Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 9 (15.9.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-09-15
- Page
- Seite 488 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 488 — Einfachheit der Darstellung nur gewonnen. Höchst interessant ist der Bann gegen die Sabbathäer (22—29). Die erste Austage dieses Aktenstückes von 1766 gehört zu den Seltenheiten. Luzzatto's Bemerkungen gegen Emden, in Betreff der Stunden im Thalmud (S. 34) scheinen uns von den Einwendungen des Herausgebers nicht widerlegt zu werden. Rabb. Pollak in Trebitsch liefert den Anfang einer Diätetik. In den folgenden Aufsätzen hat das die thalmudische Hermenutik Betreffende größeres oder geringeres wissenschaftliches Interesse. Treffend ist Plungian's Erklärung אגסטרין ehtfjgiov, und die damit verbundene Berichtigung und Erläuterung verschiedener Midraschstellen (76—78). Sehr erfreulich ist es tn der Thät, daß sich die Gelehrten in Galizien und Polen immer mehr der kritischen Behandlung der thalmud. Literatur zuwenden; die Spezialforschung hat von ihnen bedeutende Resultate zu erwarten. Zu den gelungenen poetischen Stücken des vorliegenden Heftes gehört das Gedichtchen Degel Jehuda von Pardes (94. 95.) Wir wünschen dem verdienten Herausgeber hinreichende Unterstützung zur Fortsetzung seines literärischen Unternehmens. כרכ^י יצחק. Eine Sammlung hebr. Aussätze, literärisch - Historischen, stlologischen, eregetischen und poetischen Inhalts , zur Fördemng des hebr. Sprachstudiums, von M. E. Stern. 25. Heft. Wien, 1860. 8. 124. Zu beziehen vom Herausgeber, Kohlmefferg. 475, 2. Stock in Wien. Die meisten Beiträge lieferte zu diesem Hefte der gelehrte Salomon Fränkel in Stanislau, welcher den Lesern der Jost'schen Geschichte des Judenthüms und d. Bl. vortheilhast bekannt ist. Als Resultat seiner ersten Abhandlung stellt sich heraus, daß der vielbesprochene חילירא דבי רבי (Sanh. 98, b.) kein anderer sei, als Jochanan b. Nafcha (S. 33—38), worauf der künftige Thalmud-Lerikogras Rücksicht nehmen wird; einen neuen Versuch, die anderen Namen der angeführten Thalmudstelle zu erklären, gibt Johann Pope (S. 99), der sich endlich entschlossen hat, die reiche Quelle seines thalmudischen Wissens zu öffnen. Der in d. Bl. von Jost und Dnschak besprochenen Mischna Rosch Ha-Schana 4. 1. widmet Fr. eine ausführliche Erörterung (42—46. 89—94), welche die umfassende Belesenheit des Verf. hinlänglich beurkundet. Jos. Löwy in Gr.-Kanischa bespricht Mafforetisches in einem Sendschreiben an Schorr (94—97); Eisler läßt ans einige filologische Bemerkungen einen Ausfall gegen den Chaluz folgen (6. 7.). Von besonderer Bedeutung find: das von vr. Jellinek mitgetheilte Werkchen לב פ^ים , von Isaak Aben Latif (7 WM Gegenstände haben, die das Allerhöchste Kaiserhaus betreffen; das vierte der angeführten Schriften ist dem Andenken des Feldmarschalls Radetzky gewidmet.