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Ben Chananja · 1860-09-01 · 9 (1.9.1860) 1. Hälfte · p. Seite 451

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
9 (1.9.1860) 1. Hälfte
Date
1860-09-01
Page
Seite 451 (sequence 19)
Language
German
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— 461 — wieder auf Josephus' Bericht über die Achtung und Gunst, die Alerander den Juden vor ihren Rivalen erwiesen, mit der Bernerkung zurück, daß die Glaubwürdigkeit dieses Berichtes nicht wenig durch das unterstützt werde, was wir über das spätere Benehmen, dieses Königs gegen die Juden und Samaritaner wissen. Freilich ist auch für diese Begebenheiten Josephus selbst unsere wichtigste Quelle, aber doch nicht die einzige, dabei ist noch zn erwägen, daß er für die meisten dieser Begebenheiten seinen Gewährsmann anführt, und daß er sie besonders in seiner polemischen Schrift gegen Apion (I, 22; II, 4.) erwähnt, wo jedenfalls die Klugheit ihm gehot, sich nicht aus Thatsachen zu berufen, deren Richtigkeit zweifelhaft war, Zur Abwehr. Ich habe in meinem Aufsatze: ״Ueber Religionsunterricht" dem Programme der Wiener Religionsschule für die Volksklassen eine eingängliche Besprechung widmen zu müssen geglaubt. Daß mich hiebei weder eine persönliche Stimnmng, noch irgend eine andere Tendenz als das pädagogische Interesse leitete, scheint mir zu bemerken überflüssig. Heutzutage, wo die Volksschule in ihrer Totalität als ein konfessionelles Institut betrachtet wird, bietet ein von der Gesammtschnle getrennter Religionsunterricht für die Ingend der Elementarklassen eine so krankhafte Abnormität dar, daß man nicht ohne Interesse dem Kampfe zusehen kann, der hiebei mit allen Uebelstäuden, wie wir sie in unserem Aussatze bezeichnet haben, eingegangen wird. Daß meine Kritik eine Entgegnung gerade von Jenen erfahren werde, die in ihrem eigenen Interesse die Errichtung einer Volksschule wünschen und befürworten sollten, setzte ich nicht voraus. Indessen bin ich durch die Erwiderung (B. CH, Vlll. H. 2. Hälfte) eines andern belehrt, obgleich ich mich darüber nicht beklagen kann. Ich brauche ferner dem Sachverständigen nicht erst zu bemerken, daß ich trotz der Entgegnung in meinen Ansichten über das fragliche Programm noch immer verharre. Noch immer sehe ich nicht ein, daß man in den unteren Klassen den Siddur mit seinem unverdaulichen Lehrstoffe unterrichten müsse, und nicht warten könne, bis durch erweiterte Sprach- und Geschichtskenntniffe entweder dem sich dann von selbst ergebenden Verständnisse oder der in höheren Klassen zu erthetlenden direkten Unterweisung der Weg geebnet sein wird. Noch immer begreife ich nicht, wie Schüler, die erst bis zur Geschichte Josefs in Egypten gekommen sind, die Kunde von David und Zion, und 27*

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