Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 11 (15.11.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-11-15
- Page
- Seite 620 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2542917-2543076-2543091--1853-2545574- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
— 620 — fett zu tödten. Umsonst hätten die Heroen jüdischer Eregeten, wie Raschi, Aben Esra, Moses den Nachman, Raschbam, Mendelssohn, Weffeli, ,und wie alle diese Sterne heißen, die Fruchte ihres reiflichen Forschens, uns zum Gebrauche hinterlasseu. Der Schulvorsteher würde darüber wachen, daß der Lehrer, wie jede Maschine sich genau im vorgeschriebeneu Geleise halte. Oder sollte die behördlich sanktionirte Uebersetzung der Bibel zu Händen der Schüler dienen? Für welches Alter sollte diese berechnet sein? Für den, dem die Bibelsprache noch völlig fremd ist, wäre sie unnütz, da er sie nicht anzuwenden verstünde; und kennt der Schüler die hebr. Grammatik und Sprache einmal, so findet er gar bald den entsprechenden Ausdruck für das hebr. Wort in seiner Mutterspräche, und die Uebersetzung ist ihm entbehrlich. — So wollte sich einst ein Schüler der zweiten Klaffe hier, aus der beigedruckten Herrheimerischen Uebersetzung das Wort □MDlNfiföS klar machen. Sonderbarer Weise fehlt jedoch in der Ausgabe das L in beklagte, und das Kind las das Wort ohne L. Man stelle sich nun die Heiterkeit der Schüler vor! Aus Allem dem geht nun sattsam hervor, daß eine traditionelle Bibel- Übersetzung völlig unmöglich, und ijede wie immer normirte Uebersetzung der Schule und dem Geiste, der in ihr erstrebt werden soll, hinderlich und so nachtheilig wäre. Wir sind daher Hrn. Spitzer, Schulvorsteher zu NikolSburg, zu großem Danke verpflichtet, der mit richtigem Takte gegen das Anfinnen der andern Schulvorsteher Einsprache erhoben, und seine Unterschrift verweigert hat. Wir stünden sonst vielleicht vor einem fait accontpli, und müßten uns in Thatsachen fügen. David Löwi, Oberlehrer zu Oedenbnrg. Pveßburg, 6. November. Bevor ich meine Pflicht als Berichterstatter erfülle, erlauben Sie, ehrwürdiger Herr Redakteur, daß ich, der den zu gründenden Penfionssond in diesen Blättern auregte, den Hrn. Lehrern in Pest, Ofen nnd Altofen, welche die Statuten des fraglichen Vereines ausarbeiteten, meinen besondern und innigsten Dank ausspreche, für ihre Bereitwilligkeit, mit welcher sie Zeit und Mühe opferten. Gottes Segen ihnen und dem Vereine! In Betreff dieses Pensionsfondes hätte ich einen bescheidenen Vorschlag, und bitte alle jene Herren, welche dieses Unternehmen bisher begünstigten, denselben zu würdigen. Der Penstonsfond wird für Ungarn und die Nebenländer gegründet. Der Verein darf von den ungarischen edlen Menschenfreunden in und außer dem Zudenthnme, nicht minder aber von edlen Menschenfreunden anderer Krön- Länder milde Beiträge anhoffen, und bei dem Anklange, welchen dieses Unternehmen allerwärts gefunden, dürfte ein ansehnlicher Pensionssond zu Stande kommen. Gleichwol ist zu besorgen, daß der Verein eine geraume Zeit wird bestehen müssen, ehe er seinen wohühätigen Wirkungskreis wird eröffnen können. Damit aber der Verein recht bald wirksam sein könne, hätte ich folgenden Vorschlag zu machen: ״Dem Vereine möge bei der A. h. Regierung um einen atlergnädigsten