Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 12 (1.12.1860) 1.Hälfte
- Date
- 1860-12-01
- Page
- Seite 637 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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637 — Sprache des kindlichen Glaubens, dem noch nicht alle Schleier gelüftet werden; Inhalt und Form reichen so einander die Hand, und ein sehr guter Takt gibt sich durchweg zu erkennen. — Wir möchten diesen Takt besonders betonen; er ist bei unserem Gegenstände von weit höherem Werthc, als die Darstellung des zur Genüge Bekannten, wiewol auch diese nach Maßgabe der eigenthümlichen Auffassung eine bedeutende Mannigfaltigkeit darbietet. Wenn wir aber, allerdings nur nach subjektivem Gefühl, nicht umhin können, dem Hrn. Verfasser in Betreff der Form größtentheils beizupflichten, so glauben wir doch andererseits, ihm und denen, die sich des Buches bedienen, unsere Achtung nicht besser bezeugen zu können, als durch offene Besprechung einiger Stellen, welche bei uns ein mehr oder minder wichtiges Bedenken erregt haben, das vielleicht bei einer künftigen Auflage, oder selbst beim Unterrichte schon jetzt berücksichtigenswerth erscheinen dürfte. Wir folgen hierbei dem Buche, ohne unsere Bemerkungen zu rubriziren, da sie ohnehin nicht zahlreich sind. S. 6. Finden wir Furcht und Schrecken, als Folge der Aufforderung Saul's zum Kampfe, nicht entsprechend, auch nicht dem 'פחר ה gemäß. — Die Ziffern 300,000, strenge sogar 330,000 sind in den historischen Büchern schwerlich korrekt; da deren Angabe nicht nöthig ist, so möchte es gerathener gewesen sein, sie nicht aufzuführen. S. 15. Die Geschichte der Rettung David's durch Michal ist nicht klar, während der Text 1. Sam. 19. sehr deutlich erzählt. Der Schluß: ״Er legte seine königlichen Kleider ab", entspricht nicht dem V. 24., und enthält eine Art Exegese, die schwerlich zu rechtfertigen sein möchte. S. 23. Die Anmerkung über die Zauberin von Eudor, womit der Vers, die seltsamen Erklärungen alter Lehrer darstellt, gehörte unseres Erachtens nicht in ein Buch für die Jugend. Höchstens wäre ganz allgemein zu sagen, daß die alten Eregeten darüber nicht einig sind. Es gibt ja der' Wundergeschichten so viele, wo sich die alte Bibelkunde in Verlegenheit befindet. S. 49. Finden wir einen zwar sehr unbedeutenden, aber doch hier nicht ganz zu übersehenden pädagogischen Verstoß in der -Darstellung, indem auf einer Seite siebenmal Reichthum und reich, fünfmal Pracht und Glanz, Prachtwerke, Prachtgebäude Vorkommen, wozu die folgende Seite noch einige Beiträge liefert. Wenn wir dies ohnehin von der stylistischen Seite als nicht angemessen anmerken, so gibt auch S. 52. ״Um sich mit seinen Staatsräthen zu berathen, die alten Rathe riethen u. s. f>", einer ähnlichen Ausstellnng Raum.