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Ben Chananja · 1860-01-01 · 7 (1860) · p. Seite 357

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
7 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 357 (sequence 41)
Language
German
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Aber wenn ein Rabbiner, der da behauptet, solche Gehetz wie; ״Räche vor unseren Angen das unschuldig vergossene Blut deiner Diener" u. drgl, fortbestehen und fortgesetzt werden müssen, Recht hätte; so wäre es eine Wahrheit, gegen uns zu sagen: Es wird euch geboten: Hasset euere Feinde, und picht nur sie selbst, sondern auch ihre Nachkommen bis in das tausendste Geschlecht. (Schluß folgt.) Mssenjchaftklche Fortschritte Von Dr. 3. M. Jost. 1. Bericht über eine recht anziehende Monografie eines Dänischen Israeliten. Es gereicht mir zur besondern Genugthuung, die Freunde der Alterthumskunde auf eine im vorigen Jahre in Koppenhagen erschienene Abhandlung: ״Die Verhältnisse der Sklaven bei den alten Hebräern, nach biblischen und thalmudischen Quellen dargestellt von vr. M. Mielziner (Oberlehrer an der Relig.-Schule in K.) aufmerksam zu machen. Sie erschöpft ihre Aufgabe auf 68 Oktavfeiten mit Umsicht und in rein wissenschaftlicher Haltung, die einzelneu Theile der Frage klar ordnend und jede Angabe durch Belege nachweisend. Es ist für Leser, die gerne etwas lernen, ohne durch allerlei hämische Seitenblicke in ihrem sittlichen Gefühl verletzt zu werden (wie es leider unter hundert Schriften bei 99 der Fall. ist,) ein wahres Vergnügen, einmal recht klares frisches Quellenwaffer zu trinken, und man muß es der nordischen Gemeinde Dank missen, daß sie uns eine Probe von ihrer gediegenen Ader sendet, an deren reinem Metall sich die Jünger der angeblich fortgeschrittenen Schulen ein Muster nehmen mögen. Wenn ich nicht irre, fo ist dieser Geist eine Frucht der edeln Wirksamkeit des Oberrabbiners vr. A. A. Wolff, welcher ohne den geschichtlichen Boden verlassen zn haben, den Anstalten seiner wackern Gemeinde, frei von den gehässigen Streitigkeiten mancher gleich Bedeutsamen, ein warmes Streben nach echter Aufklärung und tüchtigem Wissen einflößt. Diese Thatsache ist mir, ohne eine engere Beziehung zu Herrn vr. Wolff, lediglich historisch bekannt, und ich stehe nicht an, sie zu erwähnen, weil ich mir bewußt bin, hierzu durch keinerlei vorgefaßte Meinung oder gar Nebenabsicht bestimmt zu werden. Der Verfasser gibt in seinem Vorworte eine Ueberflcht der eigentlichen Quellen, dann der älteren und endlich der neueren Versuche, die Frage in's Klare zu setzen. Er findet, daß in letzter» die rabbinischen Quellen nicht zur Genüge benützt worden find, und glaubt mit Recht, in dieser Beziehung die bisherige Erkenntniß zu vervollständigen. Sein Ausdruck ist durchweg rein,

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