Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1860-12-01 · 12 (1.12.1860) 1.Hälfte · p. Seite 648

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
12 (1.12.1860) 1.Hälfte
Date
1860-12-01
Page
Seite 648 (sequence 24)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2542917-2543076-2543092--1882-2545604
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 648 Ad Nro. 116. LÜN (eben das.) הטט bedeutet allerdings ״krümmen, beugen" im Aramäischen, vergl. Meturgeman 8. k. v. Die Worte des R. Nathan: שלא יעלה כעין עיפוש באלי׳ sind keine Worterklärung, sondern ein Kommentar (״ ,(פיר1שdurch Krümmung des Schmerzes möchte Fäulniß darauf entstehen." Ad Nro. 117. (eben das.) .חמטא חמטא und ״ אטטאNebel" find allerdings gleichbedeutend, wie denn die Buchstaben ח und א häufig für einander stehen. Ad Nro. 118. (eben das.) עד גמלם ist ein Druckfehler, der blos in Landau's Wörterbuch flch befindet. Alte älteren Ausgaben des Aruch haben עד גמלה, das ebenfalls wie das vorgängige גמלו auf 1. Sam. 1, 23. sich beziehet. Ein weiteres Erratum ist hier nicht. Ad Nro. 120. 5 חף. (ebendas.) ״Bodenkundige", wie es schon in meinem ״Leben Abraham's S. 134. Anm. 248. definirt ist. Die Worterklärungen des Hrn. Eisler find übrigens sehr schätzenswerth, besonders seine Rektifizirungen M. Landau's; nur ist zu bedauern, daß, wie es scheint, die älteren Ausgaben des Aruch (namentlich die Amsterdamer mit Mussafia) ihm nicht zu Gebote stehen, ohne deren Benutzung nichts Sicheres gegeben werden kann. In den ״kasuistisch-kritischen Ideen" des Hrn. Skreinka (Ben Chan. S. 071 u. f.) wird S. 574, wenn ich den Passus richtig verstehe, die Frage aufgeworfen, warum עירוב הצירות und עירוב תבשילין mit einer einleitenden Preisformel versehen find, dahingegen עירוב חחומין nicht. Dies beruhet aber wol auf einem Jrrthume, da auch bei עירוב תה1מין eine Preisformet zu rezitiren ist, vergl. Orach Chajim 6. 416. und Maim. Hilihoth Erubin 6. 6. §. 24; die dagegen remonstrirende Anficht des Abraham ben David ist nicht rezipirt, und ist Magid Mischna das. weiter darüber nachzusehen. — Daß übrigens jenen Institutionen wie Erubin, Hallel an Festtagen, Sabbat- und Chanuka-Lichtanzünden, der Vorlesung des Buches Esther, dem Händewaschen Preisformeln vorhergehen, die solche als Pstichtgebote hinstellen, beruhet darauf; daß diese Einrichtungen sämmtlich aus alter Zeit stammen (wie denn Erubin z. B. auf Salomo zurückgeführt wird) und schon zur Zeit als der Tempel noch stand, fast allgemein eingeführt waren. Das Rezitiren der Psalmstücke vor dem Morgengebete, die Haftara, das Vorleseu im Pentateuche find mit jenen alten Institutionen schon darum nicht zu parallelifiren, weil fie theil-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.