Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 10 (1.10.1860) 1. Hälfte
- Date
- 1860-10-01
- Page
- Seite 525 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 525 Lorre5jwndenz. Ausland. Jerusalem, im September. Ihr Korrespondent von Jerusalem Hr. Moses Sachs hat das Missionsgeschäst des Hrn. Hausdorff übernommen, und veranstaltet Geldsammlnugen für die zu erbauende Synagoge der deutschen Gemeinde. Auch für eine Thalmud Thora und ein Pilgerhaus sammelt er. Sperrden, und bildet fortwährend Comitä's in Europa. Das Pilgerhaus hätte die Aufgabe fremde Reisende zu unterstützen und auf eine kurze Zeit unentgeltlich zu verpflegen. Für die Fürstenthümer Moldau und Walachei hat er in Galatz ein Zentral-Comilö errichtet, welches Spenden für alle drei Anstalten annimmt, und unter der Leitung des Pr. Piorkowsky steht. Durch die Mühewaltung des löbl. Zentral-Comitö's in Amsterdam und des Hrn. Dr. Hildesheimer ist das Grundstück bereits gekauft. Wie erfreulich dies einerseits für uns ist, so traurig ist es anderseits — was wir in der ״Presse" Nro. 213 lesen, nämlich: ״die deutsch-israelitische Gemeinde in Jerusalem erhielt die kais. Genehmigung durch ihren Rabbinen Mardechai Salamorr im Umfange der österreich. Monarchie Sammlungen für den Bau ihrer Synagoge bei ihren Glaubensgenossen einleiten zu dürfen." Nun ist CH. Mardechai Salomo» der Rabbiner der rufstschen Gemeinde, oder wie sie stch nennen, der und führt uns jetzt schon zum zweitenmal hinter's Licht. Er sammelt wirklich unter dem Namen der deutsche» Gemeinde für die פרושים. Die eigentliche deutsche Gemeinde hat ihre Boten noch nicht ausgeschickt. Die Spenden daher, die jetzt den Boten übergeben werden, fließen nicht der deutschen, sondern der russischen Gemeinde zu. Die deutsche Gemeinde wird in Bälde ihre Sammler ansschicken, und dann wird manche Gemeinde Anstoß daran nehmen, daß für eine Gemeinde zweimal gesammelt wird. Gott mit Ihnen! Inland. / Brünn, im September. Zwei brennende Fragen sind es, welche jetzt die Gemüther der hiesigen Israeliten bewegen, es sind dies die Schul- und Rabbinersragen, nur mit dem Unterschiede, daß die Lösung der erster» von Außen beinahe schon erzwungen worden wäre, während die der letzter» den langsamen, höchst retardirten Entwickelungsgang geht. Schon seit längerer Zeit wird der Vorstand der hiesigen israel. Kultus-Gemeinde von der Statthalterei, oder besser vom Konsistorium, zur Kreirung einer jüdisch-deutschen Hauptschule gedrängt. In frühem Jahren, als in Brünn bloS ein israel. Kultus-Verein, aber keine Kultus-Gemeinde war, konnte man diesem Ansinnen sehr leicht mit der Antwort entgegen treten, daß ein bloßer Verein doch nicht die Kräfte zur Kreirung einer solchen Schule haben könne. Seit der Umwandlung des