Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 12 (1.12.1860) 1.Hälfte
- Date
- 1860-12-01
- Page
- Seite 635 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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635 — Das. הנהנה hat mit sfooiu, nichts zu thun. Eben so wenig könne» wir Mussafia's Erklärung von כרום als %Q<äp<* gelten lassen, und Demi's natnrgeschichtliche Erläuterung erwartet noch eine Scholle. Aus diesen Anmerkungen zu den ersten 20 Seiten wird der Leser schon ersehen, daß Hr. W. sich um das Thalmudstudium verdient macht, wenn er die Scholien fortsetzt, wäre es auch allein dadurch, daß er der Lehrweise eine edlere Wendung gibt. Vielleicht gestattet uns diese Zeitschrift*) und unsere gar zu sehr beschränkte Zeit, wieder auf das Werk zurück zu kommen. vr. Jost. Bericht über den zweiten Th eil der biblischen Geschichte und Geschichte der Juden und des Judenthums bis zum Abschlüsse des Thalmuds, von Leopold Brener, emerit. Religionslehrer in Wien. 3. Aust. 1860. Von vr. 2. M. Jost. Ungeachtet der zahllosen Versuche, die jüdische Geschichte qnellenmäßig darzustellen, Versuche, welche seit zwei Jahrtausenden, und auf den unendlich verschiedenen Standpunkten der Bildung stch wiederholen mußten, weil eine befriedigende Einheit von Anschaunngen selbst bei den redlichsten und sorgfältigsten Forschungen niemals erzielt werden kann, find doch die sämmtlichen Jngendlehrer darüber einig, daß die Geschichte des Judenthnms einen wesentlichen Zweig des Religionsunterrichtes bildet, und daß folglich, ganz abgesehen von den mannigfachen, sehr oft untereinander durchaus unvereinbaren Ergebnissen gelehrter Untersuchungen, der Jugend und dem Volke eine möglichst genaue Ueberstcht des geschichtlichen Stoffes, so weit solcher mit einer gewissen Zuversicht ermittelt worden, überliefert werden müsse. Das Bedürfniß ward von den ältesten Rabbinen und Schriftstellern empfunden, ja es gibt sich schon in der Bibel selbst kund, welche in Gesängen und Reden so oft ans die Geschichte der Vorzeit zurückweist) um so lebhafter mußte es im weitern Verlauf der Zeiten und unter der Wahrnehmung sich verstärken, daß der Stoff von den ältesten Qnellen herab, überall nur ans spärlich erhaltenen Bruchstücken, ungleicher Sprache und Darstellungsweise bestehend, von weit auseinander entlegenen Zeiten und von den. verschiedensten Anschaunngen auö aufgefaßt, eine vollkommene Jneinanderfügung nicht Red. ') Mit Vergnügen.