Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 8 (15.8.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-08-15
- Page
- Seite 422 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 422 dem im Aruch 8. v. vorkommenden 0גנת (Ech. 3, 65 Kränkung entstanden sein mag. 105. 4 חץ. Landau: ״Halb". Er hat also in der angeführten Thalmudstette Sota 9, a. הצי״" gelesen, was höchst paradox und gar keinen Sinn gibt. Es ist aber daselbst ohne Illen Zweifel Chizzai zu lesen, zumal die Stelle auf Deutr. 32, 23. sich bezieht, und das überschristliche Wort mit ״Pfeil" zu übersetzen. (Fortsetzung folgt.) Lorresponstenz. Ausland. Breslau, den 8. August 1860. Geehrtester Herr Redakteur! Ihre bei Gelegenheit der Sz6chenyifeier in ungarischer Sprache gehaltene Gedächtnißrede, die Sie mir einzusenden die Güte hatten, habe ich mit inniger Freude entgegen genommen. Wie Sie selbst richtig bemerken, ist sie als ein kleines geschichtliches Monument für unser Vaterland von Wichtigkeit. Es ist Zeit, daß die jüdischen Kanzelredner Ungarns, dem Beispiele derer in so vielen anderen Landen nacheifernd, das Gotteswort in der Nationalsprache verkünden. Die Sprache hat sich überall als das bedeutendste Mittel bewahrt, den Inden die volle Sympathie der sie umgebenden Völker zu verschaffen und eine aufrichtige Hingabe an sie wird, gewiß nicht verfehlen, das die christliche und jüdische Bevölkerung Ungarns schon so lange umschlingende Band noch enger zu knüpfen. (Im ״Naplö" vom 11. d. verspricht Dr. Meisel, Ln Zukunft ungarisch zu predigen. Red.) Ich kann es mir nicht versagen, die Leser Ihres geschätzten Blattes auf das jüngst im Verlage von Veit und Comp, erschienene Werk: ״Die Judenfrage in ihrer wahren Bedeutung, von vr. M. Kalisch" aufmerksam zu machen. Es war dem Verfasser dieses Buches vergönnt, aus geheimen Archiven Doknmente an's Tageslicht zu fördern, die für die Judenfrage in Preußen vom höchsten Interesse find und bedeutende Schlaglichter auf so manche dabei betheiligte hohe Persönlichkeiten werfen. Was das Buch besonders anziehend macht, ist der Umstand, daß hier zum ersten Male die Stimmen der Vertreter der Gelehrsamkeit in Preußen über Juden und Judenthum vollständig gesammelt sind. Der Kultusminister Eichhorn erließ nämllch im Jahre 1847 eine Zirkular-Verfügung an die preußischen Universitäten (Berlin, Breslau, Bonn, Halle, Greifswalde, Königsberg) und an die Akademie zu Münster, worin er die einzelnen Fnkultäten und Professoren aufforderte, ihr Gutachten abzugeben: