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Ben Chananja · 1860-08-15 · 8 (15.8.1860) 2. Hälfte · p. Seite 410

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
8 (15.8.1860) 2. Hälfte
Date
1860-08-15
Page
Seite 410 (sequence 10)
Language
German
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410 — Untersuchen wir nun die Frage, ob nicht das Unmögliche gefordert wird. Wir folgen dem Vorgänge des H. Sz. und zählen die Verse. I. Klaffe 2. Sem. 56. V. II. Klaffe 1. Sem. 207. 2. Sem. 309. V. III. Klaffe 1. Sem. 279, 2. Sem. 326. V. IV. Klasse 1. Sem. 456, 2. Sem. 513. V. In jedem Semester find 60 (nicht 45. wie H. S. gibt) Unterrichtsstunden. ES kommen daher auf jede Stunde in der ersten Klasse 1. Vers, in der zweiten Klasse 4—6. V. in der dritten Klasse 5—7. V. und in der vierten Klasse 8—10. V. und für jede Klasse einige wenige Gebetstücke. Wir fragen nun jeden Lehrer, der hebräisch unterrichtet: Ist diese Aufgabe zu schwer? Wir stehen aber nicht an, zu erklären, daß wir diese Forderungen aufrecht erhalten selbst denen gegenüber, welche Freunde homäopatischer Dosen sind. Unsere Väter Haben für den Glauben die größten Opfer gebracht und wir, welche in einer besseren Zeit leben, wollen es den Kindern unmöglich machen, an den Quellen die Lehren des Glaubens zu schöpfen, selbst wenn dieses mit Opfern verbunden wäre, was wir bestreiten. Jeder einsichtsvolle Lehrer wird sich auch überzeugen, daß wir nicht von ״Zollen zu Klaftern" schritten, sondern an die Schüler der Hähern Klassen größere Forderungen stellten, in der Voraussetzung, daß diese Schüler durch das bereits erlangte Wissen, ein mehrereS und größeres leisten können. H. Sz. erlauben wir uns jedoch zu fragen, was er eigentlich wünscht. Katechismen sind der ״Gott sei bet uns," selbst das ״Liebäugeln" mit den Katechismen beanständet er und der'Unterricht im Urtexte der Bibel rc. soll in sehr geringem Maße ertheilt werden, daß die Erfolglosigkeit fast mit Bestimmtheit vorausgesetzt werden kann. Was denn? Bezüglich des Programmes für die Mädchen, habe ich folgendes zu bemerken: Es bestanden früher zwei Klassen, in der ersten Klasse wurde die biblische Geschichte bis zur Zerstörung des zweiten Tempels unterrichtet, und in der zweiten Klasse die sögenannte ״Gotteslehre." Auf meine Veranlassung wurde die dritte und vierte Mädchenklaffe in's Leben gerufen, deren Zustandekommen damals sehr bezweifelt wurde. Jetzt besteht eine Vorbereitungsklaffe für diejenigen Mädchen, die noch nicht geläufig deutsch lesen können, überdies wurden die Forderungen herabgestimmt. Die erste und zweite Klasse hat jetzt das zu erlernen, was früher Aufgabe der ersten Klaffe allein war. Es mußte ferner vorausgesetzt werden, daß die Mädchen, wenn sie eigentlichen Religionsunterricht erhalten sollen, fertig deutsch lesen können und durfte auf die Eintheilung der Volksschulklaffen nicht zu großes Gewicht gelegt werden. Für Mädchen, die privatim Unterricht erhalten, die ohnedies nicht in vollkommener!Übereinstimmung mit den öffentlichen

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