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Ben Chananja · 1860-12-01 · 12 (1.12.1860) 1.Hälfte · p. Seite 639

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
12 (1.12.1860) 1.Hälfte
Date
1860-12-01
Page
Seite 639 (sequence 15)
Language
German
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— K39 — angemerkt haben, wird man voraussetzen. Wir wünschen aber nicht, dem Werthe des Buches, das, so wie wir es vor uns haben, recht zweckmäßig bearbeitet ist, durch Mäkelei Abtrag zu thun. Man muß alle die vielen Rücksichten, die der Verfasser eines Schulbuches zu beobachten hat, kennen, um sich zu überzeugen, daß die Aufgabe, allen Wünschen zu genügen, unendliche Schwierigkeiten darbietet, und daß es in der That oft rathsam ist, zwischen den Zeilen lesen zu lassen, und den tüchtige» Lehrern anheim zu stellen, Fehlendes zu ergänzen, und Dunkles durch mündliche Erläuterungen aufzuhellen. Wir erkennen in der neuen Ausgabe des zweiten Bandes eine sehr empfehlenswerthe Arbeit, und wünschen dieser recht zahlreiche Theilnahme, sowie dem Verfasser noch recht langes Leben, um sein schönes Werk noch weiter zu vervollkommnen. Die Ausstattung ist vortrefflich. Salomo b. Gabirol aus Malaga und die ethischen Werke desselben, mit einer Uebersicht der meisten ethischen Werke der Araber, von Leopold Dukes. Hannover 1860. Heft I., 124. S. 8. XII. Angezeigt von vr. 3. M. 30(1. Ein Buch voll Geist, wie selten eins! Der Kern liegt offen da, aber die Hülle selbst gehört hier zur Frucht, und muß mit eingemacht werden! Die Paar Spitzen und Stacheln dürfen nicht abschrecken. Ein Gaumen, welcher an scharfe Gewürze sich gewöhnt hat, wird hier manchmal scharf angeregt werden. Der Gegensatz gegen die matte Alltäglichkeit thut bisweilen recht gut. — Was man hier zu erwarten hat, weiß jeder Kenner der mittelalterlichen Literatur, besonders in unfern Tagen, da der berühmte Sänger aus Malaga, als das Prnnkroß der literar. Kunstreiter, sowol der Lombardei wie der Mark Brandenburg, sowol Böhmens, wie der französischen Hauptstadt und ihrer herzlichen Freundin jenseits des Kanals, mitten unter den Kriegen Gog's und Magog's, so oft vorgeführt wird, und mit seinen hebräischen Strahlen beinahe unser deutsches großes Sternenpaar überglänzt.' Beinahe hätte der Titel oben uns-abgehalten, wiederum hinanzutreten, so sehr fühlen wir uns von den Klageliedern, den Sprüchen, den Morallehren und der Filosofie des Abungebron, oder wie ihn sonst die Unwissenheit titulirt, gesättigt, — doch zog uns der Name L. Dukes wieder an, welcher die Wißbegier schon ein paar Mal sehr geistreich auf demselben Stoff unterhielt. Wir gestehen, daß wir den Nachtisch mit Vergnügen durchgeknackt haben. Es ist erfreulich

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