Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 10 (1.10.1860) 1. Hälfte
- Date
- 1860-10-01
- Page
- Seite 519 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 519 — רבי לה" אח הפת heißt es daselbst. S. 188. Anmerkung 5. b. wie dort bewiesen iß, daß die Gottesfurcht in damaliger Zeit nachgelassen habe, begreifen wir nicht. & e p { i k. Von L. R. Landau. Da ich keine böswillige absichtliche Unterstellung bei Ihnen voraussetzen kann, so muß ich es blos der Flüchtigkeit und Unachtsamkeit zuschreiben, daß Sie im letzten Hefte des Ben Chan. (15. Sept.) bei Beurtheilung des Winter'schen Jahrbuches, in meinem Genrebild: ״der Mejuchis", eine historische Unrichtigkeit rügen und bekämpfen, die ich weder ausgesprochen, noch angedentet habe. — Wo und wann habe ich behauptet, daß der Mejüches eine polnische Erscheinung sei? — Irgend wohin mußte ich doch die Szene verlegen, die ich schildere; die Lokalfarben aber, die ich gewählt, find Ln einer Anmerkung (S. 75) hinlänglich motivirt. Wenn es dagegen gleich im Eingänge heißt: daß ״man sich tief nach Polen begeben müsse, um noch eine Spur dieser eigenthümlichen Erscheinung aufzufinden", so ist gerade aus diesem Satze, der Ihre übereilte Angabe veranlaßt haben mochte, ersichtlich, daß hier nur von der Gegenwart, tnt Gegensätze zur Vergangenheit, die Rede ist. Aus der Wahl der Beispiele, wie aus den Schlußbemerkungeu folgt dies noch deutlicher. — Auch die Rüge hinsichtlich des Schelu ist eine unverdiente. Nachdem ich eben bemerkt hatte, daß die Autoren oft nach ihren Meisterwerken genannt wurden, war es nöthig, gleich darauf noch besonders zu erwähnen, daß die Anfangsbnchstaben, aus welchen dieser Name zusammengesetzt ist, ebenfalls einem berühmten Werke entnommen seien? Eine solche pedantische Genauigkeit wäre in einem belletristischen Aufsatze sehr unpassend gewesen. Ich will übrigens damit nicht Ihre Enthüllung widerlegt haben, daß der Verfasser des Mejüches sich seit vielen Jahren nicht mit der hebr. Literatur befaßt habe, da es ohnehin längst bekannt ist, daß Augenweh und andere Beschäftigungen mir in meiner Lektüre und meinen liter. Arbeiten überhaupt sehr hinderlich find. Nur glaube ich, daß es völlig unnöthig war, das Publikum mit meiner Person zu beschäftigen, die gar nicht darauf Anspruch macht, als Repräsentant der hiesigen jüdischen Gelehrsamkeit zu gelten. Nachbemerkung -er Redaktion. Hr. Landau gehört zu den vielseitig gebildeten Israeliten, welche in Folge ihrer Erziehung Thalmudisten wurden, ohne daß es ihnen jemals in den Sinn gekommen wäre, Rabbiner: zu werden. Diese Männer, die immer seltener werden, verdienen unsere Achtung und Werthschätzung um so mehr, als sich heut zu Tage das Verhältniß umgekehrt hat, und es Rabbinen gibt, denen