Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 8 (15.8.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-08-15
- Page
- Seite 420 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 420 — letzten Termin, da hatte sich die ganze Gemeinde mit der Schul« fügend, Chupah und Musik vor der Stadt zum Empfange versammelt. Während sie so schon ziemlich lange warteten und ihre Geduld einer Probe sich unterziehen mußte, kam ein jüdischer Bettler, der in dem Gasthanse, wo wir den Entschluß faßten, die Einladung nach T. anzunehmen, eine Raststunde hielt, um die Mildthätigkeit der Eiykehrenden in Anspruch zu nehmen, und nur so viel hörte, daß ich nach T. gehe; dieser fragte nun nach der Ursache dieses festlichen Aufzuges, und auf die ihm gewordene Antwort: ״Heute zieht unser Rabbiner ein", sagte er: ״Da habt ihr euch umsonst Mühe gemacht, der wird nicht kommen, von T. haben sie ihm entgegen geschickt, und. er ist mit seinen Leuten dorthin gefahren". Es soll dort eine ungemein große Aufregung gewesen sein, und der Beschluß sogleich gefaßt worden, mich zu klagen. In dieser Aufregung haben sie meinen später angelangten Brief nicht beachtet und nicht beantwortet, und somit jeden Rechtsgrund zu einer Klage verloren. Daß der Stand des Rabbiners viele Unannehmlichkeiten in seinem Gefolge hat, darauf bin ich gefaßt, aber den Antritt dieses Amtes zählte ich zu jenen freudigen Momenten des menschlichen Lebens, die ungetrübt vorüber gehen, ja, ich glaubte, der Antritt müsse schon deshalb ausschließlich mit allen Annehmlichkeiten verbunden sein, um wenigstens an diese freudige Erinnerung noch nagen zu können, wenn die . Scene sich später verändern, unbehaglich und»frostig werden sollte; nun habe ich aber die Erfahrung gemacht, daß auch da eine Gesichtstäuschung stattfinden könne, daß auch der Antritt, dieser Glanzpunkt im Leben eines Rabbinats-Aspiranten, seine Geburtswehen hat. Mögen wenigstens die Nachwehen spärlicher und weniger schmerzhast sein! — — — (Aus dem Tagebuche). (Fortsetzung folgt). «Beitrage zur tfjafmu&ifdjen Spradjforfdjuiig uni) ÄCtcrtf)tt111stoii0*) Von Rabbiner Leop. Eisler. 101.1 חמר ,חמרת• Saubau, der ״N">2N" mit ״Heerde, von Lastthiereu" übersetzt, hat die Erklärung des Aruch zu demselben irrihümlich ausgefaßt. R. Nathan gibt es nämlich mit ״שיירא של חמרים״ wieder. L. muß also L'-!ivN gelesen ') S. 8. Hst, I. Hälfte S. SSL. ff.