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Ben Chananja · 1860-01-01 · 7 (1860) · p. Seite 359

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
7 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 359 (sequence 43)
Language
German
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— 359 — Zahl der Sklaven sehr beschränkt. Wir bezweifeln das erstens, weil die Niedermetzelung alter Männer schwerlich je ausgesührt worden, zweitens weil die Erbeutung aller Frauen und Kinder die Zahl sehr erhöhen mußte, denn die Knaben wuchsen ja auch heran.) — Sehr richtig bemerkt der Verfasser daß im Allgemeinen die Juden im Verhältniß zu andern Völkern wenige Sklaven hatten. Das Verhältniß der nichthebräischen Sklaven war übrigens ebenfalls sehr milde. Die Rabbiner bestimmen es genauer. Namentlich ist die Theilnähme desselben an drei wichtigen Religions-Akten, und das Verbot, einem so dem Judenthnme zugewendeten Sklaven an Nicht-Juden weiter zu verkaufen, hervorzuheben. Zum Schluß gibt der Verfasser noch einzelne Züge, aus welchen die günstige Lage der Sklaven überhaupt sehr deutlich zu ersehen. Wir finden im Allgemeinen den Gegenstand dieser Abhandlung erschöpfend dargestellt. Doch wollen wir nicht unerwähnt lassen, daß wir ungern mehrere Bemerkungen über Sklaven und Sklavinnen bestimmter im Thalmud vorkommenden Personen, z. B. dem des Gamliel, u. A., ungern vermissen, zumal deren Stellung dadurch näher beleuchtet werden konnte. — Vielleicht holt der Verfasser selbst noch das Mangelnde nach. Wenn wir nicht irren, ist das Merkchen sein erster Versuch; wir möchrew sein Verdienst um so weniger schwächen, als die vorliegende Leistung noch viel Treffliches in Ausficht stellt. Lorresstondmz. Ausland. Paris, Mitte Juni. Ich verweile viel zu kurze Zeit hier, und die Eindrücke, die ich empfange, find so großartig, und nehmen mich in so hohem Maße ein, daß ich beim besten Willen nicht im Stande bin, Ihnen über hiesige jüdische Zustände mehr zu berichten, als Ihnen aus den hiestgen jüd. Journalen ohnehin bekannt ist. Meine hiestgen jüdischen Handelsfreunde find von der warmen Theilnahme überrascht, mit welcher ich mich nach jüdischen Angelegenheiten erkundige. ״Die Juden," sagen fie, ״die von Jenseits-des Rheins zu uns kommen, geriren fich höchst selten als solche, und geben fich ihren Glaubensbrüdern in der Regel erst dann zu erkennen, wenn sie der Unterstützung derselben bedürfen. Wie ganz anders ist unser Betragen beschaffen! Der Franzose, der fich zur Lehre Israels bekennt, sucht, wohin er auch kommen mag, seine Brüder im Glauben auf, um mit ihnen, so weit es immer seine Zeit gestattet, die heiligen Feste zu feiern, und die religiösen Gebräuche zu üben." Diese Beschuldigung der ausländischen und diese Erhebung der franzöfischen Juden bekomme ich fast jeden Tag zu hören. Einer meiner hiesigen

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