Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 8 (1.8.1860) 1. Hälfte
- Date
- 1860-08-01
- Page
- Seite 393 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2542917-2543076-2543084--1619-2545333- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 2× ep/1002670
OCR text
— 393 — angaben) und nach dieser hat man ohne Weiteres in all den betreffenden Stellen י״דכרין״$« lesen. Das Wort ist nicht griechisch wie wir früher glaubten, sondern die aus dem Substantiv "קריא" (Sota 3, b.) welches Raschi durch "תולעת" Muffafia durch oar!68 --- Fäulniß erklärt, entstandene Partizipform, es muß nämlich (בי für דשרין ,ועלין (ק׳ gelesen werden (רבריא Chul. 58, b) das Raschi ebenfalls durch "שחחליעל" erklärt, ist sicher aus דכריא korrumpirt) und das ist blos als Präposition, wie B. richtig bemerkt zu betrachten. 93. 1 חביב. Uebersetzt Landau Lrrthümlich ״lieb, theuer, verwandt." In den angeführten Thalmudstellen bedeutet ״חביבי״ nichts anderes als ״Bruder meines Vaters"— Oheim. Es ist ein Kompositum aus "״אח אבי (vrgl. אחבוי in den Targumim) das א jedoch elidirt und die Silbe "״בי doppelt gesetzt. Daß auch R. Nathan das fragliche Wort in dieser und nicht in der Bedeutung von ״Liebling" auffaßt, wie Landau glaubt., ׳gehtAMts. dessen Targumzitaten klar hervor, vrgl. auch Muffafia 8. v. 94. חטף Pes. 109. a. Landau: ״Wegschaffen," diese Uebersetzung entspricht aber nur der" Erklärung Raschbam's l. c. (s. das.) nach R. Nathan ist das überschriftliche Wort richtiger mit ״in die Höhe zu heben" wiederzugeben, vrgl. übrigens auch Raschi z. St. 95. 3 חך. Uebersetzt Landau nach der Erklärung des Aruch, ״geitzen (?) hoffen," was aber in der angeführten Mischnahstelle Nedar 1, 1. keinen annehmbaren Sinn gibt. Nach unserem Dafürhalten haben Aruch und Landau den einfachen Wortfinn übersehelt. חכך od. חך (über die zweibuchstabigen Radiees im Aruch I. Rappoport Biograf. R. Nathan. Anm. 56. Biograf. Kalir's Anm. 8, 9.) bedeutet nämlich ״reiben, anstoßen," vrgl. גתחכך Chul. 53, a. und sonst, «11b in figürlicher Redeweise, wie in unserer Stelle, bedeutet es, ״Anstoß sindm, Bedenken tragen, im Zweifel über etwas sein," vrgl. übrigens Bertinoro St. 96. 2 חלי. Bedeutet in den angeführten Stellen nicht ״Krankheit" wie Landau übersetzt, sondern ״Schmerz empfindend," es muß חלי gelesen werden und ist die aramäifirte Partizipform von "חולה" l. Sam. 22, 8. Das Jonathan daleibst mit ״ךכאב״ wiedergibt. Für die Partizipsorm spricht auch das dabei-