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Ben Chananja · 1860-10-01 · 10 (1.10.1860) 1. Hälfte · p. Seite 500

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
10 (1.10.1860) 1. Hälfte
Date
1860-10-01
Page
Seite 500 (sequence 4)
Language
German
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— 5Ö0 — Theom ״Perle", und glaubt, daß dem Hohenpriester Über den Moschen eine Kette von Perlen herabhing, an fcft die Arkm und Thumim angebracht waren. Auch Spencer ist gleicher Anficht, daß es für die א״ות zwei besondere Figuren gab. Urin! erklärt er als gleichbedeutend mit Tcrafim oder Serastm, ״die Leuchtenden", und Thumim, wie das griechische tjzvftos wahrhaftig, eine Anspielung auf die Funktion des Hohenpriesters als der obersten Gerichtsperson. Zur Bekräftigung besten wird eine Stelle (Diod. Siknl L. 2. K. 3.) zitirt, wonach es bei den Egyptern gebrauchltch war, daß der Präsident des Gerichtes eine Kette trug, woran in kostbaren Steinen ein die Wahrheit vorstellendes Bild herabhing; daher auch die Septuaginta Thumim mit altj-deia — ״Wahrheit" gibt. Nach Jos. (Alterthümer 3, 8.), womit auch der Thalmud (Joma 73. d.) übereinstimmt, waren die א״ות nichts anderes, als die in den zwölf Steinen eingegrabenen Buchstaben zur Bezeichnung der zwölf Stämme. Auch über Die Art und Weife, wie die NI "א ihre Orakel kund machten, sind die Meinungen verschieden. Jos. (ibiä.) versichert, daß die Edelsteine, wenn die Antwort eine günstige fein sollte, einen besondern Glanz von sich gaben, blieb aber dieser Glanz ans, so war es ein Zeichen, daß die in Frage stehende Angelegenheit ungünstig ausfallen wird, und daher unterbleiben soll. Nach seiner Versicherung soll diese wunderderbare Erscheinung erst 200 Jahre vor Abfassung seiner Geschichte aufgehört haben. Daß die א"1ת auch im zweiten Tempel eristirten, geht aus einer Stelle im Thal mud (Kidnschin 31. a.) hervor, wo berichtet wird, daß die Weisen einst Edelsteine zum Ephod brauchten. Maimonides (III. T. Kle Mikdosch 10, 10.) gibt daher die Anwesenheit der א"(ת im zweiten Tempel zu, stellt aber in Abrede, daß sie da je göttliche Orakel ertheilt, und wie aus einer Stelle im Thalmud (Sota 48. b.) hervorzugehen scheint, so haben sie da ganz gefehlt. Eine zweite Ansicht über die Orakel der א״ות hat der jerus. Thalmnd (Joma VII. S. 44. c.)j nach ihm haben dieselben durch eine hörbare Stimme Bescheid ertheilt, blieb aber diese aus, so war es ein ungünstiges Zeichen. Eine dritte Meinung daselbst,

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