Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1860-10-01 · 10 (1.10.1860) 1. Hälfte · p. Seite 501

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
10 (1.10.1860) 1. Hälfte
Date
1860-10-01
Page
Seite 501 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2542917-2543076-2543088--1731-2545449
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

womit auch der babylonische Thalmud (Joma 73. b.) übereim stimmt, geht dahin, daß die Antwort der Urim i« folgender Weise geschah: Es wurde beispielsweise die Frage gestellt, ob man gegen den Feind ziehen solle oder nicht, sollte die Frage bejaht werden, so erhoben sich allsogleich aus ihrer Reihe folgende Buchstabe«: ע aus dem Namen Simon; ל aus dem Namen Levi; ה aus dem Namen Jehuda, i. e. ״ עלהZiehe hin." Da jedoch nicht das ganze Alfabeth in de« Buchstaben der zwölf Stämme vertreten war, so fügt der Thalmud hinzu, daß auch die Namen der drei Erzväter: Abraham, Isaak und Jakob, wie auch die Wörter: שבטי ׳שרון sich darin vorfanden. Wie wir also sehen, unterschied sich der Choschen vom Ephok, in welchem letzter» ebenfalls die Namen der zwölf Stämme eingegraben waren (II. M. 28, 10.) auch darin, daß er mit 22 Buchstaben mehr, im Ganzen also 72 Buchstaben zählte, während der Ephod (Sota 36) blos 50, und zwar 25 auf jedem seiner beiden Steine hatte. Nun entsteht abermals ein Kontrovers, wie denn die vom Thalmud hinzugefügten 22 Buchstaben im Choschm angebracht waren? Maimonideö (III. T. Kle Mikdosch 9, 7.) ist der Meinung, daß im ersten Steine (ארם), worauf der Name ראובן stand, auch die Namen der drei Erzväter sich befanden, und daß der letzte Stein (ישפר׳) , der den Namen ■בנימין führte, שבטי יה zum Schluffe hatte. Die Ungleichheit der Vertheilung füllt leicht in die Augen; denn, während im ersten Steine 18 Buchstaben standen, hat der siebente Stein blos 2! רן. Maimonides hat zwar hier aus-einer, alten Quelle geschöpft, und befindet sich diese seine Angabe ausdrücklich im Midrasch-Rabba (II. M. Parscha 38.), was dem Glossator V"2 entgangen zu sein scheint. Indes stellt Cheskuni (Bibelkom.) ein anderes Schema dieser Vertheilung auf; nach ihm Hatte jeder der zwölf Edelsteine im Choschen gerade sechs Buchstaben 6 x 12 ----- 72. Daß auch diese Eintheilung nicht die richtigste, ist daraus zu ersehen, daß im siebenten Steine das Ende des zweiten, und der Anfang des dritten Patriarchennamens sich befand. Wir wollen daher noch eine dritte Eimtheilung versuchen, die uns als die einfachste erscheint, und die wir schon bei einer andern Gelegenheit, nämW

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.