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Ben Chananja · 1860-08-01 · 8 (1.8.1860) 1. Hälfte · p. Seite 376

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
8 (1.8.1860) 1. Hälfte
Date
1860-08-01
Page
Seite 376 (sequence 8)
Language
German
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— 376 wendete. Maim. (a. a. O.) eignet sich zwar diese Motivtrung nicht an. Nach seinem Dafürhalten ist die Richtung beim Gebete, nicht die beim Eintritte die Hauptsache. Dem zufolge hätten aber die Gemeinden östlich von Jerusalem die h. Lade an derselben Ostseite, an welcher der Eingang war, anbringen müssen, was weder passend gewesen wäre, noch mit der angeführten Schriftstelle וההוגים לפני המשכן קדמה übereingestimmt hätte. Auch wäre es gegen den Geist der bezüglichen Stelle, die h. Lade, nicht wie im Tempel, dem Eingänge gegenüber zu postire». 3. Die Erklärung Raschi's zu המתפלל אחורי ביהכ״ג (Ber. 6, b.) ist gewiß die richtige wie aus Ber. 30, a, אחורי בית הכפרה zu schließen ist. Der Einwand der Tos. ist dadurch zu beseitigen, daß es ja hierbei nur auf das Wenden des Gesichtes zur Synagoge ankömmt. 4, Ist nicht zu übersehen׳, daß man im Laufe der Zeiten manche den Ban und die Einrichtung der Synagogen betreffenden Normen fallen ließ, wie folgende Beispiele zeigen: a) Die Bestimmung, daß die Synagoge an dem höchsten LhKe'"M Orieö'" erbaut "werben müsse, und von keinem Hause überragt werden dürfe (Maim. Tef. 11, 2. O. CH. 51, 2. 3), wird schon lange nicht mehr befolgt (M. Abr. das). b) Die Vorschrift der Tosiftha, den Synagogeneingang östlich, oder nach der Anwendung der Kasuisten immer der Seite gegenüber, nach welcher man sich beim Gebete richtet, anzubringen, blieb vielfach nnbefolgt, da der Eingang vieler Synagogen sich nördlich oder südlich befindet, obwohl die h. Lade östlich angebracht ist. 6) Die Normen Maimuni's über die Stellung der בימה und תיבה wurden, wie schon R. Josef Karo bemerkt, nicht überall befolgt. In den sefardischen Synagogen steht die בימה näher zum Eingänge. ä) Ebensowenig wird die alte Vorschrift, nach welcher die Ältesten (זקנים) obenan mit dem Gesichte gegen das Volk ihre Sitze haben müssen, längst nicht mehr beobachtet; auch sitzt die Gemeinde in vielen alten Synagogen, im Widerspruche mit der Tosiftha, nicht mit dem Angesichte gegen die Ältesten und

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