Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 11 (1.11.1860) 1. Hälfte
- Date
- 1860-11-01
- Page
- Seite 583 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 583 blätter und ihren Mitarbeitern nicht gleichgiltig sein dürste, da es ihnen willkommen sein mag, zu vernehmen, welche Wünsche im Kreise ihrer Leser immer mehr verlauten. I. Was die betreffenden Bemerkungen angeht. Zunächst will ich, was dort unterblieben ist, den Lesern die Stellen angeben, gegen welche die vier Glossen gerichtet stnd. Sie sind in meiner Geschichte des Iudeuthnms und seiner Sekten, Abtheilnng II. S. 141, 143, 148 (wofür der Druckfehler 118 gesetzt ist) und 188. — Die erste zn 141. findet an meiner Angabe: ״Die Nachricht über die Einführung der Magier oder Gebern (חברין) Religion habe den R. Jochanan in Liberia dermassen erschüttert, daß er in Ohnmacht fiel", ungenau. Hr. D. meint R. I. habe nicht die Religion der Feueranbeter, sondern bürgerliche Bedrückungen gefürchtet, und deshalb sei der Vers בגוי נבל אכעיסם dabei angewendet worden. In der That wüßte ich keinen großen Unterschied zwischen bür gerlichen Bedrückungen, je nachdem sie von tyrannischem oder von kirchlichem Uebermuth herrühren; auch maße ich mir nicht an die Anwandlung zur Ohnmacht, die ein Rabbi vor 1500 Jahren empfand, geschichtlich zu erörtern. Ein Schreck über eine Nachricht, der eine Ohnmacht erzeugt, macht sich nicht erst breit mit langer Berechnung, weshalb es recht sei, in Ohnmacht zu falten. Auch hinterher ist unter גוי נבל jedes bösartige Volk zu verstehen, ob es wild handle aus Religion oder aus Raub sucht oder aus Uebermuth. Aber das ist aus dem ganzen Zusammenhänge ersichtlich, daß in dem augezogenen Falle lediglich von der Religion der Feueranbeter, nicht von sonstiger Rohheit die Rede ist. Die Leiden, welche die Magier den Juden znfügten, werden sämmtlich ihrem Religionseifer zugeschrieben. Ich weiß also nicht, was uns veranlassen könnte, andere Ursachen geflissentlich aufzusuchen, die keine Quelle angibt, und ich verweise den Leser auf die ganze Schilderung der Ereignisse. — Genügt das alles nicht, um die Ohnmacht dessen zn begründen, der neue Verfolgungen hereiubrechen sah, — so haben wir nichts dagegen, daß die Kritik noch einiges willkürlich hiuzndichtet, aber um neue Muthmaßungen zu stützen, bedarf man wenigstens der gegebenen Andeutungen, die wir hier vermissen. Die zweite Bemerkung bedauere ich, durch und durch räthselhaft zu finden, und ich glaube, daß es jedem Leser so gehen wird, weil darin Druck- oder Schreibe fehler den Sinn vollständig verhüllen. Nach meiner Ansicht ist alles was Aruch 8. v. הבר vorträgt, klar und faßlich. — Nun bringt obige Bemerkung meine Worte aus II. 143. mit Anführungszeichen heran, setzt aber diese nicht wieder hiezu, da, wo ich schließe, so daß meine Worte mit denen der Kritik in einander laufen, das ist schon fatal. Allein es wäre mir doch Leid, wenn Jemand den Satz: ״Da aber die Zendreligion die Bestattung der Todten so lange unter-