Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 12 (1.12.1860) 1.Hälfte
- Date
- 1860-12-01
- Page
- Seite 638 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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638 — S. 59. Dürste die Hinzufügung der Erklärung des Gersoniden über Eliah's Erscheinung schon wegen der filosofischen Gelehrsamkeit bedenklich sein, wie ste denn auch für sich nicht befriedigt. S. 95. Bei der Geschichte Sanherib's wäre die Erwähnung der neuesten Ausgrabungen, wenn auch nur in einer Anmerkung, wünschenswerth gewesen. S. 97. Hätten wir die Verkündigung des Prinzen in der gegebenen Uebertragung aus Gründen lieber vermieden! Warum neben Immanuel auch Hiskia übersetzt wird, ist uns nicht deutlich. Man beschuldige uns nicht der Kleinigkeitskrämerei. Gerade die scheinbare Geringfügigkeit dieser paar Bemerkungen soll zugleich beurkunden, daß die Schilderung der biblischen Geschichte bis zur babilontschen Gefangenschaft, deren Schwierigkeit uns sehr wol bekannt ist, in der Form, wie Hr. Breuer ste vorträgt, für den Zweck der Schul-Belehrung uns im Allgemeinen zugesagt hat. — Die andere Hälfte des Buches behandelt die weitere Geschichte mit gleicher Ruhe und Besonnenheit, sowie in sehr sorgfälliger Auswahl. Was die Männer der großen Synagoge betrifft (S. 158), so können wir uns nicht überzeugen, daß hierunter die gottesdienstliche Versammlung unter Esra verstanden werde, da ein sehr später Nachkömmling zu den Resten derselben gezählt wird, wie der Verfasser S. 161 nachholt; indem er von einem Vereine spricht (S. 158 und 161) gibt er selbst zu verstehen, daß er etwas Anderes sein soll, als die Mitglieder jener großen Feierlichkeit. Wir sind immer noch der Ansicht, daß darnnter die Unterzeichner der Urkunde zu verstehen seien. Auch sonst ist gegen die Vermuthungeu S. 170—2 manches zu erinnern, was übrigens, da die Geschichte von Jaddua, von den Samaritanern und von Alexander im Argen liegt, hier keine Erörterung verdient. S. 173 bedarf zum Verständnisse einer stylistischen Nachhilfe. Die Geschichte der syrischen Zeit und der Befreiungökriege wird, mit einzelnen Erinnerungen an neuere Forschungen, einfach und gut erzählt. Bei Gelegenheit der Synedrial- Einrichtung finden wir ein zweites großes Synedrion von 71 (S. 222) erwähnt, wozu wir die Quelle vermissen; ebenso unklar ist die Nachricht von der hohen Schule in Jerusalem. — S. 241 begegnet uns ein Schreibefehler Tar q uin in s Alerander, statt Tiberius. Daß wir hie und da noch Kleinigkeiten, namentlich betrefsend die gar zu kurze Ueberstcht der rabbinischen Jahrhunderte,