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Ben Chananja · 1860-11-15 · 11 (15.11.1860) 2. Hälfte · p. Seite 622

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
11 (15.11.1860) 2. Hälfte
Date
1860-11-15
Page
Seite 622 (sequence 30)
Language
German
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622 — Schüler der Primarschule zu Preßburg, fie segnen das Andenken ihrer in Gott ruhenden Lehrer, sowie die jüngere Generation ihre Lehrer hoch in Ehren hält! Die gegenwärtigen Vorsteher der Primärschule find würdige Nachfolger der Gründer dieser Anstalt; ste find von demselben Geiste beseelt, ihre Opfer- Willigkeit verdient die vollste Anerkennung. Sie waren es, welche die Ruinen dieses Schnlhauses auszubauen auf sich nahmen, ste find nun bestrebt, die Schulden abzuzahlen; ste erwarben mit nicht geringer Anstrengung einen Penstonsfond; sie verpflichteten stch jeden Ausfall aus eigenen Mitteln zu decken, obwol die Schule jährlich über 2300 fl. verausgabt; dem jetzigen Vorstande war es Vorbehalten, das begonnene Werk zu vollführen. Möge Gott dem Vorstande, der Schule, und was zu ihr gehört, seinen Segen zu Theil werden lassen, auf daß zum Segen genannt werde das Haus, auf welchem nun die Anfschrift prangt: ״Oeffentliche israel. Primär-Hauptschule." Heinrich Burbaum, Senior der öffentl. israel. Primär-Hauptschule. Preßbnvg, 5. November. Seit, einigen Tagen hält stch der in Dr. Frankens ״Nach Jerusalem" mehrerwähnte Rabbiner Mosche Sachs aus Jerusalem hier auf. Er setzt die Misfion des Hrn. Hausdorf fort, er setzt nämlich Comitä's ein, welche zu Gunsten des Baues eines Pilgerhauses in Jerusalem Geldsammlungen veranstalten sollen. Nach mir von Rabb. M. Sachs gemachten Mittheilungen will es ihm hier nicht gelingen. Auch in Wien befindet fich ein Abgesandter der polnischen Gemeinde; Hr. S. gehört, wie er angibt, der deutsch-österreich. Gemeinde an. Er beabsichtigt, stch an Hrn. Dr. Frankel in Wien und an Hrn. Dr. Philippsohn in Magdeburg zu wenden. B. GroßsKanischa, im Oktober. Am 28. Juni starb der allgemein geachtete und verehrte hierortige Oberkantor, der rühmlichft bekannte I. W. Goldstein. Er schied in ein besseres Jenseits im 76. Lebensjahre, nachdem er 31 Jahre als Oberkantor in der hiesigen Gemeinde zur größten Zufriedenheit fungirt hatte. Sein Leichenbegängniß fand unter ungewöhnlicher Theilnahme am 29. statt, welche deutlich zu erkennen gab, wie sehr er wegen seines biedern Charakters, seiner Frömmigkeit, seines friedfertigen Lebenswandels und seiner unübertrefflichen angenehmen jugendlichen Stimme allgemein geachtet und geehrt wurde. In lobenswerthcr Anerkennung, wurde dessen würdiger Sohn, Hr. Josef Goldstein, ein tüchtiger, gründlich geschulter Sänger, von der ehrsamen Gemeinde einstimmig an seine Stelle berufen, und der Wittwe eine angemessene jährliche Pension zugesichert. Z . . . . Briefe aus GvoH-Kanischa. I. Eine Reise, die ich bei Gelegenheit meines Amtswechsels von Kecskemöt nach Groß-Kanischa zurücklegte, hat des Anregenden so Vieles für mich, daß ich mich nicht erwehren kann, die' gemachten Erfahrungen und Wahrnehmungen im Vereine mit einigen früheren Schulnotizen dem Urtheile der Oeffentlichkeit auszusetzen. Ich glaube dem Wunsche fast aller Lehrer und Schulvorstände in Ungarn den Ausdruck zu geben, wenn ich die ungarische Sprache als den wichtigsten Gegenstand bezeichne, und es nicht allein für zeitgemäß, sondern als dringende Nothwendigkeit erachte, über den Rang, den unsere Landessprache in den jüdischen Schulen Ungarns einzunehmen habe, ein Wort zu reden. Es ist bekannt, daß dem ungarischen Elemente in unfern Schulen seit einem Dezennium nicht diejenige Beachtung zngewendet wird, deren es sich im vorhergehenden Zeiträume erfreute. Dies ist keine Anklage, sondern war in Verhältnissen begründet, die außer dem Bereiche unserer Thätigkeit lagen. Ein Aussatz: ״Die Zukunft unserer Schulen" im ״P. Naplö“ vom 20. Oktober

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