Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 11 (15.11.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-11-15
- Page
- Seite 605 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 605 — und überall gewiß mit Recht zu Theil, und kam er, wie man behauptet, in einem diplomatischen Aufträge, so hat man ihm ohne Zweifel vertrauensvolles Entgegenkommen, die höchste Achtung gezeigt. Und ich bin überzeugt, daß es kein Land, keinen Staat, kein Volk gibt, das sein Vertrauen, seine Achtung, z. B. einem berühmten mohamedanischen Arzte versagen würde, der sich irgend wo niederlassen wollte, obschon er ohne seinen Glauben zu verlassen, alle mohamedanischen Vorschriften vernachlässigt. Aber versuchen wir etwas tiefer in die Mysterien der Städte einzudringen, sammeln wir, was wir leider mitunter zu hören bekommen, was im Schooße der Familien vorgeht, wovon besonders die Netzte erzählen können, Sünden, die zum Himmel schreien, und die von denen begangen werden, die das Gesetz handhaben sollen. Welches Vertrauen und welche Achtung können diese dann fordern? Exempla sunt odiosa. Schließlich bitte ich Ihre Hochwürden, es nicht übel aufzunehmen, wo ich weniger diöcret in meinen Ausdrücken gewesen sein sollte, wie auch, wenn ich Sie auffordere, sich selbst zu prüfen, ob es wirklich die Sache an und für sich ist (da Sie eben sagen, ״daß eS kein leeres Gedankenspiel sei", welche sie veranlaßte, mir jene Frage vorzulegen) oder irgend eine Persönlichkeit, gegen die Sie etwas haben, und, die Sie dazu angetrieben. Er aber, von dem alle Liebe und Wahrheit ausströmt, sei mit Ihnen, und lasse Ihr Alter, wie Ihre Tugend sein; er segne Sie in Ihrem Hause und in Ihrem Berufe, und schenke Ihnen viele frohe uud glückselige Tage, und indem ich mich Ihrer fernern Freundschaft und Gunst, wie auch Ihrer fernern Fürbitte empfehle zeichnet sich mit Hochachtung Ihr Hochwürden ergebenster*) * * * *) Die vorliegende Korrespondenz hat, was uns ausdrücklich zn bemerken nöthig scheint, im nördlichen Europa wirklich stattgesunden. Red.