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Ben Chananja · 1860-08-01 · 8 (1.8.1860) 1. Hälfte · p. Seite 382

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
8 (1.8.1860) 1. Hälfte
Date
1860-08-01
Page
Seite 382 (sequence 14)
Language
German
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382 — Daß ein Kästenbaum nicht mit Sporn und Säbel erschien, nnd ei» einfaches Banerngetvaud jedem andern Kleide vorzog, ja selbst lieber stniidenlaiig vor dem Komitathanse saß, und sich das Mittagsmahl absparte, als eö zn ,vagen den einen oder ander» Komitatsherrn in seiner Wohnung anfznsncheu, läßt sich nicht in Abrede stellen; doch kan» von einem schändlichen Geiz, de» ihm das Volk anhängt, nicht die Rede sein. Wohl wissen auch ,vir, daß der damalige Heilige in S.-A.-Uj- Help, N. Moseö Teutelbanni, der in seiner Zeit ans Rah' nnd Fern großartige Geschenke erhielt, gerade nicht sein Mann war, und so manche Arme nnd besonders seine Anverwandte bei seiner Lebenszeit sich größere Geschenke versprachen; doch genügt dies nicht, einen Mann als Geizhals dahin zn stellen, der sich für alle Zeiten bleibende Verdienste erworben hat. Die ehemaligen heiteren Tage trübten sich in, Hanse-Kästenbaum's immer mehr nnd mehr, nnd da zu der Kinderlosigkeit noch ein Alleinstehen in der Welt kam, so finden wir in den Jahren 1820 bis 1825 das Familienleben Kästenbaum's gänzlich zerrüttet nnd Rafael Kästenbanm wäre zuversichtlich heute für uns eine gleichgiltige Person, wenn Kindersegen jene unglücklichen Ehen beglückt hätte. Kästenbanm fühlte sein Ende, nnd obwohl im besten Manneöalter, erschien er doch im Jahre 1825 vor der Komitats- Kongregation nnd legte sein versiegeltes Testament, ohne ein Wort zu reden, bei derselben nieder. Obwohl das Testament im Originale vor uns liegt, lassen wir es dennoch nur im Anszuge folgen, geben jedoch so viel eS mir immerhin möglich ist, die eigenen Worte des Testators. שויתי ה׳ לנגדי תמיד Nachdem ich mein Ende fühle nnd den festen Entschluß gefaßt habe mein Vermögen zum Wohle der Menschheit anznwenden, verordne ich in dieser Stunde ans Ueberlegnng nnd ans Liebe zum allgütigen Vater, wie folgt: 1) Um mich einem hochl. Komitate von Zemplin, unter dessen Schutz ich 40 Jahre lang gelebt habe, dankbar zn zeigen, vermache ich mein ganzes Vermögen zn wohlthärigen Zwecken nnd will, daß ein hochlöbl. Komitat mein Vermögen überwache. 2) Damit mein Vermöge» in gehöriger Ordnung verwaltet werde, bestelle ich Herrn N. N. als Oberknrator nnd Herrn N. N. als Kurator meines Vermögens, nnd bestimme jedem dieser Herren die 6%4ige״ Zinsen des Kapitals von 50,000 fl. W. W. Nach dem Tode dieser Herren bestimmt das hochlöbl. Komitat sowohl den Oberknrator als den Kurator,

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