Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 8 (15.8.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-08-15
- Page
- Seite 428 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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— 428 — Dotirrrng der Schule deshalb auch die Kultusauslagen im Auge, damit, WMt dw Rabbinatsstelte ordentlich dotirt fein wird , bei/ Besetzung des Direktvrpo- Kens-, der wahrscheinlich mit dem Religionsunterrichte verbunden׳ sein׳ wirdeine solche Persönlichkeit berücksichtigt werden könnte, die mit der. Zeit auch die Rabbinatsstette> zu bekleiden im Stande wäre. Hoffen wir daher das Beste von dem Eifer des k. k. Kreisvorstehers, Hrn. Austermann, des k. k. Statthalterei-Sekretärs, Hrn. Dörfler und dem der Vertreter, denen ich hier im Nkmen aller Freunde des Fortschritles öffentlich für die bisher gehabten Mühen Dank sage. — Möchten sich nur überall so eifrige Beamten finden, und die Juden Galiziens werden in kaum einem Dezennium ganz nach dem Wunsche der׳ h. Regierung gebildet sein! N. Landes. Prag, 30. Juli. Ein sehr Veachtenswerthes Ereigniß ist die vor einigen Tagen beschlossene Gründung eines jüdischen Waisenhauses und Aknmnats für die böhmische Zudenschast. Ein hiesiges Blatt bringt hierüber folgenden Bericht: ״Am iT. d. versammelten sich hier die Mitglieder der PachtnngS-Geseltschast des ehemaligen böhmisch-jüdischen Steuergefattes, sowie die Repräsentanten der Prager Lsrael. Kultusgemeinde und der böhmischen Landesjudenschast, um zufolge eines h. Ministerialerlaffes über die Verwendung und Verwaltung der aus der oberwähnten Steuergesälks-Verpachtung herrührenden NeberschÜffe zu berarhen. Ueber Antrag des Vorsitzenden Hrn. Prof. Dr. Wessely beschloß die Versammlung einstimmig, die gesammten Ueberschüffe zur Gründung eines allgemeinen böhmischen Waisenhauses für israelitische Waisenknaben in der Art zu verwenden, daß von den zu kreirenden Freiplätzen zwei Drittel auWaisenkinder vom Lande und ein Drittel an solche Kinder von Prag verliehen werden sollen. Mit diesem Waisenhause soll auch ein Alumnat für zahlende nicht verwaiste Kinder verbunden werden. In der Anstalt soll den Kindern,, ob sie Frei Plätze innehaben oder in Pension ausgenommen find , in physischer, geistiger und sittlicher Beziehung jene Sorgfalt zu Theil werden, wie sie sie nm unter den günstigsten Verhältnissen im elterlichen Hause haben könnten. — Ursprünglich, war die Gründung einer Ackevbanschute projektirt׳. Allem das. vorhandene Vermögen wurde A. h. Orrs als ungenügend befunden, und dis Pertretev der Prager israet. Knltusgemeinde erachteten die Gründung, eines solchen Instituts als nicht in ihrem Interesse gelegen. — Einer dev Anwesenden stellte dyn Antrag, mit der Knabenwaisenanstalt auch ein Waisenhaus für MädchM zu verbinden. Man erkannte die Heilsamkeit einer solchen Erweiterung., mußte aber vondem Projekte absehen, weil das Ueberschußkapital zur Realisirung; des Planes offenbar unzureichend sei. — In Betreff der KayitalStheilungwurde einstimmig die bereits früher immer geübte Cynosur alter,kannt, daß dev Landesjudenschafti zwei Drittel, dev Prager israel. Kultnsgemeinde ein Drittel zukomme.- — In das Verwaltungs-Kuratorinm sollen neun Mitglieder (6: vom Lande und. A von Prag), gewählt werden. — Die Verwaltung des Kapitales wird zwar nicht getrennt, doch sollen über Antrag des Hrn. Ritter v., LLmel