Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 9 (1.9.1860) 1. Hälfte
- Date
- 1860-09-01
- Page
- Seite 453 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2542917-2543076-2543086--1681-2545397- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Jever 1× ep/1047966
OCR text
— 453 mm Aufsatze ebenfalls Sätze gegenüber halten, deren Zusammenstellung der Verfasser sich gewiß verbieten dürfte. So z. B. heißt es S. 409: ״Ich bin Herrn Szäntö ebenso zn Dank verpflichtet für das Lob, das er so freundlich ist, mir zn erthetleu", und daneben S. 412: ״Ich bedaure, daß Hr. Sz. aus dem tobten Buchstaben urtheilt, und nicht die Schule in ihrer Wirksamkeit, so lange ich im Amte bin, kennen lernte". — : Trotzdem kann ich dem Verfasser versichern, daß ich nicht aus dem tobten Buchstaben urtheile, und das Lob, das ich ihm ertheilte, doch nicht bedauere, — wenn ich auch so wohlfeiler Waffen mich nicht bedienen mag, Sätze ans ihrem Zusammenhange zu reißen, und in solcher Perspektive erscheinen zu lassen. — Das eudgiltige Urtheil über diesen Streit überlasse ich übrigens ganz getrost der ruhigen Uebertegung. Simon Szäntö. Lorrespondenz. Ausland. Die Mschen NerlMmjse in Menburg. Das kleine Ländchen beherbergt auf seinem von Hannover und der Nordsee begrenzten Gebietsteile (von diesem spreche ich hier vorläufig allein, da das nach dem Wiener Friedens-Kongresse von Oldenburg abgetretene kleine Fürstenthum ״Birkenfeld" eine Geschichte mit den Rheintanden hat), etwa 1100 Glaubensgenossen, die sich auf neun Synagogengemeinden vertheilen (genauere statistische Nachrichten muß ich mir, da ich die Quellen nicht zur Hand habe, für spätere Artikel — falls Sie mir hiefür die Spalten Ihres Blattes offenhalten wollen *) — Vorbehalten). Da der Zuzug von Außen ein kaum nennenswerther, so ist dieser Bestand seit einer ziemlichen Reihe von Jahren fast derselbe geblieben. — Es ist dieser Umstand um so unbegreiflicher für die letzten Jahre, da sich schon vor dem Jahre 1848, wie sich später ergeben wird, die Verhältnisse unserer Glaubensgenossen als Staatsangehörige ziemlich günstig gestaltet haben. Doch — ich beginne mit der länger verschwundenen Zeit, so weit mein Gedächtniß nämlich mir die Mittel an die Hand gibt. — Lange vor der bewegten Zeit nämlich fanden sich jüdische Gemeinden mit geordneter Gemeinde- Verwaltung in den Städten Oldenburg, Varel, Jever, Elsfleth, Berne, Wildeshausen, Woppenburg und Vechta. Ihre Kopfzahl mag der des jetzigen I Mit Vergnügen. Red.