Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 8 (1.8.1860) 1. Hälfte
- Date
- 1860-08-01
- Page
- Seite 375 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2542917-2543076-2543084--1601-2545315- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
375 — vierten יב' דעתו und beim letzten יב'?!2ו hat, und mit den Worten schließt: נמצא כל ישר׳ מכוני' את לבם לאביהם שבשמים statt des למקום אחד unseres.Baraithaterles. Dasselbe gilt von den Piske Aschen und dem Tur, welche aber durchweg יכ' את לבו lesen. ®) Aus all dem geht hervor, daß die Richtung des Sinnes und Gesichtes gegen Jerusalem und das Heiligthum den Hauptzweck hatte, de« Sinn des Betenden zu Gott empor zu heben, und zur Andacht zu stimmen, indem sich derselbe dadurch Gott besser vergegenwärtigte, der vorzüglich im Tempel und im Allerheiligsten thront. Die Richtung beim Gebete hatte also nicht den Zweck, Jerusalem zum Zentralpunkte des gesammten Jsrael's zu machen; vielmehr war sie blos Mittel zur Andachterweckung. Wie viel die Alten auf andächtige Stimmung (כונה) beim Gebete hielten, ist hinlänglich bekannt, weshalb auch verschiedene Mittel angewendet wurden, um die Andacht zu wecken und zu stärken (Maim. Tef. 4, 15 ff). Die Wendung gegen Jerusalem mußte daher unterbleiben, sobald sie die entgegengesetzte Wirkung hätte haben können (O. CH. 94, 3). Der Blinde richtet, wie die Baraitha selber lehrt, seinen Sinn zu seinem Vater im Himmel. Wodurch wird aber die Andacht wirksamer gefördert als durch Schönheit und symmetrische Gestalt des Gotteshauses, wodurch wird sie mehr gestört, als durch Vernnstaltnng desselben? Durch die ausschließliche Stellung der h. Lade im Osten kommt aber diese Verunstaltung häufig vor! 2. Ob man sich allenthalben nnd zu jeder Zeit in der Synagvge mit dem Gesichte zur h. Lade gewendet habe, wie dies Maim. (Tef. 11, 2. 4.) nnd Jfferles (O. CH. 150, 5.) vorschreiden, scheint mir noch sehr zweifelhaft zu sein. Die Beispiele, die der Hr. Red. d. Bl. (S. 189. ff.) anführt, sprechen entschieden dagegen. Die Vorschrift der Thoststa (Ber. 3), den Eingang der Synagoge an der Ostseite anzubringen, damit man sich beim Eintritte gegeit die h. Lade bücken könne, konnte man mit der andern Vorschrift, sich gegen Jerusalem zu wenden, nur dadurch vereinen, daß man sich während des Gebetes nicht gegen die h. Lade י) Was aus Alfafi geflossen. Letzterer hat Schluß: 'נמצ' כ״י מכ א״ל למקום• Diese Leseart scheint die ursprüngliche gewesen zu sein, was mit der Annahme einer Interpolation übereinstimmt. Red.