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Ben Chananja · 1860-09-15 · 9 (15.9.1860) 2. Hälfte · p. Seite 486

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
9 (15.9.1860) 2. Hälfte
Date
1860-09-15
Page
Seite 486 (sequence 22)
Language
German
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— 486 — eben nicht musterhaft sei, wird wol schwerlich in Abrede gestellt werden können. Einen sehr beachtenswerthen Aufsatz: ״Ackerbau" (132—164), liefert Mard. Nord, wenn auch die zum Schluffe ausgesprochene Hoffnung viel zu überschwenglich ist. Die zahlreichen Verehrer des berühmten Prof. Wessely werden dessen Biografie (415—124> mit Vergnügen lesen. Dasselbe gilt von dem Mathematiker Slominsky, zu dessen Charakteristik Dr. Goldschmidt einen Beitrag liefert. Bei einer kleinen Schaar gefinnungsverwandter Freunde, wird vielleicht auch die dem Red. d. Bl. gewidmete Skizze einiges Interesse erregen. Zur wahren Zierde des Jahrbuches dient die Medaille und die Adresse, mit welcher italienische und französische Juden dem glänzenden Verdienste Albert Cohn's, des Zöglings der Preßburger Primärschule, wohlvediente Anerkennung zollen. Für das Streben von nahe an 200 jüd. Lehrern, ihren Hinterbliebenen ein freundliches Loos zu bereiten, hat das Pester Jahrbuch kein Wort der Theilnahme! Rosenberg's Jahrbuch ist speziell für die Gemeinden Ungarns bestimmt. Es bringt: Synagogen-Ordnung der israel. Kultusgemeinde zu Arad (1—31). Die Arader Gemeinde hat unter dem gottsel. Chorin nicht unbedeutende gottesdienstliche Reformen vorgenommen. Die Synagogen-Ordnung wird mit vielem Interesse, und von Vorstehern strebsamer Gemeinde mit Nutzen gelesen werden. Dasselbe gilt von den Statuten der 58—32) ה״ק) und denen des Unterstützungsvereines für Ackerbau und Gewerbe (59— 68). Der Wiederabdruck der Wiener Gemeinde-Statuten (68—75), der Statuten der dortigen p״n (76—92), des Frauenvereins (93—101) und des Pester Penfions-Jnstitutes (102—122) ist nicht minder dankenswerth, und wird ficherlich anregend und belehrend wirken. S. 54, §. 86, muß statt ״der Begräbniß" dem Begräbnisse stehen. Die geringe Zahl der ״Gemeindebilder" (123—160) beweist, daß die Theilnahme für das Jahrbuch erst im Werden ist. Möge fich der Herausgeber dadurch nicht abschrecken lassen, und der statistischen Seite die größte Aufmerksamkeit schenken. S. 143 ist ein h. Erlaß zu lesen, nach welchem in Agram ״vor der Aufnahme, Entlassung, der Gewerbrechts-Ertheilung an Jsraeliten immer und in jedem Falle die gutachtliche Aeußerung der israel. Kultusgemeinde eingeholt werden soll." Diesen Erlaß hat fich natürlich die dortige Gemeinde erwirkt: Das Mittelster steckt nun einmal manchen Vorstehern stark in den Gliedern! In Däva-Vänya, wo die Gemeinde 50 Familien zählt, ist M. Kantor und P. Vorbeter (S. 154)! Die statistische Darstellung der jüdischen Vereine (nach SLubenrauch) umfaßt blos die sanktionirten Vereine, nicht aber diejenigen, deren Sanktionirung noch im Zuge ist. Dem Uttwann'schen Bericht über das landwirtschaftliche Institut für Israeliten in Braunschweig (179—185) entnehmen wir die Notiz, daß Pension für Unterricht, Wohnung, Licht, Heizung und Kost jährlich 200 Thaler beträgt. Den Kern des literärischen Theiles bildet ״R. Josua, Sohn Chanania's, von Gutmann Klemperer, Rabb. in Tabor" (209—243), wiewol die Darstellung eine nicht unbe-

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