Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 12 (1.12.1860) 1.Hälfte
- Date
- 1860-12-01
- Page
- Seite 650 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 650 — deu Chor zum Hauptträger des Gottesdienstes machen, und den großen heiligen Räumen neue Kräfte zuführen." — Um aber auch den ausübenden, wie den unterstützenden Mitgliedern einen Ersatz zu bieten, und in Erwägung, daß die wahre Kunst in ihrer Veredlung nicht des Namens Zion unwürdig oder profan sein kann, wurde auch das Lied kultivirt, und es sang der Verein in zwei öffentlichen Liedertafeln, Chören und Liedern nachbenannter Meister: Mendelssohn (3), Cf. Abt (3), Händel (2), Beethoven (1), Kreuzer (1), Silcher (1), I. Herbeck (1), G. Barth (1), I. Sulzer (1), R. Gen6e (1), Fischer (1); im Ganzen also sechzehn, zum Theil große Piecen. Bei seiner Verwendung im Tempel, und in der Art und Weise, wie er seiner Hauptaufgabe gerecht wird, entwickelt der Verein eine sehr anerkennenswerthe und berufsfreudige Thätigkeit, und wir sahen ihn hier nicht weniger als dreißig Mal den gottesdienstlichen Funktionen asfistiren, und zu deren Verherrlichung wesentlich beitragen. Seine Mitwirkung hat sich speziell nach den laufenden Festen also beziffert: Chanukah 1, Purim 2, Passah 8, Wochenfest 4, Geburtsfest des Kaisers (17. Oktober Abends) 1, Neujahr 4, Versöhnungstag 2, Hüttenfest 8. — Aus seiner Bilanz ersehen wir, daß er 1188 si. von 198 unterstützenden, und 276 fl. von 69 ausübenden Mitgliedern als Iahres-, und dazu von beiden 959 fl. als Gründungs-Beiträge erhalten hat; nebst den Spenden belaufen sich die Einnahmen auf 3982 fl. 91 kr. ö. W., welche vollständig in die Ausgaben (Mobiliar, Klavier, Archiv re.) aufgehen, und kein Plus ergeben. Diese mehr spezifizirte Rechnungsvorlage wurde bei der diesmonatlichen Generalversammlung statutenmäßig vertheilt, geprüft und genehmigt, und nachdem der Vereinsvorstand, Dr. A. Iellinek, in einer längeren Rede die Iahresthätigkeit übersichtlich geschildert, kritistrt, und zu fernerem Verharren und einträchtigem Zusammenhalten, wie brüderlich so gliederlich ermuntert hat, wurde zur Neuwahl des Präses und des Comitö's geschritten. Die Skrutatoren verlasen aus dem Ergebnisse der Stimmzettel als wieder gewählt: den Präses Dr. A. Jellinek; die Komitö-Mitglieder: Chormeister Professor I. Sulzer, I. I. Alschech, A. Samek und S. Wilhelm, welch letzterer noch außerdem für seine wahrhaft bewundernswerthe, unermüdliche und opfervolle Dienstleistung zum Ehrenmitgliede mit allgemeiner Akklamation und mit den lebhaftesten Dankbezeugungen gewählt wurde. Neugewählt sind die Herren: A. Schwarz und S. W i n t e r n i tz, für die austretenden I. W. G utm a n n und A. Strauß. Ich schließe diesen Bericht mit den Worten der eingangserwähnten Ein- Leitung: ״Ueberblicken wir das Gesammtwirken des Vereines in seinem ersten Jahre, und erwägen wir die Schwierigkeiten, gegen welche jeder junge Verein in seinen Anfängen zu kämpfen hat; fügen wir noch hinzu, daß trotz der großen Ausgaben es dem Vereine doch möglich wurde, 249 fl. ö. W. der Wohl-