammlung abgetrennt und losgesagt, wodurch sie eine bedauerliche Reibung und zwieträchtige Anfeindungen herauf beschwor. Nachdem der Abgesandte, R. Mordechai b. Salomon zunächst ein ergebenstes Gesuch, um Verlängerung der ursprünglich bewilligten Sammelzeit bei dem hohen k. k. Staatsministerium durch meine Vermittlung überreichte, hat derselbe noch vor seiner Abreise einen von mir redig. Aufruf hier veröffentlicht. H. L. Back. Prag, 11. November. Die seit Jahren zwischen der hiesigen Israel. Kultus gemeinde und der Hauptgemeinde über die Modalitäten und Bedingungen des Anschlusses der erstem an die letztere anhängige, und von öffentlichen Blättern wiederholt als erledigt angegebene Frage, ist nun endlich doch, aber erst vor wenigen Tagen durch gütliches Uebereinkommen zum Abschlüsse gebracht worden, und es ist nur noch die Ratifikation desselben von Seiten der Behörden einzuholen, die hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen wird. Die wesentlichsten und wichtigsten Bedingungen, unter denen der Anschluß erfolgte, sind: die Kultusgemeinde entrichtet an die Hauptgemeinde eine Anschlußsumme von 146,818 fl. Dafür übernimmt die Hauptgemeinde die Erhaltung der bis jetzt als konfessionellen Anstalt bestandenen Josefstädter Haupt- und Unterrealschule, sowie überhaupt die Verpflichtung für den Unterricht der israel. Jugend der Prager Gemeinde in derselben Weise, wie für die. christlichen Schüler der Hauptgemeinde zu sorgen, so daß sämmtliche, der Hauptgemeinde gehörigen Schulen den israel. Schülern ohne irgend eine Beschränkung offen stehen. Die näheren Modalitäten dieses Uebereinkommens werde ich Ihnen ein anderes Mal mittheilen. Das Verdienst der endlichen Lösung dieser Frage, die so sehnlichst gewünscht wurde, gebührt der Kultusgemeinde-Repräsentanz und den