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Ben Chananja · 1860-12-01 · 12 (1.12.1860) 1.Hälfte · p. Seite 649

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
12 (1.12.1860) 1.Hälfte
Date
1860-12-01
Page
Seite 649 (sequence 25)
Language
German
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IRI
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— 649 — weise nicht einmal eine bedingte Verpflichtung involviren (vgl. z.-B. über das Rrzitiren der Psalmstücke beim Morgengebete Maim. B. Thefilla 6. 7. §. 12., wo es610$ heißt:,ושבחו חכמים למי שקורא ומיתת בכל יום ויכו); was die Hastara betrifft, solche nur als Surrogat der Pentateuchvorlesung betrachtet wurde, und es zur Pentateuchvorlesung selbst keiner besonderen vorhergehenden Preisformel (wenn man auch 1^2 2N2 אשר nicht dafür gelten lassen will) bedurfte, als bereits für jeden Morgen vor Rezitirung irgend eines Verses aus der Thora die Benediktion 'אשר קדשנל 2מצלתיו לצונו יכו vorgeschrieben ist. Weiteres über die Entwickelung der Dorologie im Judenthume bleibe einem ausführlichern Aufsatze Vorbehalten. Lorresponüenz. Ausland. Tvier, im November. Wenn auch etwas verspätet, theile ich Ihnen jetzt noch folgendes Schreiben mit, welches der hiesige Oberrabb. Kahn bei der Anwesenheit unseres hochherzigen Prinz-Regenten bei Gelegenheit der Ein- Weihung der hiesigen Eisenbahn erhalten hat: ״Ich benachrichtige ganz ergebenst, daß am!25. d. M. Nachmittags gegen 4l/2 Uhr die Begrüßung der Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften, seitens der Staatsbehörde, der höheren Geistlichkeit und des Offizierkorps im Regierungs-Präsidialgebäude (der Ort des Empfanges wird durch ein späteres Schreiben am Bahnhofe bestimmt) stattfinden wird, und ersuche daher die betreffenden antheilnehmenden Herren sich Nachmittags vier Uhr im gedachten Gebäude einfinden zu wollen. Trier, den 22. Mai 1860. Der Regierungs-Präsident (gez. Seebald) an Hrn. Oberrabb. Kahn hier." Dieses Einladungsschreiben beweist, daß in Preußen das frühere System, wonach die Rabbiner nicht als Geistliche anerkannt wurden, geändert ist, indem der Rabbiner hier in die Kategorie der höhern Geistlichkeit, die auch nur eingeladen war, gesetzt ist. Inland. Wien, 20. November. Der Gesangverein ״Zion" hat seinen ersten Jahresbericht veröffentlicht. Die der Bllanz vorangeschickte Einleitung spricht sich über seine Entstehung, übereinstimmend mit den in meiner ersten Korrespondenz niedergelegten Ansichten, wie folgt aus: ״Die großen Raumverhältniffe der in den letzten Jahren neu erbauten jüdischen Tempel mußten jeden Unbefangenen überzeugen, daß ein kleiner Chor für dieselben nicht ausreiche. Diese Erwägungen veranlaßten zunächst die Bildung unseres Gesangvereines. Er sollte den kunstgerechten Gesang den Mitgliedern der Gemeinde zugänglich,

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