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Ben Chananja · 1860-11-15 · 11 (15.11.1860) 2. Hälfte · p. Seite 621

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
11 (15.11.1860) 2. Hälfte
Date
1860-11-15
Page
Seite 621 (sequence 29)
Language
German
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— 621 — Beitrag ans dem Schulfonde nuterthänigst bitten." Ein glückliches Resultat ist um so mehr zu hoffen, als diese Million auch wirklich Schulzwecken zugewendet werden soll. Bisher sind aus diesem Schulfonde vier Schulen versorgt; die Interessen dieses Kapitals sollen aber nach Allerhöchster Verfügung sämmtlich nur Schulzwecken zu Gute kommen. Es ist daher von unserer Regierung zu hoffen, daß dem Vereine eine bedeutende Summe einfür allemal oder ein jährlicher Beitrag zufließen wird. Auf diese Weise könnte der Verein seine Wirksamkeit sogleich beginnen, und so könnten alle Lehrer in Ungarn, aus welchem Lande dieser Schulfond aufgebracht wurde, denselben genießen. Diesen unfern Vorschlag bitten wir zu erwägen und — die Ausführung zu ermöglichen. Vorgänge in unserer Gemeinde betreffend, so verdient erwähnt zu werden, daß die hiesige israel. Primär-Hauptschnle mit Erlaß vom 1. Aug. d. I. als eine öffentliche erklärt wurde. Lehrer und Schule erhielten ihre Dekrete von der k. k. Statthalterei zu Ofen. Nachdem der Lehrkörper dieser Anstalt Dekrete erhielt, überreichte er dem Vorstande eine Dankadresse. Der Kampf dieser Schule um ״Sein oder Nichtsein" scheint nun nach vierzig langen, bangen Jahren zu Ende zu sein! Ja, vierzig Jahre sind's nun, seitdem diese Schule, die erste in Ungarn, von einigen Edlen Preßburg's in's Leben gerufen wurde. Gleich den Israeliten in der Wüste, welche vierzig Jahre lang umherirren mußten, ehe die Jugend das ihnen von Gott verheißene Ziel erlangen konnte, mußre diese Schule auch vierzig Jnhre lang, Mißgeschicke ertragen, harte Prüfungrn bestehen, ehe ihr das Oeffentlichkeitsrecht ertheilt wurde. Wie Moses, der Führer Israels, von den Feinden Israels in Israel Vieles anszustehen hatte, so hatten auch die Gründer dieser Schule, die Führer einer neuern Partei Vieles zu ertragen, von Männern, deren wir wol mit Achtung erwähnen, die aber eine andere, als eine der Zeit anpaffende Richtung verfolgten. Die Anhänger dieser Schule hatten manchen heißen Kampf zu kämpfen, und besonders in jüngster Zeit vielen Versuchungen zu widerstehen. Aber die Anhänger dieser Schule waren der Anstalt eine schützende Wolkensäule am Tage; sie ließen ihr reichliche Mittel zu Theil werden; sie waren unerschütterlich in ihrem Vorsatze; sie waren stets um und in der Schule; sie halfen der Schule, sich von Stufe zn Stnfe zu erheben. Sie waren ihr die Leuchte, die Feuersäule; sie waren es, welche durch ihren Feuereifer, durch ihr edles Streben die Schule zn retten und zn schützen suchten, wenn über diese Schule die Nacht hereinzubrechen drohte! Sie waren es, welche Gott begeisterte, daß sie die Schule in's Leben riefen, damit den Kindern derjenigen Eltern, welche nach Schulen verlangten, ein besserer als der bis dabin ertheilte Chederunterricht ertheilt werde, eine Mannakost, gleich wie sie den Israeliten in der Wüste von Gott beschieden wurde. Seitdem hat die Schule viel Gutes gewirkt, und daß ihr Streben ein würdiges war und ist, dafür sprechen Tausende lebendige Beispiele; ihre Schüler, heute Männer von Ruf und Ansehen, nennen sich stolz

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